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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Salamfiria — Salat.

der alten Stadt fand schon Pausanias nur wenige!Reste; jetzt DorfAmbelaki, auch Salami ne. — DieInsel S. bei Attika bildete ursprünglich einen eige-nen Staat unter Königen ans dem Hanse der Äaki-den, dessen Krieger nach der griechischen Heldensageunter Ajax Telamonios mit 12 Schissen an demTrojanischen Kriege thcilnahinen. Philäos u. Enry-sakeS, die Sohne deSAjax, traten nach der Traditionder Athener die Insel an Athen ab. Später desetzteder kriegerische Lheagenes, Lchraunos von Ätegara,zur Rache für die Niedermetzelnng der megarischeuKrieger bei der Dämpfung des Aufstandes seinesSchwiegersohnes Kylon in Athen, nmy dem I. 612v. Chr. diese Insel, die erst der grosse Solon 598 v.Chr. wieder eroberte. Trotzdem ging S. nach eini-ger Zeit wieder verloren. Erst nach den bedeutendenErfolgen des Pisistratos im Kriege gegen Megaraseit 575 bestimmte Solon beide Gegner, einenSchiedsspruch der Spartaner anznrnfen, durch wel-chen S. 570 v.Ehr. den Athenern zngetheilt wurde.Non min an blieb S, unter derHerrschast der Athe-ner, noch lange in Gestalt eines kleinen abhängigenStaates. S. schloß sich Ol. 115,3, 318 vor Ehr.während der Diadochenkriege den Makedonen anund wurde erst durch Aratos 229 vor Chr. wiederunter die Hoheit der Athener znrückgcfnhrt, dienun die Einwohner vertrieben und ine Insel unterattische Klernchen verschiedener Deinen vertheilten;die neuen Ansiedler bildeten ein eigenes Geinein-wesen unter einem besonderen Archon. Die Inselist, wie 480 v. Ehr., so auch im Mittelalter, in LenI. 1688—90 n. während des neugriechischen Frei-heitskrieges in Zeiten politischer tödtlicherNoth wie-derholt derRttckzngsplatz derÄthencr gewesen. Heut-zutage Knlnri genannt, ist S. jetzt größtentheils vongräcisirtenAlbanesenbewohnt. 3)StadtaufKypros,auf der OKüste, die wichtigste u. festeste der ganzenInsel, nördl. von dem Fluß Pediäos, angeblich vonTeukros, Telamons Sohn, nach dem TrojanischenKriege gegründet, mit wichtigem Hafen. Bei S.schlugen 449 V.Ehr. die Athener die Perser zu Landeu. zur See. Unter der römischen Herrschaft gehörteder ganze vstl. Theil der Insel zum Gebiet von S.Hier predigten Paulus n. Barnabas LaS Christen-thnm (gegen 50 u. Ehr.). Unter Trajan machtendie Inden hier einen Aufstand, wodurch ein großerTheil der Stadl vernichtet wurde; gänzlich zerstörtwurde sie unter Constantin d. Gr. durch ein Erd-beben, doch ließ der Kaiser Constantins sie wieder ^anfbauen und machte sie zur Hauptstadt der Inselunter dem Namen Constantia, jetzt Porto Cou-stanza. Ruinen der alten Stadt uordöstl. von Fa-Iliagusta. Heroberg.

Salamvria,j-Namedesthessal.Peneos,(s.d.l).

Salangane(6ollooalis), Vogelgatiung aus derFam. der Segler; schwächlich gebaute Segler, dochausgezeichnete Flieger; Läufe nicht befiedert; Jnnen-zehen nach hinten gerichtet; Schwanz gerade oderwenig ausgerandet; Färbung rußgran. Sie lieferndie eßbaren Vogelnester. Diese gleichen kleinenhalben Hornnäpfchen und bestehen ans zäh eilige-trockneten! Speichel. Die Nester finden sich au densteilsten Felswänden in der Nähe des Meeres ingroßer Anzahl beisammen. Der Verbrauch für Chinaan eßbaren Vogelnestern wird jährlich auf 150,000im Werthe von 27 Mill. Ll angegeben. SAfien,

!bes. die ostindischen Inseln. Fünf Arten: 6. niäi-üo-i, mit Nest aus reinem Speichel; 6. knoipliaza,Ncstmaterial durch Speichel verklebt. Farwick.

