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Sappcmholz — Sappho.
Gatt, tropisch: tltzrg'sopliz'llum, Licisroxzston, 2u-mslia, tLrZanis,, ^.etzras, Lnouma, Laosia, Llimu-sops, Iwdriearia, OmMalooarpns u. A. Eogler.
Sappanholz, s. tkassalpinia II. Nothholz.
Sappe (v.span, xappa, franz. ss-ps, dieses wahr-scheinl. aus dem griech. ^c-7ia>y Grabscheit) (hierzuTafel) die Laufgrabenarbeiten, mit denen der Belage-rer sich nachu.nachder Festung nähertfs.FestuugskriegI. bi.). Man unterscheidet 1) flüchtige Erd-S-n(Fig. 1 ),bei welchen die Arbeiter längs einer durch einweißes Band bezeichueten (tracirten) Linie mit zweiSchritt Distance angestellt werden u. den Boden ansdem Graben feindwärts alsBrustwehr anfwerfen. DerGraden erhält bei der ersten Arbeitsschicht 1,25 inTiefe, die Brustwehr l in Höhe, durch Erweiterungdes Grabens in späteren Arbeitsschichten und Ver-stärkung der Brustwehr ergibt sich das Profil derParallelen wie in Fig. 3. 2) Flüchtige Korb-S-n (Fig. 2), bei welchen die Arbeiter S-nkörbelängs der tracirten Linie setzen und den ans demGraben genommenen Boden in und vor die Körbewerfen, um auf diese Weise schneller Schlitz gegendas feindliche Feuer zu erreichen. Gestattet das letz-tere nicht mehr ein ungedecktes Anstellen von Arbei-tern, so muß 3) die völlige S. oder Erdwalzeangewandt werden (Fig. 4 bis 7), bei welcher dieArbeiter gedeckt im Graben stehen und denselbenschrittweise unter dem Schutz einer deckenden Erd-niaske wciterführen. Die Deckung nach vorwärtsheißt Tbtendeckung, die nach der Seite aufge-worfene Brustwehr Seitendeckung. Je nachdemdie Seitendecknng nur auf einer od. ans beiden Sei-ten hergestcllt wird, unterscheidet man die einfache(Fig. 4 n. 6) n. die doppelte (Fig. 5 u. 7) Erd-walze. Wenn bei Anwendung der doppelten Erd-walze eine Traversirnnguothwendig wird, um feind-liche Schüsse in der Längsrichtung der S. abznhal-ten, so erhält die S., nach Maßgabe der Form derTraversen, den Namen Traversen-S. (Fig. 5)od. Wnrfel-S.; bei der erstersn kann man um dieTraverse nur auf einer Seite, bei letzterer auf beidenSeiten hernmgehen. Wird eine doppelte S. zumSchutz gegen feindliches Wursfener eingedeckt, sonennt man sic bedeckte S. Zur Krönung des Gla-cis der angegriffenen Festungswerke wird eine Tra-versen-S. angewendet, welche auf etwa ümAbstandvon der Glaciskrete mit dieser gleichlaufend geführtwird. Dieselbe wird Krönungs-S. oder Cou-ronnement genannt. Der Abstand der Traversenrichtet sich nach dem Defilement, ihre Länge u. Stärkebeträgt 7 in. Über die Einrichtung der S-n zurVertheidiqnua u. zur Unterkunft der Truppen vgl.Festnngskrieg I. L. 3—5. l-
Sapp entzünd el, Leine Art von Faschinen, s. d. s).
Sappeurs (franz.), die Soldaten, welche zurAushebung vonSappen vor einer Festung bestimmtsind; dann so v.w.Feldgenietruppen, s. a. Pioniere.
