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ein Schenuenfach von angemessener Tiefe. BeideSchennenfächer sind mit einfliigeligcn Thüren ingleichniäßigcr Entfernung versehen. Entsprechendjeder Thtir wird ein Feimen ausgestellt. In Eng-land hat man auch bewegliche S-n, für welche dasGetreide bis znm Dreschen in viereckigen Feimenanfbewahrt wird: sie bezwecken, daß, wenn das Ge-treide aus den Feimen auf die Teuue gebracht wer-den soll, nicht so viele Körner verloren gehen, dasGetreide in dem abgerissenen Feimen nicht vor demDreschen wieder beregnet werde, oder nicht nur beigutem Wetter gedroschen zu werden braucht. Siebestehen aus einer Tenne, welche mit starken Boh-len gedielt ist, u. ans einem leeren Raum, welchervon derSeite über den Feimen geschoben wird, vonder man zuerst das Getreide zum Dreschen weg-nimmt. Wenn ein Thcil des Feimens abgedroschenist, wird die S. weiter nachgeschoben. Der beweg-lichen S. ähnlich ist die bewegliche Dreschtenne, welchebesonders bei solchenFrüchten inAnwendung kommt,welche leicht aussallen, wie dieOlgewächse, od.welcheman möglichst lange stehen läßt, bei deren Einernt-ung dann aber bedeutenderKörnerverlust zu befürch-ten ist, wie die Hlllsenfrüchtc. Sie bestehen aus un-geschälten, 5 — Kam starken Stangen, welche durchin Einschnitte gepaßte Stricke verbünden sind u. auf2 starken Querbalken ruhen. Unter der Tenne istein grobes Tuch gebreitet, welches die durchfallen-den Körner anfnimmt, während um die Tenne Anf-satzbretter angebracht sind. Beim Transport von n.nach dem Felde werden die Tennen znsammenge-rollt n. aus den Wagen geladen. Mode.
Schculicnkanz, so v. w. Steinkauz: s. Eulen.
Tchcnrcn, Johann Kaspar Nepomuk, be-lannter Landschaftsmaler, geb. 22. Ang. 1810 inNachen; erhielt seinen erstenKnnstunterricht vonsei-nemVater, einem Miniaturmaler, besuchte 1829 bis1835 die Düsseldorfer Akademie n. wurde 1856 Pro-fessor. Er bereiste Deutschland, Holland, Tirol undOber-Italien, bildete sich nach Lessing n. Schirmern. dann ans all diesen Eindrücken eine eigeneKnnst-weise, die nicht blos romantisch, sondern geradezuphantastisch genannt werden darf. Er liebt selteneEffecte u, schwärmerische Motive u. concentrirt dasLicht gern ans einen einzigen Punkt, producirt mitaußerordentlicher Leichtigkeit, worüber er selber niezur rechten Ruhe kommt und auch Andere nie dazukommen läßt. Den freiesten Spielraum läßt S. sei-ner Phantasie in seinen überaus beliebten, von Launen. Gedanken wahrhaft übersprudelnden Arabesken-zeichnnngcn, die allezeit geschmackvoll u. elegant sind.In seinen Landschaften erscheint die Natur dichterischverklärt, über denselben jene Feiertagsstimmnngansgebreitet, mit welcher der echte Künstler die Sta-tur anschant u. wiedcrgibt. Seine Aquarelle sindSchöpfungen wahren poetischen Zaubers, die denBeschauer mit den einfachstenMitteln traumhaft ge-langen halten und an ihm eine Welt von Sagen u.Geschichte vorüberführen. Am liebsten behandelt S.dieRheinlandc n. führt auch dieNadirnadcl so geist-reich wie Wenige. (50 Nadirungcn S-s, Mannh.1842, billige Ansg. Düsseld. 1878.) Regnet.
