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Bd. 11 (1877) Jökul - Lainez
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^affentfctnb

gerrffgt Vielweiberei; feie grauen werben getauftimb es wirb bet betn greier nur auf fReicgtgumau^en gefegen. Von Äeufd^feeit, ©egant ober©grgefügf gaben bie S. feinen begriff, ©ie ©in»riegtung ber gamilie ifi patriavdjatifd^. ©erHäuptling iff in feinem «Stamme unumfdjränfter|>errf<ger, muß ffcß aber an beffegettbe iRecgte u.(SSewogngeiteit u. an bie im ©lamme ßerrfegenbenänfcgauttugeit galten, wenn er uidjt abgefegt wer»beit will; in ©rfcßeiuuug u. SebenSart genießt erfeine 2IuSgeid)nung. ©r erbt beit iRacgtaß finber»n. gefcgwifferlofer ©tammesglieber. ©ie Stammes»gerioffett galten mit unoerbrücglidjer ©reue gu»fanttnen. Sie Üteligion beffegt aus Veregrungber Verfforbetten, Vefcßwörmtg böfer ©eiffer unbßauberei. ©ie ^rieftet fittb lebigüd) Bunberärgte,Vefcgmörer unb Stegenmacger. ©ie bebeittenbftenStämme ber S. im engeren Sinne ftnb bie Vnta*fofa, Stma«tembu, Vma»mponbo u. Vma»gulu. ÜberVerbreitung unb ©intßeilung ber S. im weiterenSinne f. Vantu. .ggre Sprayen bilbett einen©praeßftamm, f. Santu*@prad)eit. §emie=2im9K)t)tt.

Jfafferttlaub (Saftrtanb, Saffraria), ber 2597km (350 2R) lange Süffeitffritg beS öfflicßen Süb»afrifa gwifegen beut ©ap ©elgabo im ÜR. u. bentSeisfammafluß im ©., begrenzt gegen SB. Bonbem gogen ntauerförmigeit Stbfatt be§ Sinnen»plateauS, weligeS im S. bie fRamen Ouatgtamba»gebirge ober ©raten* ober SBitteberge, im 9f. benKamen Supatagebirge fütjrt. ©er Süffenffrid) um»faßt bemttaeg baS 2Rogambiquelanb, baS Sofala»ianb, bann Weiter füblid) oott ber ©efagoabaibis gum ©ttgefa, ber Dforbgrettge iRatalienS, baSfreie Sattb ber gttlu, ferner bie britigge ©olouieKatal u. enbliig baS S. im engeren ©ittne, wo»mit man baS freie Sanb ber Gaffern bis fübwärtSgum ©roßen Seiftuß u. baS fog. Vritifig Saffraria,groifegen bem Sei u. SeiSfamma, benennt, gn S.im engeren ©inne gegort: a) Vritifcg S., berfiüffenffrifig gwifegen bem SeiSfatnma unb bem©roßen Sei. ©aS Sattb ift reieg bewäffert unbfraegtbar nnb gat bei einem gläcßengegalt Bon8970 Qkm (163 p2R) 86,200 ©inw., tionbeiten etwa 8000 britifege Sluffebler, bie übrigenSägern fittb. ©rft feit 1853 ift baS ©ebietunter britifige Dbergerrfcßaft gegellt worben,bamit auf biefe SBeife bie ©apcolonigen gegenbie fRattbgnge ber Sägern geßegert würben; bieSafferneiitwogner gegen aber unter eigenen §äupt=littgen unb werben naeg eigenen ©efegen regiert.3ur ©itgerung beS SattbeS ift eine Vttgagliiiütarpogen, URilitärbörfer u. einte aus Saffernbeftegenbe fgoligei unter britifigen gügrern er»tilgtet worben, ©ie gauptftabt ig Sing»SBiUiamS*toion, ber eingige §afeitort Dff«Sonbon, an berStiinbung beSVüffelffnffeS (VuffaloiRiBer). b) ©aSienfeittge (freie) S. (Kaffraria beyond tbeboundaries), welcgeS nur in einem bie Unabgängig*feit beftgränfettben oertragSmägigett Vergältttiffegunt britiftgen ©ouDernement ffanb, liegt gmifegenbem Vorigen n. ber ©olottie iRatal n. wirb gegen0. tgeils oon bem Sllbertbiffrict ber ©apcolottie,tgeits Bon ber Dranjeguß=SRepubtif begrengt. @Sift ebenfalls gut bewäffert (Bon bem Umgimoitbo,£ata, Vaffgi u. ©fomo) u. fegr fruigtbar, babeitteidg an Vieggeetben u. gat ein gefmtbeS Slitna.

