Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
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Frankens Nürnberg mit einigen seiner Umgebungenmuß für das lange hartnäckige Behaupten des monopolisti-schen Zunftzwanges, selbst nach der Milderung desselbennoch Jahre lang und um so starker büßen, je langer die Ab-hängigkeit war, in welcher diese Stadt einen großen Tbcilvon Deutschland in Bezug auf Fabrikation und besondersciniqeZweigc der metallischen Fabrikation zu erhalten wußte.Der freie Gewerbflciß des benachbarten Fürths blühere, alsNürnberg durch seinen Zunft - und Gcwcrbczwang sank undverarmte, und daran sind doch wahrlich die Maschinen nichtSchuld! In ähnlicher Art verhält cs sich in dem Noigtlandeund der Schweiz, wobei auch das noch mit in Anschlagkommt, daß die Gebürgslandcr nach ganz andern Verhält-nissen zu beurthcilen sind.

Wer möchte nun wohl mehr den Gesichtspunkt für dasInteresse des Ganzen aufgcfaßt haben, unsere Vorelternoder wir?

Wenn auch, wie cs wohl öfters unvermeidlich ist, einErwerbszweig ganz stockt, so bringt dies doch keinen blei-benden Nachthcil für das Ganze, und selbst nicht einmalfür die betheiligten Individuen, sobald diese, wie es scynmuß, den Gebrauch ihrer Kräfte zu modifizircn wissen.Wir brauchen uns nur blos an die Periode zu erinnern,wo die Sitte, sich frisiren und pudern zu lassen, so wieder Gebrauch der Perücken fast auf einmal verschwand.Das Gewerbe des größten Theilcs der in bedeutender An-zahl in ganz Deutschland vorhandenen Perückenmacher hörteauf; eben so fast die ganze Puderfabrikation, und dieseschien gar nicht unbedeutend zu seyn. Dennoch ist keinbleibender Nachthcil daraus entstanden, und man hat auchnicht besonders gehört, das verarmte Pcrückenmachcr demGemeinwesen zur Last gefallen wären. Aber dies selbst an-genommen, so würde cs doch wohl keinem Staatswirthe inden Sinn gekommen scyn, die zwangsweise Beibehaltungder Perücken und des Haarpudcrs zu verlangen, und dieVerarmung einer Handwerksgenoffenschaft zu verhüten.