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Sandcau — Sanders.
Sandeau, Leonard Sylvain Jules, geb.zu Aubnsson(Creuse) 19. Febr. 1811, kam nach Pa-ris um Jura zu studireu, knüpfte mit Frau Dnde-vant, die sich später nach ihm George Sand nannte,ein Verhältniß an, n. trat mit ihr 18 31 als Schriftstellerauf, wurde 1853 Conservator an der MazarinschenBibliothek, 1858 Mitglied der Akademie und 1859Bibliothekar von St. Cloud. Seine besten Romanesind: Llarirrna, 1839; Lims.äsSommsrvills,1834;Lllis. äs Lsromrrs, 1840; Vornanä, 1844; Oa-blrsrins, 1845; Lllis. äs Is. LsiFliörg, 1848; Laoseb parolismins, 1851; maison äs lstsnarvan,1858; LlouvoUss, 1859; I-a roosto anx monsttss,1871; I. äs Urommoraxs, 1873. Seinebesten Lust-spiele sind: I,s Asnärs äs LI. kstoirisr, 1854 (mitAugier) und Lllis. äs 1a LoiFlisrs, 1853. Fernerfchr. er: I>a pisrrs äs tonolls, 1853; la oointnroäorss, 1855; I-amaisoncks konarvan, 1865; I. äsMiommoraz-s, 1873 rc. Volchert.
Sander, 1) Ncn-S., s. Neu-S.; 2) Alt-S.,Stadt ini galiz. Bez. Nen-S. (Österreich), am Ein-fluß des Poprad in den Dunajcc, Station der Tar-now-Lelnchow-Eisenbahn; Knaben- und Mädchen-Hauptschule, Clarissinnenkloster mit Mädchenerzieh-ungsanstalt (1260 von Kunigunde, Gemahlin desPolenherzogs Boleslaw V., gegründet); Handel mitWein, Wachs,Honig,Garn,Leinwand u. Vieh, starkbesuchte Wochen- n. Jahrmärkte; 1869: 9358 Ew.,mit Znlnbincze 10,219.
Sandefjord, Stadtu.Badeortimnorweg. AmteJarlsberg nnd Lanrvik; Iiavigationsschnle, Schiff-fahrt, berühmte Schwefel-, Moor- und Seebäder;1876: 2462 Ew.
Sandelbosch (Sandelholz-Insel, SandelwoodIsland, Snmba.Tjindana), eine der kleinen Sunda-Jnseln, südwestl. von Floris gelegen, mit hart bisan die Küste tretenden Gebirgsketten; 13,000 festemu. gegen 400,000 Ew. von den Malaien verwandterAbstammung. Sie stehen unter einheimischen Für-sten, über welche die Niederländer eine nominelleOberherrschaft beanspruchen. Ausfuhr best von San-delholz u. einer eigenthümlichen Art von schnellen,kleinen Pserden.
Sandelholz (Santelholz). 1)RothesS. (Iü§-irum santalum rubrum), schweres, festes, außenschwärzlich--; inwendig blutrothes Holz von l?bsro-earpus santalinus (s. d.), enthält etwa 16 einesrothen Pigments des Santalins, dieses
bildet ein schön rothes Pulver, ist in Wasser unlöslich,in Alkahol mit blutrother, in Äther mit gelber, inAlkalien mit violetter Farbe löslich, reagirt sauer u.bildet mit den Oxyden der Erd- n. Schwermetalle un-lösliche Salze, vondcnen die schönrothe santalinsaureThonerde u. das ebenso gesärbteZinnsalz, sowie dasbraune Eisensalz in derFärberciVerwendung finden.Das S. dient best, um lose Wolle echt braun, roth,bronze od. olivengrün zu färben, seltener zum Roth-färben der Baumwolle. Auch zum Färben von Mö-bclpolitnr, Lacken, Leder u. Zahnpulver, sowie in Ta-bakfabriken wird es verwendet. 2) Weißes u. gel-bes S., blaß- od. dunkelgelb, zuweilen rothgeadert,von starkem rosenähnl. Geruch, gibt bei der Destilla-tion das in der Kälte gerinnenve, wie Ambra riechendeS-öl, durch Extraction mit Weingeist ein wohlriechen-desHarz; es ist das Kernholz von Laulaluiu album,das weiße von jüngeren, das gelbe von älteren Stäm-
men; es dient denChiiiescn n. Arabern als Raucher«mittel, auch zu Schnitzarbeiten, bes. von buddhist.Götzenbildern. 3) Blaues S., stammt von dem inAfrika wachsenden Olnnßbaume, duilanckina mo- >ringa. Es ist dicht, hart, innen rothbraun, außen stblaßgelb, schmeckt scharf u. bitter, riecht beim Reiben stgewürzhaft u. diente früher als Arzneimittel. !-
Sander, I-noioxsrea8anärak7ttv. (Amaul, Zan- 8der, Schill), Art der Fischlam.der Barsche, Imlang, IstKörper langgestreckt mit hechtartigem Kopf. Rücken !grünlichgrau, Seiten silberfarben, jung mit wolkigen j'dunklen Fleckchen, erwachsen mit verwaschenen Quer- -stbinden; .Flossen röthlich, die Rückenflosse schwarz- !fleckig. Äußerst raubgierig u. gefräßig. Fleisch hoch- stgeschätzt. Flüsse n. Seen Europas, häufig im Fluß- stgebiet der Elbe, Oder, Weichsel u. Donau. Farwick.