Safiriftan.

©eit bem 22. Qmui 1876 ig baS unabgängige S.als gingolanb, gbutpwa fReferoe (f. b.) u. fRomatiS*laub (f. b.) mit ber ©apcolonie Bereinigt; ge wer*ben als Saffraria inet. Dff*©riqualanb mit 41,517 km (754«!«) u. (1875) 210,000 ©W. au»gegeben, gingolanb nennen bie Sorten ben an©ritißg S. gmtäcgg angreitgenbett ©geil be§ bis»gerigen greifaffernlattbeS. ©ie ©w. beS gefammteit©ebieteS gitb mit VuSuagme ber ÜRifgonäre rneiftnur nomabifeße Sägern unb gegoren gtt ben breiStämmen ber ©antintfi ob. Slma»tembu, Sfmant*ponbo u. Stmabapa; bie Vmagalifa gitb fag aus»gegorben, bagegen gitb noeg 3weige ber 3ttluBorganben. ©S gnb gier bie SRiffionSgationenVutterwortg, ©larfegott, SRorleg, Suntiug, Igal*merfton, Sgawburg. ©ie Süge gat auf biefergangen Streife feinen |iafeu. ©ie ©efcgiigte nnbbie Stiege ber ©ttglänber mit ben Saffern (Saffern*friege), }. ©aplaub (©efeg.). Slrenbts.»

Siaffcfäitvc, C 9 H ? 0 4 , bitbet ffeg beim Socgenber Saffegerbfättre mit Saülauge. ©elbliige fßris»men, löSItcg in geißent Stßaffer u. Süfogof. ©gen»tgforib bewirft eine grüne u. auf naeggerigen $u*fag Bon ©oba eine buttlefrotge gärbung. ©iewäfferige Söfung rebucirt beim ©rwärmen Silber*löfttng. ©ibt mit ©alpeterfäure beganbelt ©pat*fättre, mit f^mclgenbem Saliggbrat gfrotocatedju*fäure unb ©fggfänre, bei trodener ©eftiüationVreegcatecgin u. mit fRatriumamalqam fjgbrofaffe*fäure. SSrogtie.

Söffettlide (Sigwebifiget Saffe, Astragalusbaeticus L.), ein Saffefurrogat, wirb in fReigenaitgebaitt; fobalb bie §ülfen gelb werben, giegtman bie tpflaitgen aus, binbet ge in Vünbel unbläßt ge trodnen; bie §ülfen übergießt man miigeißem Baffer u. entförnt ge bann.

Saffraria, fo b. w. Saffernlanb.

Safir(arab.), Ungläubige,iRitgtmogammebaner;bef. Quben u. ©griffen; bager Bon ben eingebrun»gelten Slfgganen beigelegter fRame ber SewognerSagriganS (unb bann biefeS Sattb felbg), beren©praige, eine ©oegterfpraege beS ©anSfrit (ogl.©rumpp in bem Journ. of the Eoj'al Asiat. Soc.,Vb. 19), auf igren iitbifcgeit Urfpruttg ginweift.©benbager gammt autg ber 9fame berSaffern (f. b.).

Saftvifinn (b. i. Sanb ber Ungläubigen), einefleine, fegmer gugänglicge ©ebirgSlanbfigaft in©entralagen, gwifigen Igefcgawar, Sabul, Suttbug,Vabafgfigan u. ©arbigan, im SB. u. 5R2B. Bom §in»bufufeg, im O. Bom weftl. §imalaja eingefcgloffettu. Bon eingeltten Setten beS fnnbufufeg gttgleiigbunggogen, ein bur^weg godggelegetteS Sanb mitgemäßigtem Slima, bewäffert oon ben QuffüffettbeS Sabul, bef. bem Sunar, in ben ©ßälern frutgt*bar u. SBeigen, fReiS, §irfe geroorbringenb, attigweibe» u. walbreicg. ©ie urfprünglicgen meig BonViegguigt febenben S3ewogtter gnb bie Sagr (atteg©ijapof^i genannt), arifegen Stammes u. ben 3fn*bem gammoerwaubt, tgeilweife noeg mit einemgeibttifigen ©ultuS, in bem baS geltet eine großefRotle fpielt; bie gerrftgenbe Veoötferung bilbenbie 3uf u a i'2If9^ atteIt / figiitifäge SRogammebatter,bie im SRittelalter bort eittqebrungeu gnb. ©aSSanb ig potitifeg in eine älttgagl fleiner gürgen»tßünter gefpalten, barunter ©wat (Suwat). Viel*faeg wirb aueg ©figitral bagtt geregnet, sgiefcmattn.