Salnugsre, ein Staat auf üerWKllste der hin-terinüifchen Halbinsel Malakka, im S. von Perak;reich an Zinn, Reis, Zuckerrohr n. Teakholz. Dieherrschende Bevölkerung sind Malaien, daneben ein-gewanderte Chinesen u. im Innern Reste der Urbe-wohner. Der Siaat steht jetzt unter dein Einflüsseder Briten, welche auch die Seeräuberei der Einge-bornen unterdrückt haben.

Salankcincn, s. v. w. Szalankemen.

Salauqric, die sumpfige Küstenlandschaft vonRoussillon (jetzt franz. Dep. Ost-Pyrenäen); in ihrmehrere Strandseen. Hanvtort Saint-Laurentde la S., unweit derMündung des Aglh; Seesalz-gewiiinnng, Fischerei, Schiffbau; 4571 Ew.

Salapia, s. u. Salpi.

8sisna Ports, Thor Roms, s. d. S. 280. 8. via,alte Straße durch das Sabiner-Land über Reste n.Asculmn.

Salariren, s. u. Salair.

bslsrium (lat.), ürsprünglich die Salzlieferung,welche die Provinzialen den römischen Soldaten».Beamten stellen mußten, dann die für sie substituirleGeldabgabe, endlich überhanptDepntat, Besoldung.

Salttssi, ein keltisch-lignrisches Mischvolk, dieGrafischen Alpen und das Thal der Duria (DoreaBalten) bewohnend. Die Römer geriethen mit ihnenum den Besitz der Goldwäschcrcien von Victnmulii143 v. Chr. in Krieg und unterwarfen sie. Rach derUnterwerfung legten sic die Colonien Eporedia(Jvrea), Augusta Prätoria u. a. au.

Salat (Lattich), 1) mehrere Arten der Pflaiizeii-gattung I-sotnoa., bes. U. sabivs (Garten-S.),wovon Lurch die Cultur vicleSorteu entstanden sind,namentlich von dem mehr od. weniger große u. festeKopse bildenden Kopf-S. Man unterscheidet hier-von frühe u. späte Sorten, gelbe, grüne u. rothge-fleckte(F-orcllen-S.), mit größeren u. kleineren, läng-lichen od. runden Kopsen von verschiedener Zartheitu. Dauer. Bei den frühen Sorten, z. B. Steinkopf,Eier-S., rothgelber holländischer S., Prinzenkopsu.a., wird weniger auf besondereGüte, als aufFrüh-zeitigkeit gesehen; von den späten verlangt man da-gegen Größe, Zartheit n. Wohlgeschmack der Kopseund daß sie in der Hitze sich möglichst lange halten;empfehlenswerth sind u. a. der asiatische, der Per-^ pignancr, der Trommelkops, der Marseiller, der gelbeBerliner, der braune Mailänder, Beltegarde, Trotz-kopf, der Blutforelleu u. a. S. Von diesen Som-mer-S-en unterscheidet mau noch den Winter-S., dessen weniger zahlreiche Sorten im August aus-gesäet werden u., vor Winter verpflanzt, im Früh-jahr die ersten Kopse liefern. Der Schuitt-S. mitkrausen Blättern ist eine keine Köpfe bildende Spiel-art des Gartcn-S-s u. dient im ersten Frühjahr alsErsatz für denKopf-S.; Bind- od. romanischerS.,auch Sommer-Endivien genannt, sind ebenfallswahrscheinlich Spielarten von Usotuos saviva, wer-den aber als I-. snAustana, lonAitolis u. sospiuüaunterschieden. Ms Pflück- oder Stech-S. benutztman die ganz jungen, zarten Pflanzen der verschie-denen Sorten bes Garten-S-s. Der S. gedeiht leichtaus lockerem, kräftigem Ackerboden; er wird mög-lichst zeitig im Frühjahr, zuerst schon ins Mistbeet,

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