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Santillana — Santorin.
besteht größtentheils aus Flachland, bewässert vomSalado u. Dulce, theils ergiebiges Ackerland, theilsSteppe; Klima Heist; Hanpterwerbszmeige Acker-bau, Viehzucht und Weberei. 8) S. del Estero,Hauptstadt darin am N. Dulce, 7775 Ew. 9) Pro-vinz in der slidamerik. Republik Chile, zwischen denProv. Aconcagua, Valparaiso und Colchagua, demGroßen Ocean u. der Argentinischen Couföderation;20,124 micm (365,x sI>M) mit 362,712 Ew.; zer-fällt in 4 Departements n. wird von der EisenbahnValparaiso-Curico durchschnitten; Flüsse: Maipu u.sein Nebenfluß Mapocho; im O. gebirgig durch dieAnden; im ebenen Theile sehr fruchtbar; der Berg-bau liefert Silber u.Blei. 10 ) S. deChile, Haupt-stadt der Provinz n. des ganzen Staates, am Ma-pocho, dessen Wasser durch die Straßen und Gärtengeleitet ist, n. an der vorgenannten Eisenbahn; Sitzder Negierung, der oberstenLandesbehörden u. einesErzbischofs rc.; hat der häufigen Erdbeben wegennur einstöckige Häuser, gerade Straßen, meist mitPferdebahnen; der schönste Platz ist diePlaza deAr-mas,dic öfsentl.Gebäudemeisthübsch imNenaissance-stil, Kathedrale (La Campania), mehrere Klöster n.Kirchen, Universität von 5 Facultäten, Sternwarte,Botanischer Garten, Natioualbibliothek, viele Unter-richtsanstalten, neues Theater,Mnsikconservatorinm,Zollhaus, Münze, Militärakademie, bedeutenderHandel; 1875: 129,807 Ew. S. wurde 1540 vonValdivia gegründet; hier im Febr. 1811 Schlachtzwischen den Spaniernu. Chilenen, u. 5.April1818,wo Letztere ihre Unabhängigkeit errangen. Am 8.Dec. 1863 gerieth die Jesnitenkirche in Brand, wobei2500 Frauen nmS Leben kamen (Denkmal aus derPlaza O'Higgins). D 2) H- Berns. s)-lo) Schroot.
Santillana , Marquis de, s. Mendoza 1).
Santlnr, Giovanni, ital. Astronom, geb. 30.Jan. 1786 in Borgo S.Sepolcro, erst Priester, dannProfessor der Astronomie au der Universität Paduan. Director der Sternwarte daselbst, hat sich bes. vielmit der Bestimmung der Bahn des Biclaschen Ko-meten bei dessen jedesmaliger Wiederkehr u. mit derVerbesserung astronomischer Instruments beschäftigt.Er st. 26. Juni 1877. Bemcrkenswerthe Schriften:Dementi cki astronomia, Padua 1819; Veorioa,ckeg'Ii strmnenti ottiei ässtürati all oetonckere 1vonüni cksUa. visiono naturale, 2 Bde., ebd. 1828;Deila misura ckel tsmpo s ckel mocko äi rsZolars§1i orolo^i oommuni, ebd. 1847. Specht.
Säntis, Gebirgsstock, so v. w. Sentis.
Ssntolina D., Pflauzeugatt. aus der Fam. 6om-xositao-^ntlrsmickvas (XIX. 1.), sehr ästige, starkriechende Halbsträucher mit fieüerschnittigen, dichtgrau-behaarten Blättern und lang gestielten gelbenBlüthenköpsen, deren sämmtliche Blüthen zwitterigsind. Arten im Mittelmeergebiet: 8. (Lamaso^pa-rissuo D., niedriger, buschiger Strauch von ange-nehmem, kamillartigem Geruch; ehedem als Dvrbasantolinas, s. adrotani montani, 8. loeininini offi-cinell, höchst wirksam gegen Würmer, Magenschwächen. zur Vertreibung der Motten u.Wanzen geeignet;8. IraArantismma in Kleinasien, Ägypten
und Persien, das wohlriechende Kraut (Ladouni stAs^oouw) wird nebst Blumen äußerlich u. innerlichu. der Saft eingetröpfelt gegen chronische Augenent-zündungen angewendet. Engter.
