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Scipanholz
von Glas u.Glaswaarcn, Drainröhren, Mineralölen,Papier, Fayence, Zucker, Dainastleinwand, Deckenrc.,Seidenweberei, Baumwollenspiuuerei ».Weberei,Bramitweinbreunerei, Bierbrauerei; ferner gibt eszahlreiche Kalk- und Ziegelbrennereien, Töpfereien,Getreide-, Öl-und Lohmühlen rc. Der Gestimmt-Werth der industriellen Prodncte beträgt etwa 80Milk. Frcs. jährlich. Der Handel ist sehr lebhaft,namentlich mit Wein n. den übrigen Landesproduc-ten. Volksbildung: 1872 gab es im Dep. unter100 Bewohnern über 6 Jahre 32,gUnnuterrichtete,in ganz Frankreich 33,Eintheilung in 5 Arr., zu-sammen mit 50 Cantoncn u. 589 Gem. Hauptortist Macon. H- Berns.
Sapnitholz, so v. w. Sappanholz.
Saparna (Hanimoo), eine Insel der Molukken,östl. von Amboina, gebirgig, ungefähr 80 Hjlcm n.11,000 malaischcEw. ProductsCocospalmen n. Ge-würznelken. Gleichnam.Hanptstadtimjüdl. Theil,Sitzeines nieder!. Assistent-Residenten, dem auch die be-nachbarteu Juselu(die sogen.Uliassers) unterstellt sind.
Saphir, s. Sapphir.
Saphir, Moritz Gottlieb, früher Moses,deutscher Journalist, geb. 8. Sept. 1795 von jüdi-schen Eltern in demLandstädtchenLovas-Bercny imungarischen Kreise Stuhlweißeubnrg, wo sein Groß-vater Israel Jsonel sich den Familiennamen S. bci-gelegt hatte. Anfangs für die Kaufmannschaft be-stimmt, zeigte er bald eine entschiedene Abneigunggegen dieselbe, ging nach Prag, um auf den dortigenjüdischen Lehranstalten den Talmud zu stndiren, wid-mete sich dann gänzlich der Literatur u. erregte durchsein poetisches, bes. durch sein satirisches Talent Auf-sehen. Er lebte daraus mehrere Jahre in Wien, woer an derTheaterzcitnng mitarbeitete, n. ging 1825nach Berlin, wo er seit 1826 die Berliner Schuell-pvst, von 1827 an auch den Berliner Courier undmehrere humoristische Schriften (Der getödtete unddennoch lebende S., Bcrl. 1828; Kommt her, ebd.1828) heransgab. Als er 1829 Berlin verlassenmußte, wendete er sich nach München, wo er dieHerausgabe mehrerer Blätter (Bazar sür Münchenu. Bayern, 1830—33, u. Deutscher Horizont, 1831bis 33) versuchte, aber mit der Regierung wegeneiniger Stellen, welche ans die Person des Königsvon Bayern bezogen wurden, in Conflict geriet!) u.nach erlittenem Arrest vor dem Bilde des KönigsAbbitte thun mußte. 1830 besuchte er Paris, kehrte1831 nach München zurück, trat dort anfangs 1832zum Protestantismus über, erhielt den Titel Hof-theater-Jntendantur-Rath, gab sür 1834 den Car-neval- und Maskenalmanach heraus. 1834 ginger wieder nach Wien, gab seit 1837 den Humoristenu. seit 1850 denHumoristisch-satyrischenVolkskalen-der heraus, st. in der Nacht vom 4. zum 5. Sept. ^1858 in Baden bei Wien. Von seinen Schriften er-schienen mehrere Sammlungen, so GesammelteSchriften, Stnttg. 1832, 4 Bde.; Neueste Schriften,Münch. 1832, 3 BLe.; Dumme Briefe, Bilder undChargen, Cypressen, Literatur- und Hnmoralbriefe,ebd. 1834; Humoristische Damenbibliothek, Wien1838—41, 6 Bde.; Am Plaudcrtische, Berl. 1843,2 Hefte; Fliegendes Album für ernste n. heitere De-clamatio», Lpz.1846, 2Thle., 3.A. 1858; Conver-sationslexikon fürGeist,Witz n.Humor, Dresd. 1852,2-A.das. 1860, 5 Bde.; Humoristische Abende, Lpz.s
— Sapieha.
