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Nicht minder schwierig ist cs auf der andern Seite,die zur Beschaffung eines gegebenen Bedarfs nöthige An-zahl von Händen zu bestimmen. Vor allen Dingenmüßte man wissen, wie viel von jenem Bedarf im Orteselbst befriedigt werden soll, und wie viel das Auslandoder andere inländische Ocrtcr dazu liefern werden, daeine Jsolirung doch jetzt nicht mehr denkbar ist. Aberabgcschn von diesem Umstande, der allein doch schon hin-rcicht, um jeden Kalkül z» vereiteln, so ist auch die In-dividualität der Arbeiter unendlich verschieden. Bei Ge-werben, die einen bedeutenden Betriebsfond erheischen,als Bäcker, Fleischer, Brauer re. wiegt ein vermögenderMann zehn unbemittelte auf. In andern Fächern, wocs mehr auf Geschicklichkeit und Fertigkeit ankommt,kann ein Arbeiter, dem diese Eigenschaften beiwohnen,in einem Tage so viel leisten als ein ungeübterer in einerganzen Woche. Auch der mehre oder mindere Fleiß istwesentlich zu berücksichtigen. Wie viel Arbeits-, wieviel Erholungs-Stunden will man dem Handwerker zu-mcfsen? Wo es herkömmlich ist den blauen Montag zufeiern, bedarf cs schon dieserhalb, unter sonst gleichenUmständen, eines Sechstels an Arbeitern mehr als ander-wärts. Ferner soll die Zahl so bestimmt werden, daßjeder sein Auskommen habe. Welchen Begriff verbindetman aber mit diesem höchst schwankenden Ausdrucke? Sollcs die bloße physische Nothdurft seyn, oder will mandem Handwerker auch einen gewissen Grad von Wohl-leben gönnen? und welchen? Soll dieses Auskommenbloß für ihn, oder auch für eine Familie berechnet seyn?wie stark wird die letztere angenommen? Wird dabei einNebenverdienst von Seiten der Frau vorausgesetzt odernicht? Man beantworte erst alle diese Punkte, oderman gebe cS auf, ein Verhältnis; in Zahlen darstellen zuwollen, dessen beide Glieder auf lauter so schwankendenPrämissen beruhen, daß für das praktische Leben ganzund gar kein Nutzen davon zu erwarten ist.
Auch die zweite Frage muß verneint werden. DieErfahrung aus den Zeiten des Zunftwesens hat keines-wegs bewiesen, daß die Zahl der Meister den Bedürf-nissen eines Orts stets angemessen .war. In manchenProvinzial-Stadtcn wurden sie von Lbrigkcitswcgcn durchdie öffentlichen Blatter zur Ansiedelung eingeladen, weilcs in diesem oder jenem Gewerbe daran fehle. An an-