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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Republikaner

vinzen eine N., das erste derartige Staatswesen der!neucrcnZcit, nächst ihnen nach ihrer völligen Trenn-ung vom Deutschen Reich durch den WestfälischenFrieden die Schweiz; Großbritannien kehrte, nach-dem es 16491660 eine R. gewesen, znr Erbmo-narchie zurück. Frankreich hat nach zweimaligemBersnche, 17941804 und 18481852, 4. Sept.1870 zum dritten Male die R. proclamirt, u. beste-hen znr Zeit außer dieser in Europa als R-en: Bre-men, Hamburg, Lübeck, Schweiz, San-Marino undAndorra, während in Amerika, mit Ausnahme dereurop. Besitzungen daselbst n. des Kaiserreichs Bra-silien, die R. die allgemein herrschende Staatsformist, allerdings, außer in der NordamerikanischenUnion, noch höchst unfertig u. damit steten Schwank-ungen unterworfen. Lagai.

Republikaner, Bürger in einer Republik; An-hänger der republikanischen Staatsform; in derNordamerikanischen Union früher die politische Haupt-partei, auf deren Fahne Bundestrcne, Centralisa-tion, Antifklaverci, Schutzzölle stand; seit GrantsAbgang aber und seit Schurz und Snmner aus ihrgeschieden sind, um eine Resormparlci zu gründen,nur noch über eine ganz geringe Majorität verfügend.

Repndiation (v. Lat.), Verschmähung, Aus-schlagung, Zurückweisung, Verstoßung, die Erklär-ung einiger nordamerikanischen Staaten, weder dieStaatsschulden noch Zinsen bezahlen zu »vollen.

Repngnanz (Repugualion), Widerspruch, Wi-derwillen, Widersetzlichkeit.

Nepuls (v. lat. lispulsu), Abweisung, abschlä-gige Antwort; Repulsion, Rückstoß, Rückschlag;Repulsiren, abweisen, znrückstoßen; Repulsiv,abstoßend.

Nepulsebai, Meeresarm im Süden der Halb-insel Melville (Britisches NAmerika, 66° n. Br.),durch die Insel Southampton von der Hudsonsbaiund dem Foxkanal geschieden, welche beide Mesres-theile durch sie verbunden werden; mit zahlreichenInseln, 1712 entdeckt n. lange Zeit sür eine Durch-fahrt nach dem nördlichen Eismeer gehalten.

Repunziren, goldenen u. silbernen Gegenstän-den außer dem gewöhnlichen Stempel (Punze) nocheinen besonderen (Repunze) ausdrückcn.

Reputation (v. Lat.), Ruf, bes. guter Ruf, An-sehn, Achtung; Reputirlich, ehrbar, anständig,rechtlich.

Rcquena (das alte Lobetum), Stadt in der span.Prov. Valencia, in einer sehr fruchtbaren Ebene, ander Straße von Balencia nach Madrid; Fort,Wein- n. Seidenbau, Seidenweberei; 7709 Ew. u.mit den Caserios seiner weiten Huerra 12,029 Em.

Nequetenmeister (Lluitrsa äss rsgustss), inder alten französischen Justizversassnng die Vorgän-ger des nachmaligen Staatsraths in der Section<iu ooutsirtieux, und Mitglieder der Parlamente,welche die eingegangenen Bittschriften (Koqustos)durchsahen u. zum Bortrag brachten.

Nequlem (nach den Anfangsworten des Introitus:Rsquisna usboruam äouu sis so genannt), LIissupro äotuuctw, Seelenmesse; ist in der Römisch-Katholischen Kirche als jährlich einmalige Messe füralle Verstorbenen, als Begräbniß- oder Todestags-messe , als Jahrtags- und als Votivmesse (je nachWunsch im Laufe des Jahres) gebräuchlich. Im L.bleiben manche Theile der sonstigen Messe hinweg.!

Requisit.

