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Äupfcrftccfjcn —
Shtßferflcdjer, Kupferfifedjcn, f. u. ©rapß*ifße Küuße A 9—16.
fhtpfcrflecßerfunft, eine bet brei fpauptgat*timgen ber grapßifßen Kutiß (übet bie ©eßnitu. bie Derfßiebenen SDtanieren ber K. f. ©rapßifßefünfte, ßef. A. 9—16). Qn ber ©efßißte ber K.Jaffen ßß liiert, wie in ber ber Ipoläfßneibefnnß,befiimmte SntWidelungSpßafen unterfßeiben, wenig»ßenS nehmen biefelben bei ben einzelnen für bie31uSbilbung ber K. widrigen Nationen ganj ber»fßieben, n. ber geit naß auSeinanberfaflenbe Süßt*ungen. ©er Urfprung beS KupferftußS batirt(naß ben neueßettgorfdjungen Don ®. O. Seigel,ber eine auSgejeißnete ©ammfung ältefter ®rudebeftßt), wenn nicht aus früherer, fo boß mitibeßeitSaus berfelben geit toie ber beS $oljfßnittS; außfßeint es sweifelßaft (waS man bisßer glaubte),baß erft ber Slbbrud Bon graoirteu Sßieiüoplatten(f. STiieiHo) jur ©rßttbung beS KupferftißS geführtßabe, ba ßß fßon aus früherer geit ©rüde ge*funbcu hohen, weiße Don äJietaüpiatten für geug*brudereien gefertigt ftub. 9tieitloplatten foü guerßber ©olbfßmieb SJtajo giuiguerra in berSDtittebeS 15. gaßrß. 5 lt btuden berfnßt ßabett. 311Sältefter berartiger ©rud ifi bie aus bem gaßre1452 batirenbe Krönung ber Sütaria, wobon bieglatte im SDtufeum ju glorettj, ein alter Slbbrudin ber Sßatifer ©ammlung ßß befinbet. ©S ßeßtinbeffen feft, baß bie K. in ©eutfßlaub Biel früßerals in gtalien ßß tedtinijch berDoüfonunuete, babie beutfßen ©teßer ßß meßr an bie betaillirtereSJtanier ber SDtiniaturmaler anleßttteu, wäßieitbbie italienijdjen an ber gröberen ber 92iei(logva=Bintugcn feftßielten. SDtit ber beutfßen K. geigtbie ältefte nieberlänbifße bie rnciße SSerroanbtßßaft,wie überhaupt ber (ünftterifche ©ßaralter ber ©eß=nil in ber 2. §älfte beS 15. gaßrß. ben ©iußufjber ©ßule ban ©ßdS geigt. ®ie Slawen berälteflen ©teßer biefer geit ßnb nidjt befannt; erftauS ben gaßren 1465 n. 1467 epißiren 331ätter,bie mit bem ©teßermouogramm E. S. bejeißnetiß n. bereits ßinfißtliß ber technifchen SBeßanblnngeine langjährige Übung befunbet. 3 111 lebten Vier-tel beS 15. u. im Slnfange beS 16. gaßrß. betßeili*gen fich bereits nantßafte Küußler, bef. SJlaler, anber K., fo namentlich in ©eutfßlaub: SJlartiu©ßongauer, Sälbreßt ®ürer, bem bie ffir*ßitbmtg beS SRabirenS u. SitßenS jugefßrieben wirb,heinr. Sllbegreber, 81. Slltborfer, ©. ißenS,©eßam, S3inf, bie man unter bem Stamen berKleinen SJteifter jufammenjufaffen pflegt. gßuenfßloßett fuß au: fpirfßDogel, 8ttc. ©ranaß,S3nrgtmair, SSirgil ©olis, bie auß für bie©efßißte beS fjoläfßnitts Bon Sißtigleit fmb.föalb nach ber SJlitte beS 16. gaßrß. beginnt bie©eßnil, wie in ben übrigen fünften, fo aucß inber K. ju einer meßr ßaubmerflicßeu (Routine ßßju Dcrßaßen, pm ©ßeil beraitlaßt burcß eineUcberprobuction. Slameuttiß geßören ßierßer biebamalS beliebten Sßrofpecte, woDoit SKattß. SJle»rian eine große gaßl lieferte, ©ine große SWeitgeBon Sabintngen (ca. 4000 ©tiid, lieferte im 17.gaßrß. SBengeI Dollar; ans bem 18. gaßrß.iß bef. ©eorg griebr. ©cßinibt auS SBerlin(1712—75) als einer ber tücßtigßen ©tecßer ßer*Botäußebcn, beßen Slätter uo^ heute wegen ißver
Suhfcrfted)crfimft.
