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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Rundköpfe

u. Marsraaen, welche auf Deck festgelascht, oder aufbesondere Gestelle über Deck (Barrings) gelegt, od.außerbords iu sogen. Schwanenhälse gelegt werden.Die Marse u. Eselshäupter der Masten n. Stengenstehen immer horizontal, die Bngsprieteselshäupterimmer vertical, so daß sie je nach dem Fall der zu-gehörigen Rundhölzer mit diesen einen mehr oderminder spitzen, bezw. stnmpsenWinkel bilden. ÜberMasten, Raaen, Gaffeln, über Eselshänpter undMarse s. d. betr. Artikel, sowie Taf. I. u. II. Fest.

Nundköpfe >(engl. Rounästsaäü), in EnglandParteiname der Gegner der Hochkirche; des. Spott'-naine der Puritaner wegen ihres rund geschnittenenKopshaares.

llunölet (engl.), Flüssigkeitsinaß, 18 Gallonen.

Rundmäuler, s. Fische, S. 122.

Nundschild (Nundtartsche), metallener runderSchild von etwa 60 am Durchmesser, bei den Spa-niern vorzugsweise im Gebrauch gewesen.

Rundschit Siugh(Randschit Singh), Sohn vonMahaSingh, ein kriegerischer Fürst der Sikh (s.d.)imPendschab, dessen dritter Vorfahre noch Bauer war,geb. 2. Nov. 1780, gest. 27. Juni 1839, der durchseine geistige Ueberlegenheit sich zum Chef der Sikh-Häuptlinge machte u. durch glückliche Kämpfe gegendie Afghanen die Sikh-Herrschaft im Pendschab (s.das. S. 206) stiftete. Persönlich unansehnlich undhäßlich, der Sinnenlust ergeben, verdankte er seinegroßen Erfolge seiner Lurch ungewöhnliche Kenntnisseunterstützten politischen Klugheit u. kriegerischen Ener-gie; daneben verschmähte er weder Mord noch treu-losenVerrathznrErreichnngseinerPläne. Thi-l-m-mn.

Rundschrift, ist einemeistaus runden, beson-ders starksnZügen bestehende Unterart der lateinischenSchreibschrift. Schon im 15. Jahrh. war in Italieneine der jetzigen sog. Schwabacher Druckschrift ähn-liche Art R., die verrbbura bonäa od. scrrttura kor-mata im Gebrauch. In Frankreich bildete sich in derersten Hälfte des 16. Jahrh. aus der spitzen altsran-zösischen Schrift durch Abrundung der unterenSpitzen der m-Striche und gänzliche Rundung dero-Form die esorrturs roncks, meist sseriburs sturm-erer« genannt. Ende des 16. Jahrh. trat eine Abartder Letzteren, die nach rechts geneigte esorrtnrs rba-lisuns basbarcks, die jetzige eeriturs bribarcks hinzu.Die Franzosen.Spanier u. Italiener bedienen sichder R. mit großer Vorliebe, in Deutschland hingegenwurde sie seither nur von Wenigen angewandt. Erstin neuester Zeit scheint dieR. auchbei uns allgemeinereVerbreitung zu finden, bes. seitdem F. Sönneckendie Buchstabensorm dieser Schrift unter Zugrunde-legung rein mathematischer Figuren, des Halbkreisesu. der geraden Linie (s. Fig.) in ein festes geordnetes

(Elemente der N. von Sönnecken.)

daß sie ebensowol dem Gefühle für schöne harmonische

Runen.

Linien entsprechen, als sie für geläufiges Schreibenverwendbar sind. Das geläufige Schreiben der star-ken Schriftzüge ermöglicht Sönnecken durch seineohne Druckanwendung schreibendenR-federn (s.Fig.).

Diesen Federngingen die vonfranzösischen u.deutsch. Schreib-meistern zu glei-chem Zwecke seither benutzten sogen. Notenfedernvoran, Sönnecken gab aber seinen Federn einen län-geren Spalt, ein Tintenbecken, sowie die Einschnür-ung dicht vor dem Einsatz u. eine sehr sorgsältig ge-wählte Abschrägung der Spitze, wodurch er die Federsehr brauchbar machte. Vgl. G. B. Verini, DrbsrsoeunciuZ slsnrsuborum litsrarum, Fiorenza 1526;G. Le Gagnenr, Du PsestnoArapstre, Paris 1599/F. Sönnecken, Die R., Bonn 1876; Müller, 3. A.,Stuttg. 1877.

Rundwürmer, NgmubstsImrirblrssDoAt., Klasseder Würmer, Körper drehrund, fadig bis schlauch-förmig, äußerlich ungegliedert, meist ohne Haftor-gane; Haut gewöhnlich derb, elastisch; Verdauungs-organe sehr verschiedenartig ausgebildet, doch fehltein Darm nur in wenigen Fällen. Alle inneren Or-gane stehen auf niederer Entwickelungsstufe. Siesind getrenntgeschlcchtlich u. pflanzen sich durch Eierfort. Die meisten führen eine parasitische Lebensweiseu. leben in verschiedenartigsten Thieren, auch wan-dern sie von einem Thiere in ein anderes. DieEin-theilung der R. ist noch wenig durchgesührt. Manunterscheidet folgende Ordnungen: u) UsrrruboässÄnck., Spulwürmer, R. mit Mund, Darm undAfter; b) Doräruesi v. Kred., Saitenwürmer,N. mit Mund und Darm, ohne After; e) ^ouutsto-osplrulr LurD, Kratzer oder Hakenwürmer, R.ohne Mund u. Darm. Farwick.

Rnneüerg, Johann Ludwig, schwed. Dich-ter, geb. 5. Febr. 1804 zu Jakobstad in Finnland,wurde l830Docent ander Universität inHelstngfors,aber 1837 Lehrer am Gymnasium zu Borgs. Gest.6. Mai 1877 in Helsingfors. Er schr.: Drüber (ge-sammelte kleine Poesien), Helsingfors 183033, 2Bde., Strasb. 1838; äiübor, Heisings. 1843;außerdem die poetischen Arbeiten: DI^sstMurirs,ebd. 1832, n. A. 1850; Hanna, 1836, n. A. 1851;dluäosostcku, 1841; stukgvällsn, Borgä 1841, n. A.1851 (deutsch von Elsström, 1853); Lun§ Djulsr,1844, n. A. 1849; Dünrilc Ltüls§nvr(Romanzen-cyclus), 184860, 2 Thle; Lnrärrs borättslsor,1854; LunAarns Lulumr« (Tragödie), 1863.Deutsche Übersetzungen von R-s Gedichten von I.Mewes, Lpz. 1852 f., u. Wachenhusen, ebd. 1852 s.Gesammeste Schriften, herausgegeben von C. K.Nyblom, Örebro 185164 u. Slockh. 187374;Volksansg. 1876. v.

Runen (isl. rnnrr oder rünur, d. h. Geheim-zeichen), nennt man die Bnchstabenzeichen der altenGermanen, wie man sie auf Schmuckjachen, Waffen,Geräthen, u. in England, Dänemark, Schwede» u.Norwegen auch auf Grabsteinen findet. Sie ent-stammen, wie man leicht sieht, und wie es deutscheGelehrte (bes.Zacher) erwiesen haben, dem griechisch-römischen Alphabet, u. am wahrscheinlichsten specielldem römischen, was bes. deshalb anznnehmen, weildie dem D entstammende Rune, wie im Lateinischen