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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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8Äprol6AniLLSi».s Saragossa.

8sprologniacoss, Ordnung der Pilze, welche imt Wasser wachsen u. vorzugsweise auf todtenJnsectcn

s schmarotzen; sie bestehen meist aus laugen cylindri-

t schm Zellen, an welchen die Oogouim u. Zlntheri-

! dien als Ausstiilpungeu hcrvortreten; die einen be-sitzen unterhalb der Oogonien Ncbeuäste, welche diej Antheridicn tragen, die anderen nicht. Die eine. od. mehrere Oosphärcn enthaltenden Oogonien sind! bisweilen durchlöchert; öfter besitzen sie hcrvortre-! tende Papillen, an welche die Antheridien heran-

! wachsen. Wenn die Antheridien die Papillen (Be-

! fruchtungswarzen) berühren, oder durch die Löchereindringcn, so treiben sie kleine Befruchtungsschlänche,welche biszndenOospharcn od.BefrnchtnngskngclnVordringenu, dieselben befruchten. Bisweilen kommtbei 8., welche undnrchlöcherte Oogonien und keineAntheridien entwickeln, doch Oosporenbildnng vor;es ist dies einer der wenigen Fälle, wo Parthcnogc-nesis entschieden nachgewiesen ist; noch ist zu bemer-ken, daß die parthenogenetisch erzeugten Sporenfrüher keimen als die durch Befruchtung entstandenen.Außerdem erfolgt Vermehrung durch Bildung vonSchwärmsporcn. E»gkr.

Saprophyten, Fänlnißbewohner, werden die-jenigen Hysterophyten, od. von organischen Stoffenlebenden Pflanzen genannt, welche nicht wie dieParasiten von lebenden Zellen anderer Pflanzen od.Thiere ihre Nahrung beziehen, sondern von bereitsabgestorbenen Zellen od. derenZersetzungsprodncten,wie z. B. viele Spaltpilze, die meisten Schwämme,Usottia, Lorallorrirms, u.A.; indessen ist die GrenzezwischenS.n. Parasiten keine scharfe n. es gibt Pilze,diesowolparasitischals saprophytischvegetiren. Engkr.

Sara(Sor), schöner Wasserstnrz der Sarn imBezirk Saraans des schweizer. Kantons St. Gallen.

Sara, s. Sarah.

Sarabande, ursprünglich spanischer, gravität-ischer Tanz nach Art der Menuette, vielfach in denSuiten als Tanzmelodie angewendet.

Sarabat (im Alterthum Hermos), 270 Lm lan-ger Fluß in Kleinasien, entspringt auf dem MnradDagh (Vilajet Chodawendikjar) und mündet in denMeerbusen von Smyrna.

Saraeencn(Sarazencn, Sarracenen, wahrschein-lich ans dem arab.solnrM, dienstlichen), iui späterenAlterthum (zuerst bei Ptolcmäos und Aminian) derName eines räuberischen Stammes im nördlichen^.rabia, kslix, der mehrfach mit den Römern in Con-flict kam, schon im frühen Mittelalter auf die ge-sannnten Araber n. dann auf alle Mohammedaner,mit denen die Christen in Spanien, Afrika u. AsienKrieg führten, übertragen; endlich alle nichtchrist-lichen Völker, gegen welche das Kreuz gepredigtwurde; so ist von preußischen S. im Mittelalter oftdie Rede. Thiclemaiiu.

Snrnfan, der zur russ. Nationaltracht gehörendeRock der Bäuerinnen.

Sarafschan, so v. w. Serafschan.

Saragossa(Zaragoza),1)ProvinzdesspanischenKönigreichs Aragonien, wird begrenzt von Huesca,Lerida, Tarragona, Ternel, Soria und Navarra;17,112 Hj lem (310, Hj M) mit 1800: 390,501Einw. (1871: Berechnung 402,713) (auf 1 Hjlem23, in ganz Spanien 33). Die Provinz, den größ-j ten Theil des Ebrobassins umfassend, ist meist ebenund öde; am besten angebaut ist das Gebiet zwi-

