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Rcichcnbach-Gvichütz.
Soolenlcirung von Berchtesgaden nach Reichenhalldie nach ihm benannte und 1817 beendigte Wasser-sänlenmaschine und st. 21. Mai 1826 zu München.Seine von Kirchmayr gefertigte Büste ist in derWalhalla ausgestellt. 2) Karl, Freiherr v., be-deutender Tcchnologeu.Naturforscher, geb. 12.Febr.1788 zu Stuttgart, widmete sich zu Tübingen demStudium der Rechte u. Naturwissenschaften, Pflegteletztere später nur allein u. errichtete nach Absolvir-ung derselben zu Billingen ein Eisenwerk, sowie zuHausach in Baden die ersten größeren Holzverkohl-ungsöfeu. Mit der Verkohlung verband er die Ge-winnung von Essigsäure u. Thecr n. entdeckte in denDestillatiousproducten Las Paraffin, das Kreosot rc.1821 verband er sich mit dem Grasen Hugo vonSalm u. vergrößerte dessen Eisenwerke zu BlanskoinMährsn. Von 1824—l832wurdeerderSchöpfereiner großen Anzahl bedeutender Maschinenbauan-stalten, von Bohr- und Walzwerken und auch einerZuckerfabrik in der Umgegend von Blansko. Kurznach dem 1836 erfolgten Tode des Grafen Salmzog er sich ans der Verbindung mit dessen «ohnezurück. 1839 in den Freiherrnstaud erhoben, starber 19. Januar 1869 in Leipzig. In seiner letztenLebenszeit beschäftigte er sich viel mit der von ihmgegründeten sogenannten Odlehre. Seine bedeu-tendsten Schriften sind: Geologische Mittheilungenans Mähren, Wien1834; Odisch-magn-nscheBriese,Stuttgart 1852; Der sensitive Mensch und seinVerhalten zum Od, ebd. 1854, 2 Bde.; Aphoris-men über Sensitivitätu.Od,Wien1866; Die odischeLohe und einige Bewegnngserjcheinungen als ncn-cntdeckte Formen odischen Princips in der Natur,ebd. 1867. 3)Heinrich Gottlieb Ludwig, Sohndes Conrectors an der Thomasschule in Leipzig undVerfassers des ersten griech.-deutschen Wörterbuchs,Joh. Friedr. Jac. R., Botaniker, geb. 8. Jan. 1793in Leipzig, wo er stndirte, wurde 1816 Privatdoceutder Medicin daselbst, 1819 Professor der Natur-geschichte an der medicinisch-chirurgischen Akademie,Jnspector des Naturalien, u. Mineraliencabinets u.später auch Director des Botanischen Gartens inDresden; er schrieb außer zahlreichen Specialschristenüber pharmaceutische Pflanzen (namentlich Aconi-tum) und Flechten viele allgemein botanische Werke,auch einige zoologische; besonders erwähnenswert!)sind: leonvKraplria botanios. oxotüoa, Leipz. 1827bis 1860, 19 Bde.; Zoologie, Dresden 1829—33,2 Bde.; kkioraAsrirmaioa oxerrrsoria, ebd. 1830—3 2,2 Bde.; büora, Zsrmauiea sxoioenta, ebd. 1830 ff.;§1ora sxot., Lpz. 1830; Das Pflanzenreich inseinennatürlichen Klassen u. Familien, ebd. 1834,1. Forts.,ebd. 1835; RoZnum animale oto., ebd. 1834—36;Kupfersammlung zum praktisch-deutschen Botanisir-buche, ebd. 1836ff.; Handbuchdes natllrlichenPflan-zensystems, Dresd. 1837, n. A. Lpz. 1841; Deutsch-lands Flora, ebd. 1838—60, 227 Lief. 4 ) AntonBenedict, Bruder des Vorigen, Naturforscher,geb. 1807 in Leipzig, studirte daselbst Theologie,aber nebenbei Naturgeschichte u. schöne Wissenschaf-ten, denen er sich seit seiner Anstellung als Lehrer derNaturgeschichte an der Realschule in Leipzig (1834)allein widmete; er schrieb u. a.: Bildergalerie derThierwelt, Lpz. 1834; Naturgeschichte des Pflanzen-reichs, ebd. 1837, 2. A. ebd. 1855; mit Thon: Na-turgeschichte der Jusecten, Krebs- u. Spinneuthiere,