1853; Pariser Briefe, Wien 1855; Blaue Blätterfür Humor, Laune, Witz und Satire, ebd. 1855 f.;Wilds Rosen, ebd. 1857; Humoristischer Volkska-lender, ebd. 1856—59 u. a. Zimmermami.
Sapidns, Johannes, elsässischer Humanist,Pädagog n. Dichter aus der Neformationszeit, geb.1490 zu Schlellstadt im Elsaß, studirte in Paris n.brachte dann die Schule in seiner Vaterstadt zu hoherBlüthe. Als er sich offen für die Reformation aus-sprach, mußte crSchlettstadt verlassen u. wandte sich(1520) nach Straßburg. Er konnte aber erst 1538daselbst eine Lehrstelle erhalten u. st. als Kanonicnsdes Thomasstists 8. Juni 1561. Löffler.
Sapirha , fürstliches Geschlecht, von Narimnnd,dem zweiten Sohne des Herzogs Gedimin von Li-tauen (st. 1328), gestiftet, und noch in zwei Linienblühend, deren polnisch-litauische Fürstenwürde1699 vom Deutschen Kaffer anerkannt wurde, rl)Die ältere oder Kodensche, jetzt S.-Kodenski,seit 1831 in Galizien ansässig, erhielt 1840 die An-erkennung ihrer Fürstenwürde vom Kaiser vonÖsterreich und hat ihre Residenz in Krasiczyn beiPrzemysl. L) Die jüngere od.severische Linie,jetzt S.-Rozinski, siedelte sich erst inScverien an,später in Litauen. Merkwürdig sind: Leon, geb.1557, war als Student in Leipzig Protestant gewor-den (trat jedoch 1581 zurKatholischcn Kirche zurück),focht mit König Stephan Bathori 1579 gegen dieRussen u. betrieb nach Bathoris Tode die Wahl Si-gismunds III. von Schweden als König vonPolen;als Großkanzler von Litauen machte er sich durchSammlung und Veröffentlichung des litauischenStatuts (Krakau 1614) um die Gesetzgebung desLandes hochverdient. 1625 wurde er zum Großfeld-hcrrn von Litauen ernannt und führte Len Oberbe-fehl des polnischen Heeres gegen Gustav Adolf vonSchweden, welchem er nach dem Siege bei LiwenDünabnrg, Kreuzburg u. mehre feste Plätze in Kur-land wegnahm. S.st. 7.Juli 1633. Jan Piotr,Starost von Uswiate, geb. 1569, machte unter Het-man Chodkiewicz den Feldzug gegen Schweden mit,wo er sich bes. bei Kirchholm auszeichuete, und zogdann dem falschen Demetrius mit den Polen gegenRußland zu Hilfe, wo er durch seine wilde Tapfer-keit in Rußland gefürchtet wurde; er starb 1611 inMoskau. Unter Johann Sobieski kam die Familie inPolen zu hohem Ansehen und den höchsten Staats-ämtern. Fürst Kazimierz, geb. 1750 in War-schau, in Frankreich militärisch gebildet, proclamirtemit Malachowski die Constitution von 1791, prote»stirte gegen die Targowiczer Confödcration, com-mandirte 1792 die polnische Artillerie, diente 1793u. 1794 unter Kosciuszko, verpflanzte den Aufstandnach Litauen, verließ Polen erst, nachdem alle Hoff-nung hin war, n. st. in Wien 1797. Alexander,geb. 1770 in Paris, erhielt seine Bildung in Polen,widmete sich bes. den Naturwissenschaften, bereistedann die slawischen Länder Österreichs, welche Reiseer 1811 heransgab, n. st. 1812. Fürst Leo, geb. 18.Sept. 1802; war1848Mitglied des Slawencongres-ses in Prag ».Abgeordneter beim Reichstage inKrem-sier, war erbl. Reichsrath u. Laudmarschall für Ga-lizien u. st. 11. Sept. 1878. Jetziger Chef der LinieS.-Kodenski ist: Fürst Adam, geb. 1. Dec. 1828.Chef der Linie S.-Rozinski ist Fürst Johann PaulMex., geb. 18. Juni 1847, Offizier inderbrit. Armee.