Numford -
gefurchtem hohem Stengel, großen, herzlanzettför-migen, langgespitzten, wellenförmigen Blättern, star-ker, außen schwarzbranner, innen gelber, mit einemweißen Ringe bezcichncter Wurzel; an Teichen undGräben. 1!) 4estvsa; Blllthen eingeschlechtlich od.vielehig; Griffel an die Kanten des Fruchtknotensangewachfen. L. ^.ostosa D. (Sauerampfer), mitlänglich-pfeilförmigen, angenehm sauer schmeckenden,Weinsteinsäure n. oxalsaures Kali enthaltenden Blät-tern , welche als antiscorbutisches kühlendes Mittel,sowie als Gemüse» u. Snppenkraut in der Küche an-gewendet werden; sehr verbreitet ans Wiesen n. anRainen. R. vontatim D., mit langgestielten, "herz-förmig spießförmigen, graugrünen Blättern; inSülvEuropa, inDentschlandhänfig verwildert u.cultivirt.li. LostvssllaL. (Kleiner od. Acker-od. Feldampfer),HLufigaufsandigenWiesen,anWegränLeru,mitspieß-förmig-lanzettförmigen, langzngespitzteu,öftpnrpnr-rothen, sauer schmeckenden Blättern; wie die vorigenzur Bereitung des Saucrkleesalzes benutzt. Engier.
Nuinford, Benjamin Thompson, Graf v.,amerikän. Naturforscher ».Philosoph, geb. 26.März1753 zu Wobnrn in Massachusetts; 1770 kaufte ereine Schule in Rnmford (heute Concord) n. heira-thete 2 Jahre.später Lortselbst eine reiche Wittwe,welche jedoch im Engl, -amerikan. Kriege ihr Ver-mögen verlor, u. R. sah sich genöthigt, zu den Eng-ländern zu fliehen u. focht unter deren Fahnen alsMajor. 1776 wurde er nach England geschickt undhier ein Jahr lang im Kriegsministerium beschäftigt;nach Amerika zurückgekehrt, betheiligte er sich alsOberst wieder am Kriege. Nach dem Frieden 1783trat er in München in die Dienste des KurfürstenKarl Theodor von Bayern, wo er sich durch Ausheb-ung der Bettelei , Anlegung von Manufacturen zurVersorgung der Armen, Einführung der Kartoffelnund Sparöfen u. der nach ihm benannten Suppeverdient machte u. von dem Kurfürsten zum Grafenvon R. und zum Generallieutenanl erhoben wurde.1798 zog er nach England, privatisirte dort, errich-tete 1800 die Lozml inatitntion, eine Lehranstaltfür Ökonomen, Künstler und Handwerker ließ sich1802 in Frankreich nieder u. lebte auf seiner Besitz-ung zuAutenil, wo er 22.Aug. 1814 starb. Er fchr.:Lssais st sxpsrisnoss politignss, öoononiignös stpliilosopdignss, Genf 1799—1806, 4 Bde., deutschWeim. 1800—1804, 4 Bde.; LIem. sur In eiialsnr,Par. 1804; Rsolisrokrsa snr 1a okralenr, ebd. 1804ff. VollständigeAnsgabe feiner Werke mit Memoirenvon G. E. Ellis, Philad. 1871, 4 Bde., n. A. Lond.1876,5 Bde.; sein Leben beschrieb Renwick in SparksLmsrioan BioArapli/. In München sind ihm zweiDenkmäler errichtet. Bartling.
Rlinna (Numrna), römische Göttin der Säugen-den; sie hatte ein Heiligthum in Rom, wo ihr Milchgeopfert wurde. Daher hieß in Rom Ruminalistious der uralte Feigenbaum auf dem Forum, unterwelchem einst Romulus und Remns an der Wölfintrinkend gefunden worden sein sollten.