Scheveningcn (Schevelingen), Fischerdorf undScebadeort an der Nordsee im Bez. Haag der nie-derländischen Prov. Südholland; 3 Icm vom Haag,mit dem es durch eine Doppelallee und Pferdebahn
— Schiavvnc.
verbunden; es hat die besuchtesten und elegantestenSeebäder der Nordsee ans dem Continent, schönesKurhaus, zahlreiche Villen, herrliche Spaziergängeam Strand und in den benachbarten Waldungen;Rennbahn, Leuchtthurm, Obelisk zur Erinnerungan die Rückkehr Wilhelms I. 1813; (1875) 7965Ew. Seit 1853 istS. durch einen unterseeischen Te-legraph mit der englischen Küste verbunden. Hier8. bis 10. Ang. 1653 Niederlage der niederländi-schen Flotte unter Tromp, welcher hier blieb, durchdie englische unter Monk. 1673 Sieg de Rnhtcrsüber die vereinigte franz. u. engl. Flotte. S-Hroot.
Schcvenkloet, so v. wie Richtsteig des Land- u.Lehnrechts.
Schcwiväl (arab.), Name des zehnten Monatsim mohammedanischen Jahre, der aus den Ramadhanfolgt u. mit dem großen Beiramfeste beginnt.
Scheyern, Dorf im Bez.-Amt Pfaffenhofen desdaher. Regbcz.Oberbayern; Benedictinerkloster mitlatent. Schule n. Knabenseminar; 1875: 1045Ew.Das Kloster war ursprünglich die Stammburg der inBayern berühmten Grafen vonS. DieBnrg wurdeerbaut von Arnulf II., dem Sohne Arnulfs des Bö-sen, Herzogs von Bayern, weichem eigentlich nachder Entsetzung seines Bruders Eberhard und nachdem Tode seines Oheims Berchthold 947 das Her-zogthum Bayern gehörte, welches aber der KaiserOtto I. seinem Bruder Heinrich gab. Arnulf selbstn. seine Nachkommen führten den Titel PfalzgrafenvonBayern. Er empörte sich mitLndolf vonSchwa-ben n. Konrad von Schwaben gegen den Kaiser n.den Herzog n. fiel bei einem Sturme gegen Regcns-bnrg 954. 1124 verwandelten die Grafen von S.ihre Burg in ein Kloster, das sie den Mönchen deraufgehobenen Usenhofer Abtei übergaben, und ver-legten ihren Sitz nach Wittelsbach, nach dem sie sichauch nannten. Otto von Wittelsbach, cinNachkommeArnulfs II., erhielt 1180 das Herzogthnm Bayernund wurde der Stammvater des jetzigen bayerischenKönigshauses. Die Ahnen der bayer. Regenten lie-gen in der Kirche zu S. begraben, es sollen deren an120 sein. Die Gruft wurde 1291 geschlossen. 1830wurde dasKloster aufgehoben u. verkauft, 1833 abervom König Ludwig ans eigenen Mitteln znrückge-kauft, wieder hergestellt, neu dotirt, mit Benedikti-nern besetzt und wieder zur Fllrstengrnft bestimmt.Vgl. GrafHundt, KlosterS., Münch. 1862. H.Berns.
Srhiaparelli, Giovanni Virginia, italien.Astronom, geb. 1835 in Savigliano, Direktor derSternwarte Brera in Mailand, machte seinen Namenhauptsächlich durch seine Untersuchungen über denZusammenhang der Kometen mit den Sternschnup-pen bekannt, wofür er 1868 von der Pariser Aka-demie die Lalande - Medaille erhielt. Diese zuerstSecchi brieflich mitgetheilten Untersuchungen si::Sabgedrnckt in Bd. 5 der Meteorologischen Bulletins-des (-ollsAiolkoinano, sowie in den Ikotssriüoasioniintorno aUateoriastsIIsatollo Lastauto, Flor. 1867,deutsch: Entwurf einer astronomischen Theorie derSternschnuppen vonG.v.Bognslawski,Slett. 1871.S. entdeckte auch 1861 den Planetoiden Hesperia u.schr.ferner: Die Vorläufer des Copernikus im Alter-thum, deutsch von Curtze, Lpz. 1876, sowie noch eineReihe kleinerer astronomischer Abhandlungen. Specht.
Schiavöne, k) Andrea Mednla (Medola,Meldolla), italien. Maler u. Nadirer, geb. 1522 zu