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3 (1891)
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sprach er in tausend Weisen, dein armen Volke, soll der Mensch-heit geholfen werden: es kann nur auf dem naturgemäßen Wegeder sittlich-religiösen, intellektuellen und zu selbstthätiger Arbeitanhaltendeil Erziehung und Bildung geschehen. Der gefalleneund gesunkene Mensch kann nicht von außen, kann nicht durchGesetze und Lebensformen, er kann nur von innen heraus durchseine eigene Anstrengung gerettet werden. Einen alten, im Lasterergrauteil Sünder aber zu bessern lind zu heileil, ist unendlichviel schwerer, als die Jugend in der Richtung zum Guten zuerhalteil und. darin zu stärken. Wer daher dauernd für dasWohl des Volkes wirken will, muß sich der Jugend zuwenden,muß ail der Verbesserung der Erziehung und des Unterrichtsüberhaupt, insonderheit aber an zweckmäßiger, hunlaner undpraktischer Erziehung der Kinder des Volks arbeiten.

Das war der Gedanke, welchem Pestalozzi, unser Wohl-thäter, Lehrer und Freund, sein Leben widmete. Und indem wirAnstalteil iils Leben rufen, die seinen ehrenden Namen an derStirn tragen, bekennen wir uns zu denselben Grundsätzen,unser Herz gehört dem Volke, wir wollen ihm helfendurch Erziehung und Bildung.

Dieses ist die dritte Bedeutung der Pestalozzi-Anstaltenfür den Lehrerstand.

Der Dankbarkeit sind sie entsprungen; in ihnen soll derGeist der Hingebung au die Natur im Kinde und in dem großeilunendlichen All herrschen zu naturgesetzlichem Thun, und inihrem höchsten Ziele wollen sie das Wohl des Volkes förderndurch Erziehung und Bildung.

So wollte es Pestalozzi, so wollen es die seinen Namentragenden Anstalteil.

Dies ist die Erklärung, welche die sie stiftenden und unter-stützenden Lehrer an das Publikum erlassen, indem sie es auf-fordern, seine Kräfte den ihrigeil zuzugesellen; darin liegt dieBedeutung der Pestalozzi-Stiftungen für den Lehrerstand.

Diesterweg, Ausgew. Schriften. 2. Aust. III.

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