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Ncnncu, die ursprüngliche Art der Darstellungvon Eisen (Schmiedeeisen) direct ans Erzen. Es ge-schah mit Holzkohlen in dem vorne offenen Renn-herd, in welchen hinten das Rohr eines primiti-ven Gebläses mündete. Es ist noch jetzt in nncnlti-virten Gegenden Schwedens, den Pyrenäen, Inner-Afrika, Ostindien n. Madagascar in Gebrauch, wirdaber durch den fortschreitenden Verkehr stets mehrverdrängt. Vgl. Rcnnprocesse. Jung«.
Nenucs, Stadt n. Hauptort indem franz. Dep.Jlle-et-Bilaine, sowie in dem 10 Cantone und 78Gern, mit 157,482 Ew. umfassenden, gleichnam. Arr.,ehemals die Hauptstadt der Bretagne, an beidenSei-ten der Maine n. an der Mündung der Ille, amJlle-u. Rancckanal, Station der franz. Westbahn, znmThcil gut gebaut, mit schönenPlätzen u. Boulevards,sowie mit hübschen Promenaden. HervorragendeBauwerke sind: die Kathedrale St. Pierre, das In-nere ein griech. Kreuz bildend, mit zwei 40 in hohenThürm en; die Kirche Sie. Melaine (seit 1845 NotreDamejausdeinll.—16.Jahrh.,initeineinThurme,der erst 1857 vollendet worden ist u. eine Kolossal-statue der Jungfrau Maria trägt; die Kirche St.Germain aus dem 15. u. 16. Jahrh.; die Kirche St.Sauvenr, gegen 1728 vollendet, mit schonen Gemäl-den; der Justizpalast, 1618—54 erbaut, mit 4 Sta-tuen bedeutender Juristen n. reich decorirten Sälen;das Stadthaus n. das Präsidialgebäude, unter Lud-wig XV. von Gabriel erbaut, beide durch einen Bo-gen, der von einem eleganten Thurme überragt wird,zu einem schönen Ganzen verbunden; das Theatermit den Statuen Apollos u. der nenn Musen; das Nni-versitätsgebäude, 1849—55 erbaut; der erzbischöf-liche Palast, 1672 erbaut, besitzt ein schönes, in Holzgeschnitztes Altarblatt, ein hervorragendes Werk derdeutschen Kunst des 15. Jahrh.; die Kaserne St.Georges, ein stolzer Arkadenban von 1669; dasArsenal, eins der wichtigsten in Frankreich, mit präch-tigen Werkstätten und Wafsensammlung; die PorteMordclaine (ans dem 15. Jahrh.), durch welche dieHerzöge der Bretagne ihren Einzug in die Stadthielten, um sich hier salben zu lassen. R. ist Sitz derDepartementalbehörden, eines Erzbischofs, einesAppell- und Assisenhoses, eines Gerichtshofes ersterInstanz, von 4 Fricdensgerichten, eines Handelsge-richts , einer Handels- und Ackerbaukammer, einerAkademie u. hat: Rechtsfacnltät, Facnltät für Wis-senschaften u. Literatur, Lyceum, Großes Seminar,Normalschule für Lehrern. Lehrerinnen, Vorbereit-uugsschule für Medicin und Pharmacie, Schule fürMalerei, Bildhauerei und Zeichnen, Handels-, Ge-werbe- n. Ackerbauschule, öffentliche Bibliothek von45,000 Bänden und 220 Manuscripten, Gemälde-galerie, geologisches Museum, Botan. Garten, Ge-sellschaften für Archäologie, Musik, Medicin, Wissen-schaften u.Künste, Acker-».Gartenbau, Irrenhaus,Waisenhaus, Militärhospital rc., Departementsge-fängniß, Centralgefängniß für weibliche Sträflinge,Succursalc der Bank von Frankreich, Gerberei,Wachsbleichere, FabrikationvonStärke,Handschnh-waaren, Hüten, Schuhwaaren (in diesen beiden Ar-tikeln ansehnlicher Export), Buntpapier, Lichten,Pfeifen, Fayence, Chemikalien, Segeltuch, sogen.Renner Zwirn, Schnüren, Spitzen, Stickereien,Riemen,landwirthschaftlichen Jnstrnmentenrc., Fär-berei,Buchdruckcrei, Bierbrauerei,Schiffbau,Handel
Rciinsticg.
