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durch R. eine ganz neue Bewegung in der Kunst-geschichte zu deren Läuterung und gründlicherer Be-handlung hervorbrachte); Drei Reisen in Italien,Lpz. 1832; Schule der Höflichkeit, Stnttg. 1834 ff.,2 Bde.; Kynalopekomachia (Der Hunde-Fuchskrieg,Gedicht),Lübeck 1835; Geschichte der königlichen Knp-ferstichsammlnng in Kopenhagen, Lpz. 1835; HansHolbein d. Jüngere u. sein Verhältnis znm deutschenFormschnittwesen, ebd. 1836; Zur Geschichte undTheorie der Formschneidekunst, ebd. 1837; Reisedurch die östlichen Bundesstaaten in die Lombardeirc.,Lübeck 1838. Vgl. H. W. Schulz, R. sein Leben u.seine Schriften, Leipz. 1844. 2) Theodor Wilh.Kjerstrup, dänischer Romandichter, geb. 2. Aug1807 in Kopenhagen; war eine Zeit lang Hardes-vogt zu Hadersleben. Schrieb unter der SignaturP. P. die Romane: kstsr Loräsnslcsolä, 1842;Meis llnsl, 1846 f.; Orsvsns Vsicks, 1850; Lills-äsr krn Oirrisbian ä. 4 st'iä, 1863. Hat sich auchals Lyriker u. Dramatiker versucht, i) Regnet.» s) o.
kiumonsoli, s. Romanische Sprache.
llumdr (lat.), Lärm, Getöse, Getümmel, Rumo-ren, lärmen, poltern rc.
Rumpenheim, Kirchdorf im Kreise Offenbachder Hess. Provinz Starkenburg, am Main; schönesSchloß des Landgrafen Friedrich von Hessen; 740Ew.; gehörte bis 1866 zu Kurhessen.
Rumpf (Anatom.), der gesammte Körper mitAusnahme von Kopf, Hals und den Extremitäten.
Rumpfparlament (Rumpparliament), derRest des Unterhauses des 1640 einberusenen engl.Parlamentes; der Rest der Deutschen Nationalver-sammlung in Frankfurt, welche vom 6.—18. Juni1849 in Stuttgart tagte.
Runcorn, Marktstadt in der engl. GrafschaftChester, an der Mündung des Bridgcwater-Kanalsin den Mersey; Eisengießerei, Schiffswerste, Seifen-siederei, Terpentinölfabrikation, Getreidemühlen/leb-hafter Handel; 1871: 12,443 Ew. In der NäheSteinkohlengruben, Stein- u. Schieserbrüche.
Runde Befestigung. Dieselbe ist wiederholtvon Ingenieuren empfohlen, weil sie bei kürzesterLinie den größten Raum einschließt, indeß, wegender mangelnden Grabeuvertheidigungen und wegendes tivergirenden Feuers ihrer Linien, nur in denMontalembertschen Thürmen (s. d.) u. im türkisch-russischen Kriege 1877/78 zur Ausführung gelangt.Die türkischen Redonten bestehen aus einem rundengut traversirten Hauptwall für 6—10 Geschütze, ei-nem davorliegenden Hauptgraben mit flach abge-stochener Contrescarpe und einem zur hartnäckigenInfanterie »Vertheidigung eingerichteten gedecktenWege mitschnßsichereu Unterständen, Traversenrc. l.
Rundholz (Rundhölzer), die zur Takelage einesSchiffes gehörigen Masten, Stengen, Raaen, Gaf-feln, Bäume rc. Tafel I. zeigt die meisten Rundhölzereiner Fregatte an ihrem Platze; außerdem sind nochzu erwähnen die Backsbäume od. Backspieren,lange, cylindrische Spieren, je eine auf jeder SeitedesSchifses unterhalb der Fockraa (also beiderBack),mit einemAuge andern Schiffsbordsestu.beiderFahrtnur aus der Ruhelage längfeitS des Schiffes herum-geholt u. horizontal querab vom Schiff sestgemacht,wenn die L>choot des Unterleesegels daran fahrensoll. Der Backsbaum wird dann vom Top desFock-masts aus gehalten und nach unten, vorn u. hinten
— Rundholz.