Sapphir (Saphir), 1) Varietät des Korunds (s.d.). Bisweilen zeigt der S. einen ausgezeichnetensechsstrahligen Lichtschein, welcher durch Anschlcifenerhöht wird (Stern-s., Asterie, S-asteric). Der S.dient in reinen Varietäten, in Nosetten- u. Brillant-form geschliffen, als geschätzter Edelstein, dessen Werthsich nach Reinheit, Farbe und Größe richtet. Einenausgezeichnet großen S. von schön blauer Farbe fandnian in der Nähe des Schlosses Clusel im Dep. der
Ober-Loire; er wiegt 165 Karat und wurde aus1Z Mill. Frcs. geschätzt. Der S. (Sapphiros) derAlten war der Impis laruki (Lasurstein), mit golde-nen Punkten, welcher am schönsten im IndischenKaukasus gefunden wurde. Die Griechen schätztenden S. dem Diamant fast gleich und schnitten ihn,S-e holte man bes. von der Insel Sapphiriue imArabischenMeer, daher der S. seinen Namen erhal-ten hat. 2) Brasilianischer S. ist lichtblauer ed-ler Topas. Lehmann.
Sapphische Strophe, in der lyrischen Poesieder Alten u. der antitisirenden deutschen Dichter dienach Sappho benannte rhythmische Periode, welcheans drei nach einander wiederholtenSapphischen
Versen (_^_!_und einem
AdonischenVerse (^.^^,^,^) besteht, also folgen-des Schema hat:
z. B. Bald, wie Glnth fortglimmt in der Asch', amWindhauch
Fünkchen hellt, roth wird und in Feuerflammen
Licht und Wärm ausgießt: so erhub der MenschheitSchlummernder Geist sich.
Sie wird bes. als Ausdruck ruhiger Würde ange-weudet. Riese.
Sappho, 1) griech. Dichterin, geb. in Mytileneod. Eresos aufLesbos, lebte um 628—568 v. Ehr.;sie war mit einem reichen Andrster vermählt, welchemsie eine Tochter, Klais, gebar. Später sammelte siein Mytilene einen Kreis von Mädchen und Frauenum sich, welche sie in der Musik u. Poesie unterrich-tete. Nach einer bes. von den attischen Komödien-dichtern genährten Sage war sie im Punkt der Liebeallzu freisinnig u. führte nach dem Tode ihres Man-nes ein ausschweifendes Leben; auch habe sie einenJüngling Phaon geliebt, welcher sic aber verließ;sie folgte ihm, n. da sie seine Liebe nicht wieder ge-winnen konnte, habe sie sich verzweifelnd von demleukadischen Felsen ins Meer gestürzt. Nach Einigensoll sich Liese Liebe zu Phaon auf eine spätere S.aus Eresos beziehen. Vgl. Welcker, S. von einemherrschenden Vorurtheil befreit, in seinen KleinenSchriften, II., S. 80 ff. Die Sikulcr errichteten ihreine Bildsäule, die Mytilenäer prägten ihr Bildnißmit dem des Alkäos auf ihre Münzen. Sie schrieb9 Bücher lyrischer Gedichte im äolischen Dialekt, bes.Epithalamien und Hymnen, meist in dem nach ihrgenannten Metrum (s. Sapphische Strophe). Er-halten sind nur zwei Oden (die eine nicht einmalvollständig) n. einzelne Fragmente, auch werden ihrnoch drei Epigramme zngeschrieben. Wir erkennenin diesen spärlichen Resten noch deutlich die anmu-thige Zartheit, die gefühlvolle Innigkeit, aber auchdie heiße Liebesglnth ihrer Empfindung, ebenso wiedie liebliche Weichheit der Sprache, durch welcheVorzüge S. das ganze Alterthum hindurch hohenRuhm genoß. Nachahmung von Catnll ca. 52. Frag«mente hcrausgez. in Bcrgks kootav Iz-rioi Araevi,3. A., Lpz. 1866. Grillparzer u. die Fürstin Con-stanze von Salm-Reisserscheid-Dyk wählten sie zumGegenstand gleichuam. Trauerspiele n.Gounodcomp.das lyrische Drama S. (1850). Vgl. Th. Kock, Al-käos n. S., 1862. 3) S. Asteroiden, Nr. 80. Rieft.
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