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Schaftcckc
Schaftecke, s. Lausfliegen.
Schafthalin (Schastheu), so v. w. Lgnisotnm.
Schafthcu, so v. w. Lgniostum.
Schafwasser (I-ignor amnii, Fruchtwasser), diein dem Sacke der Schafhaut enthaltene Flüssigkeit,welche die Frucht unmittelbar umgiebt. Es ist klarod. molkig trübe, hat einen faden Geruch u. in dem-selben schwimmen kleine, aus abgestoßenen Ober-hautschüppchen u.Hantschmiere der Frucht bestehendeFlocken n. Wollhaare. Im Beginne der Schwan-gerschaft ist seine Menge geringer wie in den späterenSchwangerschaftsmonaten; zur Zeit der Geburt be-trägt seine Quantität durchschnittlich 1 KZ. Übri-gens schwankt seine Menge bedeutend; so beobachteteman in einzelnen Fälle» Mengen von 5—6 inanderen nur wenige Eßlöffel voll (trockene Geburten).Das S. reagirt alkalisch n. besteht aus Wasser, et-was Eiweiß, Harnstoff n. einigen Salzen: der Harn-stoff stammt her voit den Urinentleerungen der Fruchtund ist gegen Ende der Schwangerschaft erheblicheran Menge, wie zu Anfang derselben. Die übrigenBestandtheile der S. sind Ausschwitzungen aus denCapillaren der Grenzmembran des Frnchtkuchens,in den letzten Schwangerschaftsmonaten werden die-selben durch den Urin der Frucht vermehrt und istdarum das S. zu dieser Zeit dünner, gehaltloser.Das S. hat den Zweck, die Eihöhle genügend aus-gedehnt zu erhalten, damit Verletzungen der Fruchtverhütet». dieBewegnng ».Entwickelung der Fruchtungestört geschehen kann. Zugleich werden durchdas S. die Schwangerschaftsbeschwerden der Muttergemäßigt und bei der Geburt in schoneudster Weisedie Eröffnungen der Geburtswege herbcigeführt, in-dem es die Eihäute in Gestalt einer Blase in denMutterhals eintreibt. Der bei Beginn der Geburtvor dem Blasensprunge, d. h. dem Einrisse derSchafhant, öfters schon einige Tage vor der Geburt,nicht selten stattfindends Erguß von Flüssigkeit ausden Gebärorganen wird falsche Wässer genanntu. rührt gewöhnlich von einer Flüssigkeitsansamm-lnng zwischen Gebärmutter u. Eihäutcn her. Kunze.
Schafzecke, s. Lausfliegen.
Schnguna, Andreas, Freiherr von, Erz-bischof der Rumänen in Siebenbürgen, geb.20. Dec.1808 zu Miskolcz in Ungarn von rumänischen El-tern, wurde, nachdem er in Werschctz stndirt hatte,Professorder griechisch-katholischen Theologie in Kar-lowitz, 1845 Archimandrit des Klosters Covil, 1847Erzbischof und Metropolit der griechisch-katholischenRumänen Siebenbürgens in Hermannstadt. Alssolcher that er viel für Bildung des Clerus n. ver-trat die Rumänen kräftig im österreichischen u. un-garischen Reichstag. Er st. 28. Juni 1873 in Herr-maunstadt. Sein Compendium des kanonischenRechts erschien deutsch Hermannst. 1869. Löffler.
Schah (pers.), König, Titel der Fürsten in Per-sien, Afghanistan und der ehemaligen Herrscher immohammedanischen Indien. In der Türkei in derZusammensetzung Padi-S. Titel des Sultans.
Schahdschahanpur (Schahdjehanpore), 1)District der Div. Rohilkand der indobrit. NWPro-vinzen, im nördl. Theil stark bewaldet, im slldl. sehrfruchtbar u. angebant; 4462fsZlcm n. 949,579 Ew.,theils Rvhilla, theil« Hindu. 3) Hauptstadt davon,ein weitläufig gebauter Ort mit vielen Ruinen, ander Eisenbahn Lucknow-Mnradabad; 72,140 Einw.