gelegenen ©ecßnif feßr gefcßä^t ßnb. Sußevbemßnb au nennen ©eorg Sille (1783—1816) u.©ottß. D. ÜKüller (1747—1830), beffen ©oßn© ßrißian griebr. S Dl. buröß feinen fcßönen ©ti^ber ©iptinifcßen SBiabonna berüßmt iß; ferner imäweiten Sßiertel beS 19. gahrß.: SBucßßorn iitS3erlin, auS beffen ©cßule eine ßteiße namßafter©tecßer wie SKanbel, ©icßenS, Süberiß,,Eeicßel, §abelmann u. '2. ßerborgegangenftnb. gn ber ©egenwart ßnb nocß außer ben©enaunten ßerDoräußebeu: ©roffin in Königs»bcrg, 8. 3ocobß in Sien, Keller in®armftabt,©eibel in SBerlin u. a. m. — git ben ßtieber*lanben ßnben wir am ©nbe beS 15. gaßrß.ebenfalls fcßon bebeutenbe ©tecßer, wie QfraelD. üßecEenen, granj D. Socßolt, fpäter (inber erften jpälfte beS 16. Qaßrßunb.) SucaS b.Seßben, ®irt ban ©taten, bef. aber (in ber^weiten §älfte) §einr. ©oltjiuS (1558—1617),bem 3oß. ©anrebamu.81. folgten. ®S beginntjeßt bie ©pocße ber peintres graveurs, b. _ß. bergroßen SJtaler, welcße mit SSorliebe bie 3lßfunßübten, Wie Siembranbt, Oftabe, ®ufart,ffiitpsbael, Saterloo, s ßaul ißotter, 83er»gßem u. 31. ®er große s fS. SR u b e it S grüubeteeine ©cßule für ben 8inten!upferßicß, auS bertücßtige ©tecßer wie Eornel. 33ijcßer, fßoutiuSu. Sä. ßerDorgingen. 33efouberS auSgejeicßuet insSiuienfticß war ©erß. ©beliugt. ®ie iteuerennieberläubifßeu ©tecßer leßnen ß^ im SlKgemei«nen au ißve großen äiovgänger an, berühmte 3ta*men ßnb jebocß nicßt ju Derjeicßuen. — gn^tct*lien, baS oßneßin auf bie ffißre ber ©vßnbungbev K. Slnfprucß macßt, bilbete ßcß biefelbe gleiß*geitig mit ber ®eutfd;en auS. 311S ber erfte be»lanute Sßteißer wirb 53accio SBalbiui in glo*renä genannt. SSebeutenber iß 3lnbrea SDtan*tegua (1431—1506), welcßer bie erßcn ®arof*(arten geftocßen ßabeH foü. Sieben ißn ftub jnnennen 31nt.ba S8reScia,3tobetta, gogo lino,©ampagnota, bef. aber ber berüßmte ©tecßerSDtarc Slutonio Staimonbi (1488—1550), berunter ber Seitung 3tafaelS unb meiß naß beffengeißnnngen arbeitete. 3 U feinen heften ©ßülern.jäßlen Slgoßiuo ba SJettejia, SDtarco ba 3ta»Beuna, bie SDtitglieber ber Kütißlerfamilie ©ßijin. SBattifta gtanco, gen. il ©emolei. ©pätergrünbeten bie ©aracci eine Kupferßecßerfcßutenaß bem SDcußer ber Stiebertäuber. 31uS berfel*ben ging ßerDor ©aitti SBartoli (1635—1700),ber namentliß burß feine ©artonßiße naß antilenSBilbwerfen ßß auSjeißnete, Wäßrenb bie unterbem ©inßuß ©uibo 9teniS ßeßenben ©teßer meßrauf malerifße Sirfnng ßinarbeiteten. gu größererplaßifßer ©trenge erßob ßß bie italienifße K. umbie SCRitte beS 18. gaßrß.; namentliß bnrß biefaß auSfßließliße Steprobuction ber dafßfßenSerie ber italienifßen Sütalerei gewann bie ital,K. eine ebte ffiroßartigleit beS Stils, weiße auflängere geit trabitioneü würbe, ©ie bebeutenberen©teßer biefer ßtißtung ftub ©unego (1727—94),SSolpato (1738—1803), bef. aber 3tapß. SDtor«gßen (1758—1833), bem ftß Songßi, 3Iitber»tont u. 31. anfdßoffen. 3tuS neuerer 3eit iß bef.SPaoli ©oSßi als ein gebiegener ©teßer ßer*Dorjußeben. — grautreiß tritt erß fpäter in