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Saturualia.
barer Durchmesser etwa 20 Sec., in der Nähe seinerConjunction nur 15 Sec. Seiner laugen Umlaufs-zeit wegen ändert er seine Stellung zwischen den Fix-sternen nur sehr langsam u. verweilt etwa 2^ Jahrin demselben Zeichen des Thierkreises; daher kommtdie Erde immer nach etwa 1 Jahr 12 Tagen 20Stunden wieder in gleiche Stellung zu ihm u. zurSonne. Wenn er den Oppositionen nahe kommt,wird er etwa 130 Tage rückläufig. Die Schnellig-keit sciner.Bewegnug beträgt etwa 1H Meile in einerSecnnde. Seine aus dem scheinbaren Fortrückendunkler Flecken (Wolken) abgeleitete Achsendrehungdauert nur etwa 10H Stunden; daher seine bedeu-tende Abplattung, die nach Befiel ^ beträgt. DieEbene des Äqnawrs des >s-s ist gegen die S-bahnum nahe 31" geneigt; es mußte also unter sonst glei-chen Verhältnissen der Unterschied der Jahreszeitenaus dem S. bedeutend größer sein, als auf der Erde.Die Sonne erscheint daselbst nur als eine Scheibevon Spinal so kleinem Durchmesser n. leuchtet 90malschwächer als auf der Erde. Die spektroskopische Un-tersuchung hat ergeben, daß S. eine Wasserdampfenthaltende Atmosphäre besitzt. Eine der merkwür-digsten Erscheinungen am Sternenhimmel ist dasRing syst ein des S., welches den Planeten in derEbene seines AcguatorS, frei im Raume schwebend,umgibt. Dasselbe wurde zuerst von Galilei kurz nachErfindung der Fernröhre 1612, jedoch so undeutlichgesehen, daß er Len S. ans drei an einander befestig-ten Körpern (Latmrnns trikormis) zusammengesetztglaubte; erst Hnygens entdeckte 1655 n. veröfsent-lichte 1659 im L/otoma Laturnium, daß S. voneinem frei schwebenden Ringe umgeben sei. Cassinibemerkte ferner 1715, daß dieser Ring aus zwei voneinander gesonderten bestehe; gewöhnlich wird dieseEntdeckung jedoch William Herschel zugeschrieben,welcher sie 1789—92 genau beschrieb. Stach Struveist der Halbmcsser des S. am Aeqnator 8545 Meilen,darauf folgt nach einem leeren Zwischenraum von4122 Meilen der erste Ring mit einer Breite von3708 Meilen, darauf nach einem Zwischenraum von387 Beeilen der zweite Ring mit einer Breite von2283 Meilen. Die Dicke der Ringe ist äußerst ge-ring; ihre Lichtintcnsität ist größer als die des S.selbst, und der äußere ist noch Heller als der innere.Der äußere Ring ist ferner nach neueren Beobach-tern (Short, Kater, Encke), durch feine, concentrische,schwarze Linien gctheilt, die indessen veränderlich zusein scheinen, was darauf hindemet, daß die Ringeans einer dem Wasser an Verschiebbarkeit der ein-zelnen Thcile vergleichbaren Materie bestehen. End-lich hat der Amerikaner Bond u. säst gleichzeitig derEngländer Dawes 1850 in dem Zwischenräumezwischen S. n. dem oben beschriebenen inneren Ringenoch einen dritten concentrischen, aber weit licht-schwächeren Ring entdeckt, welcher etwa den drittenTheil jenes Zwischenraumes ansfüllt. Die Ebenendieser Ringe, mit der Ebene des Äquators des S-snahe zusammensallend, haben gegen die Ebene derEkliptik eine Steigung von 28" und die Länge seinesaussteigenden Knotens berrägt 167", des absteigen-den 349". Befindet sich also S. im östl. Theile desSternbildes des Löwen oder des Wassermanns, sogeht die Ebene der Ringe gerade durch die Sonne;die letztere beleuchtet dann nnr den scharfen Randdes Ringes n. dieser ist dann von der Erde ans nnr
