Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
102
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verkäuflichen Dingen, bei den Griechen und Römern in-tcgrirendcr Thcil der StaatSvcrfassung war, und daßdieser Gegenstand jetzt oft unfern Blick verwirrt, indemwir geneigt sind, unsere bürgerlichen Einrichtungen mit de-nen der Alten zu vergleichen, und unsere Kasten und Zünf-te mit ganz andern bei diesen statt gefundenen Verhält-nissen gleich zu stellen. Die deutsche Nechtsgeschichte kannmeine Behauptung genugsam erweisen. Sicherung derRechte und der gesetzmäßigen bürgerlichen Freiheit blieb je-doch bei den alten Staaten überall daö allgemein vorwal-tendc Prinzip.

Die Geschichte belehrt uns über das, was geschehen,und zeigt uns, wie manches gekommen ist und warumes so kommen mußte. Die neuere Zeit hat ihr zu viel cin-raumen wollen. Wir sollten Prinzipien aus ihr entneh-men, anstatt nur die Bestätigung der aus der höhcrnIdeenwelt entnommenen allgemeinen Wahrheiten in ihraufzusuchcn.

Die Geschichte soll unS daher an dem Streben zurVervollkommnung durch das Fesseln an das unter ganz an-dern Verhältnissen Bestandene und jetzt Veraltete nicht hin-dern; sie soll nie, anstatt einer durch die Bildersprachebelehrenden Freundin, eine despotische Herrin unS werden.

Jetzt glaube ich meinem Gegner gegenüber zu stehen,und wir werden uns nunmehr wohl Beide geistig erkannthaben.

Allerdings spielt bei dem Gcwcrbcwcscn das Geistigeeine wichtige Rolle, und ich bin ganz damit einverstanden,daß wir die eigentlich körperliche Thätigkcit, das Mecha-nische, vor der Hand unbcrücksichtiget lassen; aber geradedas sind die Grundgesetze der moralischen Weltordnung,der eigentlichen Gcisterwclt, daß eine freie Thätigkeit, daßein unablässiges Streben und Ringen nach dem Vollkomm-ncren statt finden muß, und daß ungcfeffeltc Kräfte, wennsie sich in den Schranken der Gesetzmäßigkeit halten, denStaat nur zu einer höheren Stufe der moralischen Würde