schen Ebro, Kaiserkanal und dem Kanal von Taufte,die Gegend um Tarazona, Borja und Carinena,sowie die Thäler des Jalon und Gallcgo. Sie er-zeugt Weizen, Öl, Wein, Südfrüchte, Obst, Gemüse,Hanf und Safran und hat viel Salz (Salinenzu Bnjaraloz, Castellar, Nenwlinos, Sastaja:c.),Antimon, Blei u. Kupfer und viele Mineralquellen.Eisenbahnen: zusammen etwa 150 Icm. 2) Haupt-stadt darin, in einer sehr fruchtbaren Ebene, mittenin Olivenhainen, rechts am Ebro, an der Mündungdes Gallego und des Hnerva und am Kaiscrkanal,Station der S.-Barcelona- und der Madrid-S.-Eisenbahn. Über den Ebro führt eine steinerne Brückemit 7 Bogen. Sie besteht, mitAusnahme der durchdie Franzosen zerstörten n. später neu anfgebautenStraßen, ans einem Gewirr von ziemlich finsteren,altcrthümlichen Gassen, ist von einer alten Mauer(mit Thürmen n. 8 Thoren) umgeben, wird durchdie an der WSeite gelegene Citadelle Castillo de Al-jaseria, ehedem die Residenz der maurischen u. christ-lichen Könige von Aragonien, dann Sitz n.Gefäng-niß der Inquisition, vertheidigt n. außerdem durchdie Batterien des ehemaligen Klosters Santa En-gracia beherrscht. Auch die Vorstadt ist befestigt, -s.ist Sitz des Generalcapitäns von Aragonien, einerköniglichen Audienz», der Provinzialbehörden undeines Erzbischofs, hat 2 Kathedralen, nämlich NnestraSenora del Pilar (d. i. Unser Lieben Frauen zumPfeiler) od. die Catedral de la Virgen, ein ans dem17. Jahrh. stammendes, prachtvoll ansgeschmücktcs,aber in wunderlichem Stile ausgeführtes Bauwerk,mit fünf Kuppeln und wnnderthätigem Marienbildeans einer Säule von Jaspis, zu welchem ganz Ara-gonien wallfahrtet, und die erzbischöfliche gothischeMetropolitankirche S. Salvador od. die Catedral dela Seo, mit fünf Schiffen, aus den ältesten Zeitenderchristlichen Kirche,außerdem 19 Pfarrkirchen n,12Nonnenklöster, die Lonja oder den alten Börsenpalast(mit einer von50 dorischen Säulen getragenen Halle),die Torre nncva (ein schief stehender Thurm, derhöchste der Stadt), Universität (gestiftet 1474) mitBibliothek, eine Akademie der schönen Künste (1776gegründet) mitLehrstühlcnfür Mathematik, Chemie,Botanik, Nationalökonomie n. Landwirthschaft, einejuristische n. eine medicinisch-chirnrgisch-pharmacen-tische Akademie, mehrere Collegien für höheren Un-terricht,Priesterscminare.Thierarzneischnle, Theater,großcsHospital n. zahlreiche andere Wohlthätigkeits-anstalten; Fabriken in Leder, Wolle, Seide, Sal-peter, Seife, Chocolade, Hüten, Knöpfen rc., lebhaf-ten Handel; 1800: 58,978 Ew. S. hieß im Al-terthum Saldnba und soll von den Phönikern ge-gründet worden sein. Es erhielt 27 v. Chr., woAugnstus eine Colonie dort anlegt, den Namen-sarangnsta (Oassarsg. ^mAnsta) und wurde SitzeinesObergerichtshofcs, zu welchem 152 Gemeindengehörten. 255 kommt der erste christliche Bischof vonS.vor. 712 bemächtigten sich die Araber unter Mnsader Stadt n. nannten sie Sarakoscha. 1118 gewannAlfons I. dieStadt den Christen wieder. 1317 wurdeder Bischof zum Erzbischof erhoben. Im SpanischenSuccejsionskriege nahm S. Partei wider Philipp V.für König Karl III. von Österreich, wurde aber 24.Mai 1707 vomHerzog vonOrlöans besetzt n. mußtesich Philipp V. unterwerfen. Bei S. 20. Ang. 1710Niederlage Philipps V. durch Karl III. In neuerer