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Schießscharte.
wurde das Körnen des S-s erfunden, verdrängteaber nicht das Mehlpulver. Die Kriege Ludwigs XIV.führten zu Verbesserungen des S-s in dem Meng-ungsverhältniß des Satzes. Zur Zeit der Schle-sischen Kriege arbeiteten Lavoisier und Robins ansVerbesserung des S-s hin, 1792 Graf Rumford inMünchen. Die Erfahrungen der Chemie der Neu-zeit wendete man an auf Bereitung eines kräftigengleichförmigen S-s u. zur Herstellung der besproche-nenen Ersatzmittel des S-s.
Das S. wird vorzugsweise zu militärischenZwecken verwendet, es muß leicht entzündlich sein,die hinreichende Kraft besitzen, um dem Geschoß diegewünschte Geschwindigkeit zu ertyeilen, darf dieFeuerwaffen nicht zu sehr angreifen, soll beim Ver-brennen einen möglichst geringen Rückstand geben,muß genügende Dauerhaftigkeit bei der Aufbewahr-ung u. möglichste Gefahrlosigkeit bei Transporten u.bei der Verarbeitung zeigen, soll nicht stauben undnur in geringem Maße Feuchtigkeit anziehen. Daspreußische S. ist ans 74 Thl. Salpeter, 16 Thl.Kohle u. 10 Thl. Schwefel zusammengesetzt u. wirdin folgenden Sorten verwendet: Gewehrpulver, bis-heriges Geschützpnlver (feinkörniges), grobkörnigesn. prismatisches Pulver, letzteres in 2 Sorten undzwar solches mit 7 und solches mit 1 Kanal. DasGewehrpulver ist für das neue Jnfanteriegewehrnach einer besonderen Fabrikationsmethode herge-siellt und wird verwendet zu den Ladungen der Ge-wehrpatronen und zu den Sprengladungen derShrapnels, das ältere Geschützpnlver wird zu denLadungen der Mörser u. theilweise zn den Ladungender Festnngsgeschütze, serner zn Sprengladungen derGranaten u. Bomben u. als Minenpulver verwen-det. Grobkörniges Pulver haben die Feldgeschütze u.die leichten u. mittleren Kaliber der Festungs- undBelagerungsartillerie,prismatischesPnlverdie schwe-ren Festungs-, Belagerungs- u. Küstengeschütze undzwar die 15 om Ringkanonen das ältere mit 7 Ka-nälen, die größeren Kaliber das neuere mit 1 Kanal.Durch Einführung der neueren Pulversorten hatteman bezweckt, die Verbrennung des Pulvers imRohre zu verlangsamen u. zwar in dem Maße, daßder Gasdruck nicht stoßartig, sondern mehr schiebendu. stetig zunehmend ans das Geschoß so lange ein-wirkt, bis dieses das Rohr verläßt. Man hat hier-durch nicht nur größere Anfangsgeschwindigkeiten u.bessere Treffergebnisse, sondern auch eine größereSchonung der Rohre erzielt. Zu dem gleichen Zweckhat man neuerdings in Italien ein sogen. Progres-sivpulver hergestellt, dessen Dichtigkeit nach Innenzunimmt, es hat die Gestalt eines Würfels. DieZusammensetzung des S-s ist in den einzelnen Staa-
ten verschieden; in Frankreich beträgt dieselbe 7k»Thl. Salpeter, 12,z Thl. Schwefel u. 12,5 Thl. Kohle,in England u. Rußland 75 Thl. Salpeter, 10 Thl»Schwefel u. 15 Thl. Kohle, in Oesterreich 74 Thl.Salpeter, 10 Thl. Schwefel u. 16 Thl. Kohle. —Bevor das S. aus den Fabriken abgenommen wird,wird dasselbe einer Untersuchung unterworfen undmit einem als Normalpulver bezeichneten in beson-derer Güte hergestellten Pulver in Vergleich gezogen.Die Untersuchung bezieht sich auf die chemische Zu-sammensetzung, ans Ermittelung des Feuchtigkeits-gehaltes, auf das specifische u. kubische Gewicht, dieKörnergröße sowie auf die ballistische Leistung, d. h.auf die Ermittelung der Anfangsgeschwindigkeit.JnDeutschlandwirddasMilitärpulverindenStaats-pulverfabrikeu zu Metz, Spandau n. Hanau gefer-tigt, außerdem liefern noch einige Privatpulverfa-briken, von denen die vereinigten rheinisch-westfäl.u. die Fabrik Rottweil-Hamburg die bedeutendstensind. Glatzel. (MW.) l.
Schießscharte, eine nach innen enge, nach außenweite Öffnung durch die Brustwehr eines zur Ver-theidigung bestimmten Werkes. Man unterscheidetGewehr- u. Geschütz°S. Die ersteren stellt mauaus Erde als Einschnitte in die Brustwehr, ausRasen od. Sandsäcken her u. legt sie auf Armdistanceauseinander. Die Schartensohle, auf der dasGewehr beim Feuern ruht, liegt etwa 25 am tieferals die Brustwehr zwischen den Scharten (Merlon),durch welche der Kops des Schützen gegen das feind-liche Feuer gedeckt wird. Für Geschütze legt mauaußer in gedeckten Geschlltzständen (Kasematten oderPanzerstände, s. Panzer), nur noch auf den FlankenS°n an, da auf den Frontlinien die hinter Schartenstehenden Geschütze durch Zerstörung der ersterensehr leicht außer Gefecht zu setzen find. Man stelltdie Geschütze lieber in hohe Lasteten zum Wegfeueruüber die Brustwehr (über Bank) oder legt doch nurganz flache Muldenscharten für dieselben an. Beitiefen S-n hießen die Seitenwände Backen, dieuntere meist nach vorn geneigte Fläche heißtS 0 hle,die Mittellinie der S. Directrice. Der Raum zwi-schen der Geschützbank und der Schartensohle heißtKniehöhe. S-n die nur so groß sind, daß der Ge-schützkopf gerade durch dieselbe hindurch reicht, hei-ßen Minimalscharten, für dieselben, die sich Ver-stärken Erschütterung wegen beim Schuß nur ausEisen constrniren lassen, muß die Lastete so einge-richtet sein, daß der Drehpunkt des Geschützes in derScharte liegt. Im Ernstfall blendet mau gemauerteund eiserne Sch-n durch schmiedeeiserne Blendlädenod.Taumäntel,um Gewehrkugeln», kleinere Spreng-stücke feindlicher Granaten aufzufaugen. l-
Verzeichniß der Illustrationen zum fünfzehnten Band.
Karte»:
Rheinland-Westfalen.
Russisch-Asiatische Grenzländer . .
Rußland.
Sachsen ..
Usseln:
Hüttenkunde III. ......
Reptilien.
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Ringofen.
Rundholz I. II.
Runkelrübenzuckerfabrikation
Sappe.
Säuger I. II. III. IV. . ,Schall.
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Am Ucrt:
Rundschrift, Fig. 1, 2, 3 . . . . .
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