y-4
bctraqc mochte der Preis sich noch einigcrmcißcn frei bewe-ge»/ cs konnte nebenher noch ein Marktpreis sich bilden.Mit der Freiheit aber, wie mit den Marktpreisen, war csrein zu Ende, machte man die Taren zu einem Me-dium *).
«) Die liier ausgesprochene Ansicht ist so rein hypothetisch, so wenigin der Natur der Sache gegründet, daß wir die Worte des Verfassersgegen ihn selbst anwendcn und solche ,,als einen Beweis mehr, welcheKünsteleien man versuchen, und wie man den Dingen alle ersinnlicheGewalt antlmn müsse, wenn man einmal von dem geschichtlichenBoden sich entfernt" und von vorgefaßten Ansichten ausgeht —anschen! — Wir haben schon vorhin (Seite Y2.) ein Bei-spiel erwähnt, welches beweist, wie den Gewerben selbst, ausleicht begreiflichen Gründen, daran gelegen, ihre Preise nicht „überalle Schranken hinaus zu erhöhen," sondern wie sic selbst ein Me-dium aufzustcllen suchen, wenn auch nur zu oft, wofern sic nicht vonAußen her in Schranke» gehalten werden, mit zu großer Berücksich-tigung ihres eigenen Vortbcils, (wie denn, um bep dem Beispielder Buchhändler sieben zu bleiben, allerdings manche Verleger zn hoheLadenpreise machen.) Bei den Zünften mußten diese Gründe um sostärker wirken, als ihr Wirkungskreis örtlich beschrankt war, als issden Mittelstädten ein jeder Bürger sich seine Bedürfnisse gern selbstbeschafft (selbst brauet, selbst backt ,'c.f und als sic nicht Glieder eine«willenlosen Gcmcindcwesens waren, sondern freier Gemeinden, dieaus sich selbst und vermöge eigener Kraft die die Schranken überschreiten-den Anmaßungen der Zünfte in ihre Schranken znrückweisen konnten.Die ganze Ansicht, welche- die Taxen für ein Maximum erklärt, be-ruht auf ein offenbares Verkennen des örtlichen Verkehrs. Indem engen Kreise des örtlichen Verkehrs darf man Käufer und Ver-käufer nicht als in ihren Interesse» streng von einander geschieden an-sshcn. Der Bäcker Hans kaust von dem Fleischer Kunz, der Flei-scher Kunz von dem Bäcker Hans , beide von dem Krämer Hinz unddieser wieder von beiden. Jeder von diesen hat also ein Interesse,daß sich der Preis als ein mittlerer stelle: will der eine die Gränzcnüberschreiten, so hat der andere die Mittel in Händen, es ihm zuvergelten, und ein Schwerdt hält das andere in der Scheide. Gefegtden Fall, eine Zunft wollte den Preis ihrer Maare „über alle Schran-ken hinaus erhöben," so thäten die andern Zünfte dasselbe und stattVortheil hätte sie Schaden. In einem solchen Wechlclverkebr mußtesich der Preis der Dinge daher von selbst als ein Medium stellen, unddie Taxe braucht dieses Medium nur gesetzlich zu machen und näher zubestimmen. Wie viele Autoritäten daher auch der Verfasser für seineMeinung anführcn mag, wir finden in der Natur der Sache, dereinzigen, die wir bei wissenschaftlichen Untersuchungen anerkennen,keinen Grund, von unserer Ansicht abzugehc», vielmehr alle Gründegegen die Ansicht der Taren als eines Maximums sprechend.
d, H.
! ÄMMiülstzssWM'