Sander, Levin Christian, dän. und deutsch. 'Dichter, geb. 13. Nov. 1756 in Itzehoe, war 1779bis 83 Lehrer an dem Erziehungsinstitut zu Dessau,wurde 1800 Lehrer am Seminar zu Kopenhagen n. stst. 29. Juli 1819 daselbst als Secretär der General- stwegbaucommission; er schr. sowol Dän. als DeutschLyrisches, und Dän. die Tragödie Llisls Lbbsson, st1797; übersetzte Mehreres aus der Dän. Literatur stins Deutsche. st
Sanderbands (Sunderbund,vomsanskrit. SM- 1äaravana, schöner Wald), der Name für die zahl- st-reichen, angcschwemmten Inseln am Ende des Gan- st stges-Delta zwischen der Hugli- n. Meghna-Münd-ung, theils bedeckt mit Salzsümpfen, theils mit .-stDschungeln u.erflllltvonwildenThieren, bes. Tigern, sttheils bedeckt mit Nutzholz (Palmen, Maulbeerbau- ! ?men) u. cnltivirt namentlich durch Reis-, Zucker- u.Jndigopflanznngen. Seit 1830 ist die Regierung st
durch diese Cultivationsversuche bestrebt, diesen Herd I;von Cholera u. Fieber zu beschränken. Das Haupt- - stProduct ist auch jetzt noch das durch die anstrocknende ^ stHitze gewonnene Seesalz. Früher ein eigener Di- ststrict, sind sie jetzt unter die Distr. Dschessur, Bäcker- stgandsch u. der 24 Pergnnnahs vertheilt; sie umfassen stein Terrain von ungefähr 20,000 sstststjlcm mit gegen -st1 Will. Ew. Thickumu». st
Sanders, Daniel, deutscher Schriftstellerund -
Lexikograph, geb. 12. Nov. 1819 in Altstrelitz (in stMeklenbnrg), besuchte mit seinem 13. Jahre in seiner stVaterstadt die Gemeindeschule, kam daun ans dasGymnasium in Neustrelitz und bezog im 20. Jahredie Universität inBerlin, wo ihn namentlich Mathe- ^mathik, Naturgeschichte und Sprachen beschäftigten. !
promovirte in Halle u. übernahm 1842 die Leitung stder Schule in seiner Vaterstadt, wo seine Erfolge all- stgemein anerkannt wurden. Seit 1852 lebte er ohne stamtliche Thätigkeit in seiner Vaterstadt ausschließ- ;lich seinen Studien. Noch als Student in Berlinveröffentlichte er, gemeinsam mit seinen Freunden jHeinr. Beruh. Oppenheim u. Moritz Carrierc: Neu- st stgriechische Volks- u. Freiheitslieder. ZumBesteuder ; 1unglücklichen Kandioten, Grünberg u. Leipz. 1849. stwelchem Büchlein sich ein Mannheim 1844 erschie- stneues Werk anschloß: Das Volksleben der Neugrie- - Ichen, dargestellt u. erklärt aus Liedern, Sprichwör- .tern, Kunstgedichten nebst einem Anhänge von Mn-sikbeilagen und 2 kritischen Abhandlungen. In die st
Zeit seiner amtlichen Thätigkeit fällt auch ein Schul- -
buch: Gespräche. Eine Ergänzung zu allen Schul- -Lesebüchern, Neustrelitz. Mit Übergehung seiner zahl-