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Remoulins — Renaissance.
Remonlins, Stadt imArr.llzöS des frauz.Dep.Gard, am ,Gardon; altes Schloß, Alkoholbremicrei,Töpferei, Öl- u. Kornmühlcn, Handel mit Wein u.Liqnenren; (1877) 1380Ew. JnderNähedcrPont-dn-Gard (s. u. Gard 1).
Nemovircn (v. Lat.), entfernen, absctzen.
Nompsrt (fr.), der Wall; daher Rempariren,verschanzen.
Nemplayant (fr.), Stellvertreter, des. Vertretereines Andern im Kriegsdienst. Nemplaciren, er-setzen, Geld wieder anlegcn.
Rems , 80 Icm langer Nebenfluß deS Neckar inWürttemberg; cnispringt am Albuch bei Effing imJagstkrcise, mundet bei sttcckarrems im Neckarkreise.
Remscheid, Stadt im Kr. Lennep des preuß.Ncgbez. Düsseldorf, Station der Berg.-Märk.Bahn,3S0 m ü. d.ZN.; Gewerbeschule, höhere Töchter- u.Städtische Fortbildungsschule, Eisen- u. Stahlhäm-mer, Eisen- n. Stahlwaarensabriken, welche an 2000Artikel liesern, Handel mit den Fabrikaten (R-erMaaren); 26,066 Ew. — R., ursprünglich eineVilla, kommt 1132 als Rcmigeskede urkundlich voru. hatte schon vor 1580 Eisenhütten, die für Solin-gen arbeiteten. Nach Aufhebung des Edicts vonNantes wanderten hier viele französische Eisenarbei-ter ein. Schroot.
Remse, Kirchdorf in der konigll sächs. Kreis- n.Amtshauptmannschaft Zwickau, an der ZwickanerMulde, Station der Mnldethalbahn; Schloß (dasehemalige sehr reicheBenedictmer-NonncnklosterNe-missa), bedeutende Papier- n. Preßspänfabrikation,Kammgarnspinnerei; (1875) 1019 Ew. R. ist eineSchönbnrgische Lchnsherrschaft.
Remter (Klosterw.), so v. w. Nesectorium.
Nemuneriren(v.Lat.), vergüten,vergelten, be-lohnen ; daherN emuneration, die Vergeltung fürgeleistete Dienste, welche Lehrer, Advocaten, Ärzte,Beamte rc. erhalten, im Gegensätze zu einem festenGehalte.
Nemus, Bruder des Romulus, s. d.
Remnsat, 1) Jean Pierre Abel, französ.Orientalist, geb. 5. Sept. 1788 in Paris; studirteMeinem und orientalische Sprachen, prakticirte seit1813 als Arzt, arbeitete 1814 in den Militärspftä-lern der Umgegend von Paris u. wurde in demsel-ben Jahre Lehrer der chinesischen und Maudschn-sprache am (lollsxs äs krairos, war 1822 Mitgrün-der der Looists asiatigns, deren Secretär und seit1828 deren Präsident, seit 1823 auch Conservatorder orientalischcnManuscripte der königl. Bibliothek;er blieb, obgleich treuer Anhänger der alten Bour-bonen, unter der Negierung Louis Philipps in seinenÄmtern u. st. 3. Juni 1832. Er schr.: Lssal snr laianAuo st In iittsrature ollinolse, Par. 1811; klareä'un äiotlonnairs ollinois, ebd. 1814; Rsellerollsssrw los lanxuss tartarvs, ebd. 1820; Llsmsnts äs1a ^rarninairs vllinoiss, ebd. 1822; ÄslanAss asia-tignos, ebend. 1825 f., 2 Bände: lllonvoanx msl.asiab., ebd. 1829 f., 2 Bde.; übersetzte u. And. denRoman: In-Iciao-Ii on iss äsnx oonslnss (1827)ans dem Chinesischen; redigirte seit 1818 das äour-rnrl äos savans. Auch am 16. Bde. der Llömoirsseoncsrnant Iss (Illinois (1814) nahm er Antheil.Vergl. Sylvestre Le Sacy, lstobieo sur ia vis st losonvruAös äs k., Par. 1834. 2 ) Charles Fran-.xois Marie, Graf von, französischer Staatsmann
