diesen Jrrthum werden sie nicht eher inne, bis dieDinge sich einige Jahre herumgcquält, ohne daß siesonderlich von der Stelle gekommen. — Bleibt nunder alte Minister im Amte, so rücken die Dinge end-lich weiter, — da dieser, durch die Fehlgriffe belehrt,endlich zur Einsicht gelangt. — Kommt aber nunein neuer, so hat dieser wieder eine bessere Meinungvon seinen Kenntnissen des Stcnerwesens als billig,und sängt nun wieder mit einer neuen Idee an, überein gemeines und wohlfeiles Cataster znexperimentier». Nun müssen sich die Dinge wie-der ein Paar Jahre herumquälen, bis auch der neueMinister zur Einsicht gelangt, und kaum hat dieserdie Sache begriffen und ans dem rechte» Wege, — sokommt ein dritter.
Endlich erwächst nach und nach der Glaube, daßso etwas gar nicht fertig werden könne — so wie dennwirklich in Paris eine Art Volksglaube ist, daß dasCatastcr und das Louvre nie vollendet würden.
Es liegt hierin etwas Wahres. Es ist für dieGesellschaft ungemein schwer, etwas Großes zu stän-de zu bringen, was eine gewisse Reihe von Jahrenfoderr. Dieses rührt von der Veränderlichkeit derDinge und der Menschen her, da die mittlere Le-bensdauer seht nur noch 28 Jahre ist.