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lich auch vom Lehrer, wenn er mehr sein will als ABC-Meisterund gemeiner Schulhalter, erwartet wird. Schande und Schmachüber ihn, muß man sagen, wenn er sich an den großen Angelegen-heiten seiner Nation und den wichtigen Angelegenheiten seinesHeimatlandes nicht beteiligt.
Ein anderes aber ist es, wenn bestimmt werden soll, wie weiter an politischen Dingen thätigen Anteil zu nehmen hat. Imallgemeinen läßt sich das gar nicht angeben, wir müssen ausobige Grundsätze verweisen, seine eigene Urteilsfähigkeit in An-spruch nehmen. Der Blick auf die deutsche Geschichte und dieNatur der Deutschen mahnt jedoch ernstlich dazu, vor der Neigungsich abzusondern, vor allem dem, was man Spießbürgerlichkeit,Philisterhaftigkeit, Engherzigkeit, Passivität und Feigheit nennt,dringend zu warnen. Auf dieser Seite liegt nach der Natur desDeutschen und den bisher bestandenen Verhältnissen eine weitgrößere Gefahr als auf der entgegengesetzten. Das spaßhafteLied vom deutschen Michel hat eine sehr ernsthafte Seite.
Aber wir sehen uns nach einem Grundsätze um, der unsleitet. Und der ist in der That unschwer zu finden. Wir brauchennur an den Zweck aller staatlichen Verhältnisse zu denken.
Dieser Zweck ist kein anderer, als die Interessen des gemein-samen menschlichen Lebens zu fördern. Die Erreichung derselbenhängt ab von der freien Thätigkeit der Menschen nach den Grund-sätzen der Humanität. Folglich hat der einzelne Menschalles das zu begünstigen und zu fördern, was dieSelbstthätigk eit, Selbständigkeit, Freiheit des Ein-zelnen und des Ganzen und den großen Grundsatzallgemeiner Humanität fördert und begünstigt, undder Einzelne hat alles zu meiden, was die Unselb-ständigkeit, die Beschränkung der freien Thätigkeit,der Inhumanität befördern und begünstigen könnte.Jeder ist Mensch, jeder hat Ansprüche auf menschliche Thätig-keit, menschliche Verhältnisse, menschliches Glück; jeder soll alsMensch behandelt werden, und diejenige Verfassung ist diebeste, welche die Erreichung der Zwecke aller am meisten be-