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3 (1891)
Entstehung
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VII.

Die Stellung des Lehrers zu den Hauptinteressendes Lebens.

Es will scheinen, daß manche Lehrer immer noch nicht dierechte Stellung zur Politik finden können. Deshalb dürfte esgeraten sein, einmal darüber zu reden. Wir wollen die Frageallgemein fassen, unsere Ansicht über die Teilnahme des Lehrersan den Hauptinteressen der Menschheit überhaupt aussprechenund damit jenen partiellen Gegenstand zugleich erledigen.

Es giebt sehr wenig Menschen auf der Welt, die keineu be-stimmten Berus haben. Die meisten widmen sich einem solchennicht bloß wegen der Notwendigkeit, sich durch eigene Arbeit dasBrot zu verdieneil, sondern auch von der Neigung zu einer ein-zelnen Thätigkeit dazu bestimmt. In diesen Berufsarten undThätigkeiten gehen die Menschen auseinander.

Es giebt aber Interessen, welche sie wieder vereinigen; esgiebt allgemeine Interessen, an welchen jeder Mensch teilnimmt,weil er ein Bürger, weil er ein Mensch ist. Welches sind dieseallgemein-menschlichen Interessen und Thätigkeiten?

Drei Gebiete umfassen sie: das politische Gebiet,das soziale Gebiet und das religiöse Gebiet. Wenn, wievorher gesagt wurde, jeder Mensch als Mensch an ihnen teil-nimmt, so wird dieses also wohl auch vom Lehrer und zwarvorzugsweise von ihm, weil er im Menschen das Akenschliche aus-zubilden hat, gelteil, die genannten drei Gebiete werden seineTeilnahme fesseln. Speziell für ihn kommt dann noch ein viertes

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