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Sächsin (Prcich. Provinz).
Aeue Strafrechtspflege vom 11. Aug. 1855, revi-dirt I. Octbr. 1868 und das 1. März 1865 inKraft getretene bürgerliche Gesetzbuch ist Oeffcnt-lichkcit u. Mündlichkeit eingeführt. Als Sprnchcolle-ginin in Bergrechtssachen besteht in Freiberg derBergschöppenstuhl. Die Compctenzverhältuisse zwi-schen Justiz- u. Verwaltungsbehörden ordnet Ge-setzt. vom 28. Jan. 1835, und eine Behörde alsletzte Instanz über Competenzzweisel führten Gesetzvom 13. Juni 1840 und Bekanntmachung vom 13.Juli 1853 ein. Auch besteht das krast Gesetz vom 22.Juni 1846 eingeführte Jnstiiut der Friedensrichter.
Finanzen. 1. Ordentliches Budget für
. 1877 in 21.
a) Einnab men.
Domänen.
9540246
Regalien.
22140121
Steuern.
17072477
Verschiedenes ....
5104133
33856977
d) AnSaabcn.
Allqemeiner StacttSb-.'dars.
24392372
Ministerien ....
18311230
An ReichSWccken
3701379
Pensions-Etat ....
2220793
Ban-Etat.
48321S0
Reserve-Fonds....
396103
53356977
2. Außerordentliches Budget.
a> Einnahmen.
.BerwaltungsLberschuji 1872/78 .... 715,60005
Aus Beständen des mobile» StaawvermSgens . 158186850
165047815,
v) Ausgaben.
'Eiseubuhubauien.26850080
Ankauf u. Ausbau der Privateiscnbähnen . . 117180100
Für verschiedene Langnecke .... 18208500
Verschiedenes. 2828826
160017815
3. Staatssch uld (1. Jan. 1877).
Obligationen von 1880 . . 778162S
Staatsschuldscheine. . . 101166000
Unkündbare Rculenschuld . 00000000
Eisenbahnschuld . . . 115082000
101882025
Die Staatsschuld ist im Budgetentwnrf für 1878u. 1879 zu 593,352,625 Llberechnet. Auf die Eisen-bahnen waren schon Ende 1876 485,294,013 21 ver-wendet. Das gestimmte immobile Staatsvermögcnward zu 552,786,938 LI, das mobile zu 74,313,410U berechnet.
Militär. Das Contingent des Königreichs S.bildet das 12. Armeecorps des Deutschen Reiches.
Staatswappen: ausdeutschem Schildö schwarzeBalken im goldnen Feld mit schräg rechts darübergelegtem grünem Rautcnkranz; um den von zweiÄwen gehaltenen u. von der Königskrone überrag-ten Schild hängt der HausorLen der Rautenkrone.Die Landesfarben sind weiß u. Grün. Ordenhat das Königreich S. fünf: den Hausorden derRautenkrone, den Militär-St. Heinrichs-Orden, denVerdienstorden, den Albrechtsorden u. den Sidonien-orden (14. März 1871 für Frauen u. Jungfrauen,welche sich durch freiwillige Krankenpflege in Kriegod. Frieden verdient gemacht). Vergl. H. von Bose,Handbuch der Geographie des Königreichs S., 2.A. Dresd. 1847; Engelhard, Vaterlandskunde imKönigreich S,, 3.A. vonFlathe1877; Das Staats-handbuch für Las Königreich S., seit 1853 alljähr-lich herausgegeben vom Ministerium des Innern;die Zeilschrift des köuigl. sächs. statistischen Bureaus.
Schroot. (Verfassung) Lagai.
