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Rcgium —
fahrteischiffe u. ihre Befugniß zur Führung der Bun-desflagge vom 25. Oct. 1867 (Bundesgesetzblatt desNorddeutschen Bundes, S. 35), durch die Verord-nung betr. die Bundesflaggs von demselben Datum,durch das Gesetz betr. die R. u. Bezeichnung der Kauf-fahrteischiffe vom 28. Juni 1873 (Reichsgesetzblatt,S. 184) u. durch die dazu erlassenen Vorschriften vom13. Nov. 1873 (Neichsgejetzblatt, S. 367). Fest-
Regium, s. Rheginm.
Regius, Urban, s. Nhegius.
Reglement (v. Franz.), Vorschrift, wie irgendetwas gehalten werden soll, wie ein Dienst, des. derMilitärdienst, zu verrichten ist.
Negletten sind lange Stücke Durchschuß, welchezwischen die Zeilen einer Druckschrift, besonders beiWerken, gesetzt werden.
Reglisse, 1) Braune R. (kasta liguiritnns),Paste aus heißem Aufgüsse von Süßholzwurzel mitarabischem Gummi u.Zucker; 3) Weiße R., so v.w. Althäenpaste.
Rcgnard, Jean Francois, franz. Lustspiel-dichter, geb. im Febr. 1655 in Paris, verließ 1675sein Vaterland, um seine Reiselust zu befriedigen n.gericth 1678 in algerische Gefangenschaft. Infolgeeiner unglücklichen Liebe verließ er 1681 wiederumFrankreich u. reiste in Holland, Dänemark, Schwe-den, Lappland, Polen, der Türkei, Ungarn undDeutschland. Seit 1683 lebte er theils in Paris,theils in seinem Schloß Grillon beiDourdan, wo er4. Sept. 1709 starb. R. ist der beste franz. Lust-spieldichter nach Moliere: Imjcmsur, 1696, u. I-sloZabairs univorsol, l708(seinebestenWerke); nachLiesen: lm oognetbs, 1691; Im äisirsit, 1697; ImoMnsobmos, 1705, und die vorzüglichen Possen:I)emoorits,1700, u.I-os loliss nmoursusss, 1704;ferner: lüpitrss u. Latiros. Beschreibungen seinerReisen, von denen VoxnAs cks Laponis am interes-santestenist. Osuvrss äs L., Par. 1731, 5 Bde.; deBures Ausgabe der Oeuvres äs R., 1825; Michiels',1854. Vgl. Beffara, Rsedsroliss snr R., 1823.
Regnault de St. Jean d'Angely, 1) GrafMichel Louis Etienne, geb. 1762 in St. Far-geau, wo sein Vater Präsident des Tribunals war,studirte in Paris die Rechte, wurde um 1780Advo-cat, aber 1782 Lieutenant der Marine - PrevvteRochefort, 1789 wurde er zum Repräsentanten desdritten Standes der Ltats Asnernux gewählt, bliebals Abgeordneter bei der Constituirendcu u. Legis-lativen Versammlung u. zeigte sich als Freund dergemäßigten Monarchie, schrieb auch in diesem Sinne inden Hinl äss patriotss n. in Andre Cheniers äour-nai äel?aris. Bei dem Sturm ans die Tuilerien vom10. Aug. 1792 entrann er, wurde nach mannigfachenSchicksalen mehrmals verhaftet u. wieder frei; end-lich wurde er bei der Armee in Italien Generalaü-ministrator der Spitäler u. hier Bonaparte bekannt,welcher ihn mit nach Ägypten nahm, aber in Maltaals Civilcommissär zurückließ; nachdem Malta in dieHände der Engländer gefallen war, privatisirte R.bis nach Bonapartes Rückkehr in Paris, unterstütztediesen am 18. Brumaire, redigirte dann den Oonsti-butionusl eine Zeit lang, wurde 1802 Staatsrath u.hierauf Präsident einer Section des Innern, 1803Mitglied der Akademie, 1804Generalprocurator amkaiserlichen Obergerichtshofe, 1807 Staatssecretärder kaiserlichen Familie u. 1808 Reichsgraf. R. galt
Regnault.