abgestagt. Die gleiche Stellung erhalten beide Backs-bänme tm Hafen, wo unter ihnen die Schisfsbooteim Wasser anfmarschiren u. man von Elfteren ausin Letztere durch niedcrhängende Tauleitern hinunter-gelangt. Die Blinderaaen, auch Blinderaa-gaffeln (sie sind als Gaffeln construirt) sind aufTafel I. herabgeklappt gezeichnet; in Wirklichkeitstehen sie ebenfalls quer ab vom Bugspriet u. dienenhauptsächlich dazu, dem Klüverbaum mittels derKlüverbacksstagen (s. u. Takelage) seitliche Festigkeitzu geben, sowie für den Backsbanmvorholer. DerKlüverbaum innerhalb desBngsprieteselshaupts,dasBugspriet innerhalb des Vorstevens, die Schnap-masten unterhalb der Langsahlings sind, namentlichauf Kriegsschiffen, häufig, die Füße der Stengen u.Bramstengen immer achtkantig, damit sie besser ge-gen das Drehen gesichert werden können. DasBugspriet wird in Bezug auf seine Constructionwie die Masten behandelt (vgl. Taf. II.). Es ruhtmit seiner Spur in der Bugsprietbeting, welche mehrod. weniger schifseinwärts angebracht ist, wird überdem Steven durch einen Bügel gehalten und beiSchiffen mitGalliondnrch eine od. mehrere Zurringsmit diesem verbunden. Der Stampfstock, der sichentweder mit einer Klaue, wie eine Gaffel, unterdas Bugspriet legt, oder an demselben mittels einesGelenkes befestigt ist, dientzur Rückwärtsleitung vonBram- u. Oberbramstag, auch des Anßenklüverlei-ters, sowie als Spreiz für die Stampsstagen vonKlüver- und Außenklüverbanm. Die Butluvs, jeeine starke Spiere zu jeder Seite des Gallions, welcheden Fockhals so weit als möglich nach vorn bringensollen; oft versehen auch die Krahnbalken die Zweckeder Butluvs. Die Stengen sind, wie alle anderenRundhölzer (mit Ausnahme der Masten, Bugspriets,llnterraaen ».bisweilenauchMarsraaen) aus einemStück gearbeitet, werden mittels des Stengenwinde-reeps hochgenommen u. dann Lurch einen hölzernenod. eisernen Balken, das Schloßholz, welches dieStenge trägt n. auf den beiden Langsahlingen aufliegt, in ihrer Position gehalten. Früher warenBram- u. Oberbramstengen auch noch getheilt unddurch Sahling u. Eselshaupt verbunden; fetzt aberfertigt man beide Stengen gewöhnlich aus einemStück, mit einem Absatz beim Bramtop. Schooner-masten ohne Raaen führen oberhalb der Gaffeln auchnoch eine Gafftopsegelraa, welche nur geheißtwird, wenn das genannte Segel, das über der Gaffelein nach oben zu spitzes, längliches Viereck bildet, ge-setzt wird. Handelsschiffe führen jetzt häufig dop-pelte Marsraaen, welche das Marssegel in zweiHälften theilen, so daß das Reefen und 'Einbindendesselben sich mit weniger Mannschaft u. leichter be-werkstelligen läßt. Hier und da kommen in gleicherAbsicht doppelte Gaffeln vor. Handelsschiffe,namentlich Handelsdampser, sind auch mitLade-bäu men ausgerüstet, die am Kopf vom Top desMastes aus gehalten, schräg nach diesem dicht überDeck hinuntergehen ».dort auf u. nieder, sowie seit-wärts drehbar sind; an ihrem Kopf ist ein Lademan-tel (Scheibe) befestigt, über welche das Ladetakel geht,das an dem einen Ende den Haken trägt, an demanderen mittels Hand- oder Dampfwinde auf- undniedergewundeu wird. Je nach der Weite der Rei-sen, welche ein Schiff zu machen hat, nimmt es Re-serve - R u n d h ö lz e r mit, vorneh inlich Marsstengen
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