chm Vernichtung des einen oder des andern jener Prinzipienwieder erneuen. Nur den subjektiven Egoismus als eigent-liches LcbenSprinzip erkennend, ausgehend von einem Posiu-latc welches in veränderter Richtung den subjektiven Egois-mus des Volks oder den der Staatsgewalt an die Spitze desStaats stellt, kann freilich der Staat nur als ein Aggregatsubjektiver Egoisten erscheinen und Sic verdienen meinenungethcilten Dank dafür, daß Sic diese Anschauung der Zeitoffen und ohne Umschweife ausgesprochen haben. Freilichhaben Sie den Widerspruch nicht bemerkt, der unmittelbarschon in dem Wortbegriffe liegt, und der mit einem Zugedas ganze System charakterisirt. Der Begriff Staatnämlich bezeichnet nothwcndig und an sich etwas Feststehen-des, etwas, das in sich den Grund eines festen Bestandestragt: angewerdet daher auf die Verhältnisse und Formendes Lebens kann derselbe nur das vorzugsweise feststehende,in der Natur des Lebens selbst begründete, und durch dieganze Eniwickelung desselben gehende Bcrhaltniß, und dieaus diesem hervorgebende Lebensform bezeichnen. Ein Ag-gregat von Einzelwesen, von subjektiven Egoisten, bey de-nen das Wohl des Ganzen blos von dem Wohl der einzel-nen Individuen resultirt, kann aber eben so wenig selbst et-was Feststehendes seyn, als etwas Feststehendes in sich haben,es muß sich in allen scinen Lheilen mit dem endlosen Wechselder Interessen jener Einzelwesen wechseln: es ist etwas ansich, durch sich und in sich wandelbares. Mir welchemRechte man ein solches Ding daher mit dem Namen Staat(das Stehende) — bezeichnen könne, und ob ein Staat,dessen Wesen eben inst Nichtstehen besteht, und in demnichts feststehr, außer daß nichts in ihm seststeht, nicht miteiner trocknen Naße, und einer näßen Trockne, einer frosti-gen Hitze und einem hitzigen Frost in ein und dieselbe Kathe-gorie zu stellen? überlasse ich Ihrer eignen Beurthei.ung.Für jetzt von der Bühne herabtretend, vcrsichre ichSie mei-ner ausgezeichneten Hochachtung, die ich Ihnen selbst indem System des Irrthumö, in das Sie befangen, gern und
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