bei Napoleon sehr viel und wurde mannigfach Ver-wender. Jan. 1814 wurde er Legionär in derNatio-nalgarde, begleitete die Kaiserin 1814 nach Blois,schlug aber dann sehr rasch zu der Restauration über.In den Hundert Tagen trat er jedoch in seine altenAemter cm, spielte den eifrigen Bonapartisten, wurdein die Kammer gewählt, setzte nach der Schlacht vonWaterloo Alles daran, damit Napoleon II. Kaiserwürde u. wurde darum nach Ludwigs XVIII. Rück-kehr durch die Ordonnanz vom 24. Juli verbannt;er ging, durch eine neue Ordonnanz vom 17. Jan.1816 gezwungen, nachAmerika, 1817 nach Belgienund erhielt 1819 die Erlanbniß zur Rückkehr, starbaber andemTage seinerAnknnft inParis, 10. März1819. 3) GrafAugusteMichel, Sohn des Vor.,geb. 29. Juli 1794 in Paris; wurde in St.Cyr er-zogen, focht 1812 als Husaren-Unterlieurenant imrussischen Feldzug mit und zeichnete sich 1813 beiLeipzig sehr aus. 1814 machte er den Feldzug imkaiserlichen Generalstab mit, wurde 20. März 1815kaiserl.Ordonnanzoffizier u. beiWaterloo Escadron-chef. Durch die Restauration aus den Heereslistengestrichen, ging er mit seinem Vater nach Amerika,kehrte mitihm 1819nachFrankreichzurück, ohne aberin Dienst zu treten. 1825 errichtete er, um Griechen-land zu unterstützen, dort mit Oberst Fabvier einReitercorps und ging 1829 als Freiwilliger unterMaison nach Morea. 1829 wurde er wieder franz.Capitän, 11. Sept. 1830 Oberstlieutenant, machtedie belgische Campagne mit u. stieg 23. Oct. 1832zum Obersten, 10. Dec. 1841 zum Generalmajoru. Chef der Militärverwaltung des Meurthe-Depar-tement; seit 10. Juli1848 Divisionsgeneral, wohnteer 1849 der Einnahme von Rom an, 1849 wurde erin die Legislative Versammlung gewählt, hier Mit-glied des Kriegscomites und gehörte zum Poitiers-Verein. Thätiges Mitglied der bonapartistischenPartei, war er vom 9. bis 24. Jan. 1851 Kriegs-minister, wurde nach dem Staatsstreiche vom 2. Dec.27.Jan.1852 Senator, im Mai Generalinspector derCavalerie n. im Sept. von dem Prinzpräsidenten mitder Jnspection der italicn. Armee betraut; er wurde1854 Chef der von ihm gebildeten neuen Kaisergarde,kämpfte in der Krim u. wurde 5. Juni 1859 auf demSchlachtfeld von Magenta zum Marschall ernannt.1862 ward er Bicepräsident des Senates; seit 1849war er Großkreuz der Ehrenlegion. Dec. 1864 erlaubteihm Napoleon, Titeln. Namen auf seinen Schwieger-sohn Davillier zu übertragen. Der tapfere Kriegerstarb in Cannes 2. Febr. 1870. Kleinschmidt.
Regnault, 1) I e an Baptiste, Baron, franz.Historienmaler, geb. 19. Oct. 1754 in Paris, starbdaselbst 29. Octbr. 1829. In früher Jugend nachAmerika u. Afrika geführt, bann eine Zeit lang imMarinedienst verwendet, widmete er sich seiner ur-sprünglichen Neigung zur Kunst, bildete sich unterI. Bardin in Paris aus, ging 1774 nach Rom, woer eine Taufe Christi malte, und kehrte dann nachParis zurück, wo er Professor der königl. Special-schule der Malerei u. Mitglied des königl. Institutsward. SeineVorzügebesteheninderAnmuth seinerjugendlichen Gestalten und in der Feinheit des Ko-lorites. Hauptwerke: Die Taufe Christi; Die Er-ziehung des Achilleus (im Louvre); Die drei Gra-zien; Das Urtheil des Paris; Venus, Mars ent-waffnend; Amor und Psyche; Venus auf Wolken;