Nltmili (ü. i. Römerland, Rumelien, Roma-inen), früher eine Provinz der europäischen Türkei,welche im N. durch Len Balkan n. dessen westl. Fort-setzung von Bulgarien u. Türkisch-Serbien geschie-den , im W. von Albanien begrenzt u. gegen S. n.O. vom Ägäischen Meere, dem Hellespont, Mar-marameer, Bosporus u. Schwarzen Meere bespült
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wurde n. das alte Thrakien, sowie Theile von Alba-nien u. Makedonien umfaßt; dann in den Polizei-bezirk Constaniinopel u. die Vilajets Edirne Pris-rend, Saloniki zerfallend; nach dem Berliner Ver-trag von 1878 wird der nordöstliche Theil zu einereinheitlichen Provinz unter christlicher Verwaltnnx,aber türkischer Oberhoheit, mit dem Namen Ost»N umclien gestaltet (Bgl. n. Türkei). Dräute.
Rumili-Fener (R.-Aanar), festes Schloß amrechten Ufer des Bosporus, am Eingänge desselbenausdem Schwarzen Meere, mit bedeutenden Strand-batterien znm Schntzeder Einfahrt in die Meerstraße.
Rnmili-Hissrir, festes Schloß aus dem euro-päischen Ufer des Bosporus, von Mohammed II.zum Schutze der Hauptstadt Constantinopel angelegt.Etwas nördlicher liegt R.-Khawak.
lluminantia, Wiederkäuer.
Nümker, 1)Karl Lndw., geb. 18. Mai 1788 inStargard,wnrüe1819DirectorderNavigationsschulein Hamburg, 1821 Astronom in Paramatta n. 1830Director der Sternwarte in Hamburg, ging ansGesundheitsrücksichten nach Lissabon, wo er 21. Der.1862 starb. Er entdeckte einige Kometen u. schrieb:Über die Berechnung der Sonnenfinsternisse, Hamb.1837; Längenbestimmung durch Len Mond, ebd.1849; Handbuch der Schifffahrtskunde, 6. A. ebd.1857; Mittlere Oerter von 12,000 Fixsternen fürden Anfang von 1836, ebd. 1843—52 rc. 2) GeorgFriedrich Wilhelm, Astronom, Sohn des Vor.,geb. 31. Dec. 1832 in Hamburg, anfangs auf derSternwarte zu Durham; seit 1856 auf der zu Ham-burg thätig, beobachtete und berechnete verschiedenePlaneten und Kometen. Specht.
Nummelsburg, 1) Kreis im preuß. Regbez.Köslin, der unfruchtbarste der Provinz Pommern;1090,^skm (19,«1 lUM) Mit (1875) 32,497 Ew.3) Kreisstadt darin, an der Stiednitz; Wollspinnerei,Tuchweberei; 1875: 4814 Ew. 3) Dorf im KreiseNiederbarnim des prenß. Regbez. Potsdam, au einemmit der Spree zusammenhängenden See, Stalionder Niederschlesisch. Märkischen Eisenbahn; großesWaisenhaus, großartige Ccmentfabrik Victoriastadt.
Rnmohr, 1) Karl Dietrich Ludwig Felixvon, Kunsthistoriker, geb. 6. Jan. 1785 in Rein-hardsgrimma bei Dresden, st. 25. Juli 1843 inDresden. R. wendete sich schon früh unter Fiorilloin Göttingen dem Studium der Kunst zu, wurdein Dresden katholisch, machte 1804, 1821—22 und1828 Kunstrcisen nach Italien n. lebte in der Zwi-schenzeit theils auf seinen Besitzungen in Holstein,theils in München, nach 1828 erst in Dresden, dannin Kopenhagen n. Lübeck. Nachdem er sich vielfältigmit der Geschichte der Formschncideknnst beschäftigthatte, wendete er sich belletristischen Arbeiten zu,reiste 1837 und 40 nach Oberitalien, hielt sich aberdas letzte Mal nur sehr kurz dort auf u. kehrte nachLübeck zurück, wo er 1842 seine Knnstschätze auf-stellle. Es gibt von ihm auch viele radirte Blätter.Er fchr. (znm Theil unter dem Namen Joseph Kö-nig): Erläuterungen einiger artistischen Bemerkun-gen der Abhandlung des Hofraths Jacobs über denReichthum der Griechen an plastischen Kunstwerken,Münch. 1811; Sammlung für Kunst und Historie,Hamb. 1816, 2 Hefte, n. Ä. 1823; Geist der Koch-kunst (von König), Stuttg. 1823, n. A. 1832; Jta-lienischcForschungen, Berl. 1826—31, 3 Bde. (wo-