mit Getreide, Vieh, Geflügel, Butter, Holz, Honig,Wachs, Leinwand, Zwirn rc.; 1876: 53,598 Ew.(Gern. 57,177). R. ist Geburtsort von BertrandDuguesclin, Alexander Duval, des Marschalls vonRetz, des Seemanns Lamotte-Piquet, von St. Foixu. Lanjninais. R. hieß zur Römerzcit Condate u.war die Hauptstadt der Rhedones. Es wurde schon !früh von den Franken, im 9. Jahrh. von dem Bre-tagner Nomenojus mit Hilfe der Normänner erobertund Karl der Kahle trat es dessen Nachkommen als iKönigen der Bretagne ab. 1357 wurde die Stadtver- 'gebens von den Engländern belagert. H> Berns.
Nennfahne, die laut besonderer Belehnung vom 'Kurfürsten von Sachsen geführte Reichsfahne; seit jdem 16. Jahrh. die Fahnen der Reiterei u. daher ^auch die betr.Abtheilung. Im Mittelalter bezeichneteman damit die theils berittenen, theilsnicht berittenenSicherheitsabtheilnngen marschierender Heere. s
Rennie, 1) John, geb. 1761 in Schottland,anfangs Mllhlenbanmeister, bildete er sich, vorzüglich i
durch Hafen-, Brücken- n. Marinebauten u. in dem ?dahin einschlagenden Maschinenwesen, znm Baumei-ster aus. Von der britischen Regierung zum Vor-steher sämmtlicher Hafen- u.Marinebanten ernannt,leitete er den Bau des Kennel-u.Avonkanals, bedeu-tende Arbeiten in den Häfen von Portsmouth, Cha-tham, Plymouth, Sheerneß, den Ban der LondonerWaterloobrücke, derSouthwarkbrllcke (von Gußeisen).
R. starb 1822 in London u. hinterließ eine Geschichteseiner sämmtlichen ansgeführten Bauten mit Zeich-nungen. 2) SirJohn, SohndesVor., geb. 1796,gest. 1876, baute die neue Londonbrücke, wofür erzum Ritter ernannt wurde, leitete die Entsumpf-ungen in Lincolnshire u. führte verschiedene Wasser-bauten aus. Kühne.
Nennprocesse , die verschiedenen Methoden,Schmiedeeisen u. Stahl direct ans den Erzen dar-zustellen. Hierher gehören die ältesten Methoden derDarstellung von Stahl (Hartzerrennarbeit)u.Schmie-deeisen (vgl. Rennen) und einige neuere Methoden:Chcnot z. B. erhitzt reine Braun- n. Spatheisen-steine in einer gemauerten Röhre von außen. Zwi-schen das Erz sind Holzkohlen geschichtet oder besser,es werden reducirende Gase hindurch geleitet. Ste-in ens schmilzt die Erze mit Zuschlägen im rotirendenPuddelofen bei Regenerativgasfenernng rc. Nochweniger als diese R. haben sich die von Thoma,Clay, Renton, Gurlt rc. Eingang verschafft.
Neunstieg (Rennweg, Rainstieg,d. i. Grenzweg),
Weg über denKamm desThüringerWaldes bis znmGroßen Weißenberg, wo er sich seitwärts über denRennwegskopf bis zur Werra wendet, Salzungenin einem Bogen umschließt, dann an der Werra biszur Mündung der Hörsel weiterlänft u. hierauf um >den Ringgan zwischen Krcuzburg u. Eschwege herum- sführt. Einst Grenze zwischen Thüringen n. Franken,jetzt Grenze zwischen den verschiedenen thüringischenStaaten, ist der R. noch überall gang- n. fahrbar, stel-lenweis sogar chaussirt. Vgl. Ziegler, Der R. desThüringer Waldes, Dresd. 1862; Brückner, Beitr.zur Geschichte deutscher Alterthümer (HenncbergischerVerein),3.Lief.,S.247ff.,Mein.1867. Der NameR. kommt auch sonst mehrfach vor, so in Schlesien beiGoldberg, am Kyffhäuser, in Franken an der Saale,in Hessen an der Hann, in Schwaben am Pfahlrain,an der Mosel bei Trier, in der Schweiz. Schroot.