durch die besten Fernröhre als eine äußerst feinegerade Linie sichtbar. In Len um 90" von den Kno-ten abstehenden Punkten dagegen ist die nördl. odersüdl. breite Fläche der Ringe der Sonne mehr znge-wendet, sie erscheinen dann von der Erde ans alszwei Henkel, durch deren dunkle Öffnung auch dahinterbefindliche Fixsterne beobachtet worden sind. Völligunsichtbar wird der Ring für uns, wenn seine Ebenenach der Erde gerichtet ist, oder wenn der Erde dienicht beleuchtete breite Seite des Ringes zugewendetist. Beides kann wegen des verhältnißmäßig kurzenAbstandes der Erde von der Sonne nnr dann ge-schehen, wenn S. nahe dem Knotenpunkte seinesRinges ist, so daß es vorkommt, daß der Ring inner-halb eines Jahres dreimal verschwindet und wiedersichtbar wird, nachher aber sieben Jahre laug sicht-barbleibt. Durch Beobachtung klcinerllnebenheiten,die man wahrnimmt, wenn die scharfe Kante desRinges erleuchtet ist, hat Herschel eine Rotation desRinges gefunden, welche in 10^ Stunde vollendetwird. Der Mittelpunkt des Ringes fällt nicht mitdem S-mittelpnnkt zusammen, sondern ist etwa 200Meilen excentrisch (Schwabe, Struve). Der S.wirdaußerdem noch von acht sehr kleinen Trabanten (S-monden) umkreist. Hnygens fand den 6. (größten)zuerst 1655, dann Cassini 1671—84 den 8., 5., 4.u. 3.; Herschel 1789 den 1. u. 2., endlich entdeckte»den 7. am 16. u. 19. Scpt. 1848 Bond in Cambridgen. Lasset in Liverpool. Sie heißen, vom S. aus ge-rechnet, nach der Reihe: Mimas, Enceladus,Tethys, Dione, Rhea, Titan, Hyperio»,Japetns. Die Größe der S-trabanten ist noch nichtmit Sicherheit ermittelt worden. Ihre Entfernun-gen vom S. sind, wenn man den Halbmesser desS-s — 1 setzt, nach der Reihe 3,gs„, 4,^, 5,^,
6,839«' 6,8328' -2, ,430, 28,go, 64, 189 g; der nächste ist
also etwa -5°, der entfernteste lOmal so weit vom S.entfernt, als der Mond von der Erde. Von den S-mondcn aus, zumal den näheren, muß S. von eineraußerordentlichen Größe, u. zwar von dem nächstenaus, unter einem Sehwinkelvon 24"54', jaderNingsogar im Durchmesser von 54" 42' sich darstellen, sodaß dieser fast H des Gesichtskreises einnehmen muß.
Die siderischen Umläufe sind, nach Erdenzeit bestimmt,für de» 1 . Laturnuwnd: — T. 22 St. 37 Mi». 22 ,» Sec.;
für de» 2. „ : 1 „ 8 „ 5» „ ll,7 „ ,3
für de» 3. „ : 1 „ 21 „ 18 „ 25,7 „ 7
für de» 4. „ : 2 „ 17 „ 41 „ 8,» „ 1
für de» 5. , : 4 „ 12 „ 2g „ 10,s „ ;
für de» ü. „ : IS „ 22 „ 41 „ 2S,r „ ;
für de» 7. „ : 22 „ 12 „ S „ S „ :
für de» 8. . : 7!1 „ 7 „ 53 „ 40, i „ .
Wahrscheinlich kehren die S-monde, wie die Ju-piter n. der Erdmond, dem S. während ihres Um-laufs immer dieselbe Seite zu. Die Ebenen derBahnen der 6 ersteren S-mondc liegen in der Ebenedes S-rings u. haben also, wie dieser, eine Neigunggegen die Ebene der S-bahn von 30". Auch ihre :Knoten liegen vom S. ans in einer Richtung. Die iBahn des äußersten aber hat nur eine Steigung von22° 42' u.ihre Knoten sind über 21" von denen derübrigen S-monde entfernt. Finsternisse der S-mondekommen bei der starken Neigung ihrer Bahnen gegendie Ebene der S-bahn weit seltener vor, als bei LenJupitermonden u. es ist überhaupt nur bei dem 4.eine beobachtet worden. Specht.
Saturnalra, altlatin. Fest, dem Saturnus,dem verborgenen Gott derTiese, dem Segenspender