und Pnblicist, geb. 14. März 1797 zu Paris; stu-dirte Jura, schrieb dann für Zeitungen, z. B.llsOonstitntionnsl und llo Oonrrisr kranpais, Unter-zeichnete 1830 den Protest der Journalisten gegendie Juli-Ordonnanzen und wurde von Toulousein die Deputirtenkammer gewählt, wo er 6 Jahrelang zu den Doctrinären gehörte. 1836 wurde erUnterstaats-Secretär im Ministerium des Innern,schloß sich 1837 der Opposition unter Thiers an u.wurde unter diesem 1840 Minister des Innern. Nach-dem das Ministerium Guizot 29. Oct. 1840 ins Le-ben getreten war, ging er wieder zur Linken über.1846 wurde er Mitglied der Akademie. Kurz vordem Sturze Ludwig Philipps wurde er wieder Mi-nister, später in der Nationalversammlung Viceprä-sident des Kriegsconütes. Er stimmte mit der mo-narchischen Majorität, war aber gegen Napoleon.Am 2. Dec. fand er sich bei Odilon-Barrot ein,um gegen den Staatsstreich zu protestiren, wurdefestgenommen u. verbannt, worauf er sich nach Brüs-sel begab, aber im Sept. nach Paris zurückkehrte.
1869 gründete er in Toulouse den oppositionellenkrsArös llbsra-l und war 1871—1873 Minister derAnswärt. Angelegenheiten. Er starb 6. Juni 1875.Als Philosoph huldigte er dem Cousinschen Eklekti-cismus. Seine besten Werke sind: kssais äs plli-losopllis, 1842; ^.llslarä, 1845; Kamt ^.nsslmo äsOantorllsr/,1853—68, n. Laeon, 1857—58. Fer-ner schrieb er: ILLmAlotoirs au 18s sisels, 1856;OllanniuK, 1857—61; Hsrllort äs Ollerllurz', 1874;Hisboirs äs In pllilosopllio su Lmglstsrrs, 1875 rc.Vgl. Rsvus polltigus ob litt., 10. Juli 1875, undlbsvusäos äsnxlllcmäss, 15. Nov. 1875. 3 ) PaulLouis Etienne de, franz. Schriftsteller und Poli-tiker, geb. 17. Nov. 1831 in Paris; studirte Juran. schr. für die lbovus äss äonx läcmäos (eine Aus-wahl von seinenArtikeln in: llss soisuoos naturelles,1857),Las äournaläesllsbabsrc. Er mar 1865 Mit-glied des Municipalrathes von Toulouse, der vonder Regierung aufgelöst wurde, begleitete Thiers
1870 aus seiner Mission bei den Hauptmächten Eu-ropas, wurde 1871 und 1872 in die Nationalver-sammlung gewählt, die ihn zu ihrem Secretär er-nannte, und schloß sich dem linken Centrum an.
1 ) Schott. 2)—s) Bolchert.
Nein!), Jules, franz. Reisender, geb. 2. Sept.1826 zuChalons-snr-Marne; war 1848—50 Lehrerder Naturgeschichte am College Rollin zu Paris undbesuchte seit 1851 die Canarischen Inseln, Südame-rika n.Polynesien, gewann auf den Sandwich-In-seln die Freundschaft des Königs Kamehameha III.u. blieb hier 3 Jahre; reiste darauf nach Californienu. an den Salzsee, besuchte nochmals Bolivia, Chileu. Peru, und kehrte von dort durch die VereinigtenStaaten nach Frankreich zurück. Er schrieb außermehreren botanischen Werken: ^.sosnslon än kl-olllnolla, Chal. 1858; Röoibs ä'nn vlonx sanva^sporrr ssrvir st l'llisboirs aneionns äs Haavali, ebd.1859; Vo/SAS aux paz'S äos lllormons, Par. 1860(engl. Land. 1860); Risboirs äs l'arollipsl llarvailon(in der Hawaiisprache mit franz. Übersetzung), ebd.1862. Daneben bearbeitete R. auch fremde Reise-werke, des. die von Herrn. Wagner, französisch.
llon, die Niere; renal (rsnalis), die Nieren be-treffend.
Renaissance (wörtl. Wiedergeburt), 1) (im wer»