— Schall.
Schahname, s. u. Firdusi.
Schahpur, so v. w. Sapor.
Schah Rokh, der vierte Sohn Timnrs, schon beiLebzeiten seines Vaters durch kriegerische Tüchtigkeitausgezeichnet, und Statthalter von Khorasan, über-nahm nach seinem Neffen 1415 die Regierung desMongolenrciches, dessen Macht er bis zu seinemTode, 1446, noch aufrecht erhielt. Er war ein durchGerechtigkeit u. Freigebigkeit ausgezeichneter Fürst.Zur Hauptstadt erhob er Herat, das er wesentlichverschönerte. Thirlemann.
Schahrnd,Stadtinderpers.Prov.JrakAdschemi,östlich von Teheran, am Krenzungspnnkt wichtigerHandelsstraßen, 1100 mü.d.M.; etwa 15,000 Ew.Hier das Grabmal Bajesids 1.
Schakal, Oanls anrsns Hundeart, Mit-
telfo.rm zwischen Wolf, Hund u. Fuchs. Gelbgran;Kopf dem des Wolfes ähnlich, doch ist die Schuanzelänger; Ohren spitz, Schwanz buschig. NAfrika,WAsten n. SEuropa. Lebt gesellig in Heerde», diebei Tage versteckt im Gebüsche n. Gebirge sich auf-halten n. des Nachts in Gehöfte n. Dörfer einbre-chen. Auch gibt es umweltliche S-e, so 0. latrans§»r., in NAmerika, Präriewolf. Farwick.
Schäkel, das Verbindungsglied einer Kette.
Schale, dis hornartige Bekleidung des unterenTheiles des Fußes bei Wild u. anderen Thiereu mitgespaltenen Klanen.
Schalenblende, Zinkblende von schaliger Zu-sammensetzung.
Schalk, im alten Deutschland Leibeigener, Die-ner, Knecht, daher Mariscalc (jetzt Marschall),der Aufseher über die Pferde, Senescalc (jetzt Se-neschall), der älteste Diener. Mit S. bezeichnet mauauch einen Menschen, welcher die Fertigkeit besitzt,unter dem Scheine eines unschuldigen VerhaltensAnderen zu schaden n., sei es ans Bosheit od. zumScherz, mit Hilfe von heiterer Verstellung listigeStreichs ausllbt.
Schalkau, Stadt im Kreise Sonneberg des Mei-ninger Oberlandes, an der Jtz, gothische Kirche, Fa-brikation von Sonneberger Waaren (spielwaaren),etwas Kunstweberei, bedeutender Hopfcnbau; 1512Einw. Dabei auf einem Berge die Ruine derSchanmburg.
Schalke, Fabrikort im Kreise Bochum des preuß.Regbez. Arnsberg, unweit Gelsenkirchen, Stationder Köln-Mindener und Berg.-Märk. Eisenbahn;große Eisenwerke (Fabrikation von Maschinen, Walz-eisen, Telegraphendraht, Drahtstiften), chemischeFabrik, Glas- n. Spiegelfabrikation, Kalkbrennerei,Gas- n. Wasserwerke, bedeutender Steinkohlenberg-bau; 1878: 8300 Ew.
Schalken, Gottfried von, berühmterholländ.Genremaler, geb. 1643inDortrecht, st. 16. Nov. 1706im Haag; Schüler Samiels von Hoogstraaten undGer. Doms, lebte früher in England, dann im Haagu. malte Bildnisse u. kleine historische Gemälde, vor-züglich aber Nachtstücke, durch Kerzen- n. Lampen-beleuchtung berühmt, übrigens nicht ganz frei vonManier. Gemälde von ihm sind in den Galerien vonWien, Dresden, München, Amsterdam, Haag undverschiedenen in England. Auch die Radirnadel führteer mit Gewandtheit. Reg,ist."
Schall (siehe die beiliegende Tafel), jede Erschüt-terung, welche durch einen elastischen Körper bis zu