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2 (1821) Urkunden
Entstehung
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Diese hatten einen Knecht bei fl», welchem sie befahlen, nach demWeite zu fragen: und da derselbe in der Nähe niemand sah, jedocheinen Schwcinsbirten erblickte, so eilte er, um den Befehl seiner Her-ren zu erfüllen, ans diesen zu, und bat ihn, den Wer ihm dochschleunig zu -eigen.

Als ober der Knecht den Schweinshirten etwa- genauer betrachtete,und eine Narbe in seinem Gesichte wahrnahm, so hielt er denselbenfür seinen Herrn Everhard, weil dieser in dem vvrbcsagtcn Treffeneine so!» e Wunde erhalten hatte.

Nachdem der Knecht zu seinen Herren zurückgekommen war, er-zählte er diesen umständlich, was er gesehen hatte, und sprach: meinHerr Griff Everhard hütet die Schweine dieses Mcyerhofes.

Da aber das, was er sagte, unglaublich schien» so schalten sie ihnheftig.

Als sie endlich zum Hirten kamen, so fragten sie ihn wiederholt indeutscher Sprache, ob er ihr Herr sey, wie sie von dem Knechte ver-nommlm hätten. Er aber, dieselben erkennend, antwortete, um vonihyen nicht erkannt zu werden, in französischer Sprache, und am Endewurde er säst auf gleiche Weise,, wie Joseph sich seinen Brüdern inEgvpten zu erkennen gegeben hat, von ihnen erkannt.

Kaum war dieses geschehen, so stürtzten die Ritter von den Pfer-den, fielen ihrem Herrn um de» Hals, drückten und liebkosten ihn,weinten vor 8"ude, küßten ilm,, und giengen mit ihm auf denMeverhof, von welchem er Echweinshirt war-

Als der Meyer diese ihm unglaubliche Sache gehört hatte, gierig erzur Nachtszeit aufs Kloster, und erzählte seinem Abte de» ganzen Ver-lauf, wie er ihn vernommen hatte, worüber der Abt verwundert, alsrs Morgen geworden war, den Prior und den Kellner mit sich nahm,und alles, was der Meyer ihm berichtet hatte, von dem Grafen selbstund von seinen Rittern, welche durch Zufall dahin gekommen waren,wahrhaft vernahm.

Wie nun der Abt sah, baß der Geist Gottes in ihm wohnte, sogab er ihm den Rath, und legte ibm zur Buße für seine Sünden auf,iu Mvrimund die Mönchen Kleidung anzuzieben.

Derselbe willigte darein, weil er in Wissenschaften unterrichtet war,kam mit dem Abte uach Morimund, und wurde daselbst der eifrigsteBlönch«

In Folge der Zeit, aus göttlichem Antrieb, und damit er den Ci«stercienser Orden zum Lobe und zum Ruhme Gottes und der heiligenGottes-Gedädrcrmn Maria weiter verbreitete, bat und erhielt er vonseinem B" - die Erlaubniß, seinen Bruder den Grafen Adolph undseine übrigen Verwandten zu besuchen.

Als nun Graf Adolph, unter andern, den heilsamen Rath seinesBruders, den er sehr liebte, vernommen hatte, so gab er ihm für