! Dasselbe beginnt mit dem Roguiom uotsruam, demsich das Kyrie anschließt; nach dem Oomiuua vo-blsoum und einer Orabio pro ckoluuotw folgen die(nach allgemeiner Annahme vom Minoriten Thomasvon Celano 1250 gedichtete) Sequenz Dies iras, anStelle von Epistel u. Evangelium geeignete Stellen,dann das Olkortorium, die krasksckio, das Lauobus,Osauua, vouockietns, A.guus vor mit dem Schlüsseckoua sis roguiom sompitoruaiu sto. n. endlich (amKatafalk) das lüdsra noo äomius. Das gesungeneR. besteht aus folgenden Thcilen: 1) Logniom mitliz-ris, 2) viss iras, 3) Otkvrtoriuru, 4) Lauotus,Osauua, vsuslliotus, 5) L.guus vor mit dem vuxaotorua; außer diesen legen mancheComponisten anPassenden Stellen noch andere Sätze ein, welche vomChor gesungen werden, während der Priester amAltäre stille Gebete verrichtet. Das L. ist so alt alsdie Messe und wurde schon in den ersten Zeiten desChristenthums in den kirchlichen Gottesdienst ausge-nommen. Das musikalische L. hatte anfänglich einenstreng liturgischen Charakter, erhob sich aber nachu. nach zu immer größerer Selbständigkeit u. ver-suchten die Componisten desselben namentlich nachdem Hinzntritt der Instrumentalmusik die verschie-denen Stimmungen mit größter Bestimmtheit desAusdrucks, Lebendigkeit des Klangcolorits wieder-zugeben. So haben die jüngeren Meister besondersdem vios irao als demjenigen Theil des L. einehervorragende Stelle zugewiesen, welcher durch sei-nen dramatisch bewegten Inhalt zu Len großartig-sten Tonschildernngen Gelegenheit bietet. In diesenBestrebungen sind aber auch die bedeutendsten R.der Neuzeit aller Berührungspunkte mit dem kirch-lichen L. verlustig gegangen, können nicht mehr zureigentlichen Kirchenmusik gerechnet werden und fin-den ihren Schwerpunkt hauptsächlich in der kunst-vollen Behandlung, mit der sie unter dem Aufgebotder mächtigsten vocaleu n. instrumentalen Effecte diecharakteristischen u. dramatischen Momente des Tex-tes zur Darstellung bringen. Ausgezeichnete Com-ponisten des L. sindOkeghem, Josquin, v.Prioris,Anton ds Fevi», Palestrina, Nsola, Pitoni, Jomelli,Mich. Haydn, Mozart, Chernbini, Schumann, Lach-ner, Berlioz, Brahms, Verdi u. A. Statt des K. istin der Griech. Kirche die Pannychis gebräuchlich,eine Reihe von Gebeten u. Chorgesängen, am To-destage im Hause u. am Begräbnißtage beim Grabe,dann am 3., 9., 20. od. 40.Tage, od. nach Verlaufeines halüenJahres, od. am Todestage nach einemJahre in der Kirche, welche an einem mit Reis,Honig ».Gewürzen u. an einem anderen, mit Weih-rauch besetzten Trauertisch abgehalten werden. DerHauptinhalt ist das Gebet um Ruhe u. Sündenver-gebung für den Verstorbenen, SiebcnroS.

kloquiesost in psoe (möge er in Frieden ruhen),Formel, womit in der Katholischen Kirche das Re-quiem beendigt wird.

Ncquiriren (v. Lat.), erbitten, nachsuchen, ver-langen, ersuchen, des. eine fremdländische Obrigkeitum Hilje ersuchen; untersuchen, erforschen, auslnnd-schaften; daher Requirent, Nachsucher, Nachfor-scher; Lieferungen fordern od. ausschreiben; vgl. Re-quisition u. Verpflegung.

Requisit (v. Lat.), Erforderniß, erforderlicheEigenschaft; alle kleinen Utensilien, welche zur Auf-führung eines Schauspiels oder einer Oper, eines

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