Santomischl (Santomysl), Stadt im Kreise
Schroda des preuß. Regbez. Posen, an der Seen-reihe vonBnin; Vieh-, namentlich Schweinehandel;1875: 1325 Ew.
Santo» (türk.), bei den Mohammedanern einHeiliger od. Einsiedler.
Säntona, befestigte Stadt in der span. ProvinzSantander (Altcastilien), auf einer Halbinsel amMeerbnsenvonVizcaya; Hafen,Fischerei; 17l4Ew.
Santönes, Volk im Aquitanischen Gallien, ander Küste zwischen der Mündung der sevre u. Gi-ronde, Hauptstadt Mediolanum (jetzt Saintes); derZnntönum portus lag etwas nordwestl. davon (viel-leicht La Rochelle).
Santonin, Santonsäure, Wurmsamen-bitter, der wirksame Bestandtheil des
Wnrmsamens, krystallisirt in sechsseitigen Prismen.Schmelzpunkt 168—170° 0. Färbt sich im Tages-licht gelb. Unlöslich in kaltem Wasser, löslich in Al-kohol. Geschmack: schwach bitter. Wird in der Me-inem als wurmtreibendes Mittel angewendet. Ingrößeren Dosen bewirkt es Delirien n. bringt nament-lich bei Erwachsenen leicht giftige Wirkungen hervor.Über die Violettblindheit nach dem Genuß von S.s. Farbenblindheit, S. 715. Broglie.
Santorin (Santnrini,..St. Erini, Degirmenlik,früher Thera), Insel im Ägäischen Meer, die süd-lichste der Kykladen, zur griech. Nomarchie Kykladesgehörig, hat 104 Usicm Größe, besteht aus dem huf-eisenförmigen östl. Rande eines großen, thätigenVnlkankraters, dessen höchste Spitze im Jliasbergezu 611 in ansteigt; die Berge sind steil und kahl,wasserlos, von vulkanischen Gesteinen (Bimsstein,Trachyt rc.) bedeckt, leidet sehr an Wasser- n. Holz-mangel, besitzt einige Viehzucht, baut viel u. berühm-ten Wein (Vino 8anto, Santorin), welcher den Haupt-ansfuhrartikel bildet, auch Baumwolle, weniger Ge-treide, treibt starken Wachtel- u. Fischfang; mit dendazu gehörigen Inseln 21,800 Ew. (theils Griechen,theils Katholiken, jede Confession mit eignem Bischof),welche sich durch Thätigkeit n. Fleiß bes. anszeichnen;der Hauptort ist Thera an der Westküste, Sitz einesgriech. und kathol. Bischofs, hat einen Hasen. Ausdem Krater, westlich von S., sind zu verschiedenenZeiten durch vulkanische Hebungen Inseln entstan-den: Thirasia (1573 u. 1703), Palaia Kaimeni (ca.197 v. Chr.), Nea Kaimeni (1707—10), Agroessa(seit 1866), Mikra Kaimeni. Vulkanische Ausbrüchen. Erdbeben, welche von hier aus sich über die Ky-kladen verbreiten, sind häufig. Die Insel hieß ur-sprünglich Kalliste u.tvar zuerst derWohnfitz phö-nikischer Colonisten, zu denen sich aus Lemnss ver-triebene Minyer u. Lakedämonier gesellten; sie stan-den unter Königen. Innere Zwiste u. Hungersnothveranlaßten von hier aus später die Gründung vonKyrene. 1208 entriß Marco Sanndo, Herzog vonNaxos, die Insel S. dem byzantinischen Kaiser, u.gewöhnlich wurden nachgeborene Söhne dieses Hau-ses Herren von S., deren Residenz Paläo-Skarosjetzt in Ruinen liegt. 1546 wurde S. von den Tür-ken erobert u. der Name S. soll von Sancta Irena,der Schutzheiligen der Insel, herstammen. Vergl.Stübel, Das supra- u. submarine Gebirge von S-,Lpz. 1868; Reiß u. Stübel, Gesch. u. Beschreibungder Vulkan. Ausbrüche bei S., Heidelb. 1868; Nro.38 der Sammlung gemeinverständlicher Wissenschaft«sicher Vorträge (von v. Seebach). Dronks.