Sachsen, preußische Provinz; 25,240,82 H)>tm(458,-g tzZM) mit (1875) 2,168,988 Einw. (ans1 djlcm 86, in ganz Preußen 74). Sie grenzt anBrandenburg, Schlesien, das Königreich Sachsen,die Thüringischen Staaten, Hessen-Nassau, Han-nover, Anhalt u. Braunschweig. Von der Provinzganz getrennt liegt ans der SSeite des Thüringer-Waldes der Kreis Schlcusingen und an der oberenSaale der Kreis Ziegenrück; von dem südl. Theilist ferner der Rgbez. Magdeburg durch auhaltinischen. braunschweigische Länder fast ganz getrennt; in-nerhalb derselben aber liegen Theile der Thüringi-schen Staaten u. von Braunschweig. S. gehört zumgrößten Theile, n. zwar im N. und O., dem Nord-deutschen Tieslande an n. ist nur in den südlichen n.westl. Theilcn gebirgig. In der Altmark erhebensich sandige Hügelmassen (die Platte der Altmark),mit den Hellbergcn (150 in) in der sogen. Altmärki-schen Schweiz bei Zichtau als höchste Punkte. Südl.davon liegt ein Hngclplatean zwischen Ohre u. Bode,dessen südöstlichster Theil die fruchtbare Magdeburger-Börde ist. Noch weiter südwärts steigt der Bodenallmählich bis zum steilen Rande des Harzes an.Unter den hier hervortrctenden Hügelrücken sind derHuywald (308 m) u. der Fallstein (212 m) zu er-wähnen. Vom Harze gehören zwar nur kleine, aberdie höchsten und interessantesten Theile, wie derBrocken (1143 m), die Roßtrappe (451 m) und derAuerberg (570 w) hierher, außerdem einige südöstl.Vorberge. Im SO. des Harzes liegt nördlich vonHalle zwischen Saale u. Mulde das Wettiner Stein-kohlengebirge mit dem Pctersberge (241 m). Dersüdl. Theil der Provinz liegt auf der Terrasse vonThüringen, von der hierher gehören das EichsfeldmitLerGoburg(540m)u.demOhmgcbirge(524m),das Dllngebirge (517 in), die Hainleite (461 m),Schmücke (377 m), Finne (357 m) rc. Der KreisSchleusingen umschließt einen Theil des Thüringer-Waldes mit dem Finsterberg (947 in), Domberg(669 m), Großendolmar (740 m) u. a.; auch derKreis Ziegenrück hat an der Saale bedeutendereHöhen. Flüsse: Hanptflnß ist die Elbe, in welcherechts die Schwarze Elster (mit Pulsnitz u. Röder)und Havel, links die Mulde, Saale (mit Ilm, Un-strut, Weiße Elster mit Pleiße und Bode mit Holz-emme n. Selke), Ohre, Tanger, Jeetze u. Alandfallen; außerdem die zum Wesergcbiet gehörigenLeine, Aller, Ocker und Ilse. Kanäle: der die Ha-vel mit der Elbe verbindende Plauensche und derJhlekanal, der Große Bruchgraben und der Säch-sische Floßgraben. Seen: die Mansfelder und derArendsee. Das Klima ist in den Thälern der Elbeu. Saale, überhaupt in der Ebene gemäßigt undmilde, rauher aus dem Gebirge. Die mittlere Jah-restemperatur beträgt in Torgau st- 6,gg, in Halle-i- 7,„s,inMühlhansen-j- O^inHeiligenstadt st- 6,27,in Salzwedel -st- 6,72, in Wernigerode -s- 6,54, aufdem Brocken -i- 2,04, in Ersurt st- 6,g u. in Ziegen-rück st- 5,74° R.; die jährliche Regenmenge in Tor-gau 50,g, in Halle 47,0, in Mühlhausen 33,,, inHeiligenstadt 60,7, in Salzwedel 56,4, in Wernige-rode 69„, auf dem Harze ca. 140,0 und in Erfurt48,o ein. Die Provinz S. ist die fruchtbarste Prov.des preuß. Staates; zu den fruchtbarsten Strichengehören namentlich die Goldene Aue u. die Magde-burger Börde. Über die Vodenvertheilung s. Preu-