Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
12
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Anzahl fleißiger Bürger nahrungslos wird, wahrend einTheil ihres bisherigen Unterhalts zur Erhaltung einer gro-ßen Menge von stehendem Erwcrbstamm, ohne unmittel-bar dem menschlichen Leben zu Hülfe zu kommen, verwen-de wird, ein anderer Theil einigen Unternehmern zuflicßt,ein dritter den Käufern, welche bisher an einen etwas-h.'Ni Preis gewöhnt waren, so kann man der ganzen Volks-wirthschaft unmöglich Glück wünschen. Dem nicht erwar-teten, also im Fall des Ausbleibens nicht vermißten Ge-winn steht ei» höchst empfindlicher Verlust, ja das Elendeiner Anzahl von Familien entgegen. Daß diese leicht an-dere Beschäftigung finden können, ist in der Regel nicht zubehaupten, wie die Erfahrung sattsam beweist. Gewißwaren ohne die Abweichungen der neuern Staaten von demdurch die Eigenthümlichkcit des Landes bedingten System,ohne die rücksichtslosen Beförderungen des Fabrikwcscns,die Maschinen nicht so verderblich geworden, als sie cS in.England, der Schweiz, im Voigtlandc re. sind. Die Al-ten würden sich nicht bedacht haben, die Einführung derMaschinen zu verbieten, da sic Alles auf das Ganze bezo-gen. Bei der neuern Gestaltung des Gcwcrbwcscns wardie Staatsgewalt auf keine Weise im Stande, die Einfüh-rung der Maschinen oder die Einfuhr der mit ihrer Hülfeverfertigten Maaren zu verhindern. Die Schwierig-oderUnmöglichkeit einer Gegcnhülfc darf uns nicht abhaltcn,die Wirklichkeit eines Uebels anzucrkcnnen. Berücksichtigtman die Gestaltung der häuslichen Verhältnisse, die Vcr-thcilung und Sicherheit des Erwerbes, so verlieren auch dieErfahrungen verschiedener Länder, in denen die Zünfte auf-gehoben wurden, viel von ihrer Beweiskraft. MancheMaaren mögen wohlfeiler scyn bei gleicher Güte, die gro-ßen Fortschritte der Gewcrbekunst mögen für manches Ge-schäft den großen Betrieb (Fabrik) passender machen, alsden kleinen (Handwerk); aber wehe der Tüchtigkeit desVürgcrftandcS, wenn alle Glieder desselben sich in Gewerk-Herren und Lohnarbeiter spalten!^