ebd. 1838; Naturgeschichte der Weichthiere, Ringel-würmer rc., ebd. 1842; Naturgeschichte der Fische,ebd. 1840; Volksnaturgeschichte,Prag 1847, 2Bde.;Raturgeschichte der Menschen u. Säugethiere, Lpz.1847, 2. A. ebd. 1854; Naturgeschichte der Vögel,ebd. 1848, 2. A. ebd. 1854; Naturhistorischer Bil-deratlas oder Wandtafeln der Naturgeschichte, ebd.1848; Der Schmetterlingsfreuud, ebd. 1852; DerKäferfreund, ebd. 1857; Reisebilder Lurch alle Zo-neu der Erde, ebd. 1835; Examinatorium der Bo-tanik, ebd. 1852, 2. A. 1870; Geschichte des Thier-reichs, ebd. 1854; Buch der Thierwelt, 2 Bde., 2.A.1860; Lehrbuch der Naturwissenschaft, 1.—3. Thl.,1857; redigirte 1839—41 den Sächs. Hausfreund.5 ) G nstav, SohnvonR. 3), geb. 3.Jan. 1823, stu-dirte in Leipzig, war erst Lehrer au der Forstakademiein Tharand u. wurde 1855 Professor der Botanik inLeipzig u. 1861 in Hamburg. Er bearbeitete einzelneAbschnitte zu seines Vaters Ikonographie u. FloraSachsensu.Kunzesbotan.Wertenu.schr.: vsxollieisOroüiäsarumAonssiacobruetmra.Lpz. 1852; Xsniaoreiriclaoea, ebd. 1854 fs. i> LI i) S) r. L) Glichet.
Rcichenbach - Goschütz , ein gegenwärtig inSchlesien mit der 1727 erworbenen freien Staudes-herrschaft Goschütz (4,-,» UM. mir 10,000 Einw.),der Herrschaft Großschönwald im Kreise Poluisch-Wartenberg u. anderen Besitzungen begütertes Ge-schlecht, welches 22. Febr. 1678 den Reichsfreiherren-,10. März 1730 den Reichsgrafenstand, 1741 dieWürde als freier Standesherr zu Goschütz und dasGcuerallaudpostmeisteramt des Herzoglhums Schle-sien (seit 1752 erblich) und 1824 eine Curiatstimmeim Stande der Fürsten u. Herren auf dem schlesischenProviuziallandtage erhielt; der Ches der ersten Linieist jetzt erbliches Mitglied des preußischen Herren-hauses. Die sichere Stammreihe beginnt mit Kon-rad 1228. Die drei Söhne des Grafen Heinrich I.Leopold (geb. 1705, st. 9. April 1775) gründetendrei Linien; Chef der ersten ist heute: Graf HeinrichRaphael, geb. 20. März 1865, Standesherr zu Go-schütz, Generalerblandpostmeister im HerzogthumSchlesien und erbliches Mitglied des preuß. Herren-Hauses. Chef der zweiten ist: Graf Heinrich Leopold,geb. 7. Oct. 1808; sein ältester Sohn Harry ist 1840geboren. Der dritten Linie Chef ist: Graf Eduard,geb. 24. Mai 1837. Bemerkenswerthe Glieder derFamilie sind aus der dritten Linie :1)Graf Eduard,geb. in Olbersdorf 10. Nov. 1812, studirte in Bres-lau u. Jena, ließ sich in die burscheuschaftlichen Wir-ren ein, saß dafür 1H^ Jahre in Berlin und Neiße.Dann kaufte er bei Steiße Waltdorf, wo politischeMißvergnügte vielfach bei ihm verkehrten, so Hoff-man» von Fallersleben. Ein glühender Demokrat,fand er Fühlung milden Rednern der badischen Kam-mer. In Breslau hielt er durch sein großes AnsehenTumulte nieder 1848, trat dann ins FrankfurterVorparlament, stimmte in der Berliner Nationalver-sammlung mit der äußersten Linken, trat aber dann niemehr hervor, verkaufte allmählich seine Güter, zognach Brieg n. starb hier 15. Dec. 1869. Er ist derVater des obigen Grafen Eduard. 2) Oskar, Bru-der des Vorigen, geb. 17. Jan. 1815, war 1818Mitglied der Vorparlaments, dann der DeutschenNationalversammlung in Frankfurt u. des Central-ausschusses der Demokraten Deutschlands, wurdewegen seiner Theilnahme am Stuttgarter Rumps-