Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
213
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SlZ

bürgerlicher Ehre die Menschen lockt. Dadurch aber ent-gehn der Landwirthschaft unentbehrliche Hände, der Ar-beitslohn geht in die Höhe und durch beides werden dieersten Lebensbedürfnisse vcrtheucrt, die Städte hingegenmit einer Menschenmenge überfüllt, die gar nicht in derAbsicht dorthin kommt, durch mühsame Anstrengung denLebensunrcrhalt zu verdienen, sondern nur darauf bedachtist, wie solches am leichtesten zu bewerkstelligen ist. Da-her muß denn vor Allem der Hausirhandcl, als das be-quemste, und nur einen kleinen Verlag erfordernde Ge-werbe, viel Liebhaber finden und auSgebrcitet werden.Die Schädlichkeit dieses Hausirhandcls für Moralität undGewerbe ist längst anerkannt, und was darüber (S. 79.)vorkommt, unbestritten. Er ist der Kolporteur aller losenund schlechten Waare, und der Markt aller Pfuscher,durch welchen sie sichern Absatz erhalten. So entsteht ausjenem Uebel ein neues, durch welches dem crstercn wieder-um neue Nahrung zugeführt wird. Aber sehr Unrechthat der Vf. wenn er dem Hausirhandcl den Höckerhandclgleich stellt. So schädlich der ersterc ist, so wohlthängwirkt der letztere. Freilich ist die Norkäufercy der zuMarkte geführten Produkte eine Ausartung desselben; aberman muß die Auswüchse beschneiden, ohne den Baum zubeschädigen. Ein sehr wirksames Mittel dagegen ist dieEinrichtung, alle Wochcnmärkte in allen Städten auf die-selben Tage zu verlegen. Es ist auffallend, bei einemManne, der so viel Wahres und Gutes gesagt hat, einenSatz zu- finden, wie den:So entbehrlich Höcker,

Trödler und Wechsler in einer wohlgeordneten Gemeindesind, so furchtbar «achtheilig werden sie für das Ganze,wenn ihre Anzahl überhand nimmt." Gerade hierbei istgröstmöchlichste Konkurrenz das einzige Mittel gegen alleMonopolicn, in deren Besitz sich eine geringere Anzahlleicht zu setzen weiß. Nicht minder widerspricht sich derVf. selbst (S. 27. 50 und do.) wenn er der sorgfältigenTheilung und Trennung der einzelnen Gewerbe das Wortredet, den Uebergang von dem einen zum andern erschwertwissen und dem Fabrikanten sogar wehren will, alle Thcileseiner Waarcn in seiner Wcrkstätte verfertigen zu lassen.DaS Daseyn der Zünfte beruht allerdings auf der Unter-scheidung der Gewerbe; aber auch in dieser Hinsicht mußnichts Willkührliches Statt finden, und Beschäftigungen,welche auf einerlei Mechanismus beruhen und einerlei