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1 (1821)
Entstehung
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Rein »»verständlich werden Sie daher, wenn SieTaren entworfen haben wollen auf den Grund der Jedembekannten Marktpreise. Der Marktpreis ist ja eben nurein Preis, wie er sich im freien Verkehre gestaltet durchdas Verhältniß deS Angebots zu der Nachfrage. Eben denMarktpreis wollen Sie ja firiren durch die Taxe, und je-ner fallt genau mit dieser zusammen, da Sie weder übernoch unter der Tare verkaufen lassen *).

Wenn sie weiterhin gegen die Bedeutung der Tare, alsMarimum einwenden, daß man sich ja alsdann auch über-zeugt halten könne, das Marimum werde den Zünften,auch das Minimum seyn, so haben Sie damit das Prin-zip der von ihnen so gepriesenen Zünfte als ein schlechthinegoistisches, aller Ethik entfremdetes, bezeichnet, und dievöllige Nichtigkeit ihrer anmaßlieh höher» Tendenz in dasallerklarste Lieht gesetzt, den Nagel auf den Kopf treffend**).

*1 Dic Tarcn können nur für den brtlichen Verkehr gelten, die Markt-preise aber werden durch den landschaftlichen Wechselverkehr bcsiimmt.Auf den uns benachbarten Kvrnmärktcn zu Witten, Hcrdceke, wieauch auf de» Viehmärkten zu Soest, Werne :c. achtet Niemand dar-auf, ob in Hamm, Unna oder einer andern Stadt der Magistrateine Tare macht oder nicht.

Der Hauptirrklmm des Verfassers und dic Grundlage seiner ganze»Fcstde gegen dicTaxen liegt darin, daß er dic örtliche durch dic indivi-duelle» Verhältnisse öcr Gemeinden bestimmte Natur derselben ver-kennt. Um ibm auch von dieser Seite dic Hand zur Vermittelung zubieten, so erklären wir, daß wir gar nicht dic Ausstellung eines allge-meinen, vom Staate ausgesprochenen, Grundsatzes über die Tarenverlangen, sondern nur wünschen, daß man cs der Beurtheilung derGemeinden überlasse, ob sic die Taren bet sich cinzuführen, ihrencigcntliümlickcn Derbännissen gemäß, für rathsam stallen odernicht. Gewiß ein billiger Vorschlag zum Frieden! Da man dieGcwerbefrcibeit der einzelnen Individuen so sestr achtet, seist zu er-warten , daß man dic Willensfreiheit und die Vcurtbcilungskraft derGemeinden in ihren eigenen Angelegenheiten ebenfalls achten werde.

d. H.

Daß die Menschen die Macht, dic ihnen dic Verbindung in einGanzes verleihet, zu ihrem Vortbeil benutzen und nur zu oft miß-brauchen, liegt in der menschlichen Natur. Derselbe Egoismus derhier den Zünften vorgcworfcn wird, kann mit gleichen. Rechte demStaate, wie der Kirche vorgcworfcn werden, denen doch wohl dashöchste und heiligste Streben der Menschheit zum Grunde liegt. Ab-gesehen hievon, so ist es auch schon ei» falscher Schluß, daß bei der