160
®äfcrmi[£>e — Äaffc.
lebenbe u. 1000 foffilc arten. ©rßere ßnb aüge«mein »erbreitet, tßeiis Staubinfecten, tßeiis Pßan*jettjerftörer, ober abrättmer faulenber Stoffe unb»on größter SBicßtigfeit. ©nige Samen ftnb ©cßtita*ro^er, fo bie ber ©pattifcßen Stiege u. beS Ptai*wurme«, gofftle finben ftcß namentlicß im Sern»fieirt u. in ber ©ertiärperiobe. 2Jtan rutterfcfjeibct»iele freiließ nicßt ftreng gefeßiebene Unterorbnungen.1. giinfglieberige (Pontamera). ®ie Süße (©ar=feit) aller Peine beftßen fünf ©lieber. 2. Ungleidj*glieberige (Heteromera). ©ie beiben »orberenPeinpaare mit fünf, baS britte mit bier gufjglie*bern. 3. Perborgen*günfglieberige (Cryptopen-tamera; Picrglieberige, Tetramera). ®a§ Bur*leßte ber fünf gufjglieber ift Hein u. »erborgen, u.wirb baßer leidß überfeßett. 4. Perborgen*Picr»glieberige (Cryptotetramera; ©reigtieberige, Tri-mera). ©aS oorleßte ber Bier gußglieber ift fleinu. »erborgen, ber g-itß alfo feßeiitbar breiglieberig.
Slljome.
ffäferittilbe (Gamasus), ©attnng ber gamilieber ©cßmaroßermilben, Drbitung ber iOiilben,Stoffe ber ©pinnentßiere. Sie leben als ©cßma*roßer auf ber ftörperoberßäcße »ou ftäfertt, jebocßoßne fuß feft ju faugen; baßin: ©emeine ft. (G.coleoptratorum ©.), eiförmig, mit langgeftredtenfiiefetfüßlcrn u. gebrummten, in eine ©piße enbi*genben ftiefertaßern; ßell rotßgelb, bis 1 mmlang; ßäufig auf Säfern, namentlid) auf 2Jitft* u.SlaSfäfent, beren Paitcßfeite oft ganj ba»on be*bedt ijt. Stjome.
Sjöfcrntufifjeltt, fo ». w. ftäferfcßtteden.
Söferitburü, im SOiittelalter ©raffcßaft in©ßüringen, bilbet gegenwärtig einen ©ßeii beSülniteS arnftabt in ©cßmarjburg*©onberSßaufen.Pon bem eßemaligen ©cßloffe ft. unweit Slrnftabtftnb nur nocß wenige {Ruinen übrig. ©aS ©dßlofjwar ©iß u. ©tammburg ber ©rafen »on ft., alsberen erfter im 8. gaßrß. §ugo genannt wirb,©r geßörte ju ben »orneßmften §erren ©ßüringeitS,würbe »on PonifaciuS junt ©ßrißentßum befeßvt,legte baS Slofter Dßrbritff an u. würbe enblicß©eißlidjer. 1143 grünbete ©raf ©ijjo baS ftloßer©eorgentßal, in bem fpäter bie meiften ©rafen»on ft. begraben würben. Sr iß ber ©taium*»ater ber ©rafen, jeßt Sürßen »on ©cßmarsburg.©ein älteßer ©oßn ^eittricß nannte ftcß juerft nacß©ißtoß ©cßwarjburg, wäßrenb ber jüngere ©oßn©üntßer baS ©efcßlccßt ber ftäfernburge'r fortfeßte.©affelbe Jam jebocß burtß Srbtßeilungen, Per*pfänbuttgen ic. in Perfall u. erloftß mit ©üntßerIX., ber 1385 auf einer Steife ins ©elobte Saubßarb. ©aS Peftßtßum ßel an bie Sanbgrafen »on©ßüringen, »on biefen an ©acßfen u. enblidß burcßPeleßnung an bie ©cßwarjburger. Sems.
ftäferfdjnedci: (Chitonidae), ©cßneden<Sam.aus ber Drbnung ber Porbertiemer mit ber$auptgattung ftäferfcßnede (Chiton, gtgttr aufber ©afel üJiitluSfen) »ertreten. Sßaratterißifcßfür fte iß, baß ißre einfacße ©cßale aus 8 ßintereinanber liegenbeit Duerplatten beßeßt. ©iefe©tüde greifen bacßjiegelförmig über einanber u.geßatten ben ©ßieren eine Siitfugelung nacß 2lrtber Stottaffeln. ©ie Samen befißett Weber ©egetnocß ©tßaie. ©aßin Ch. squamosus, im Piittel*u. norbatlantifdjen Pleer. Sbonts.
Sfäfertßal, ftirdjborf im älmtSbejirl u. beutbab. ftreife SJfannßeim; große Spiegel« u. SInitin«fabrif, SKußerlanbwirtßßßaft n. präditige ©arten»antagen, ©abalsbau; 1875: 4035 ©».
ftaffa, 1) (ffiafa) Sattbfcßaft im fübweftlicßen©ßeile »on Slbeffutien (Oßafrifa); »on bieferSanbjeßaft aus fotl ber ftaffe ben Statuen ßabenu. biefer ßier »on einer nocß »ot-jügltdßeren Sittefein, als ber Ptoftalaffe. 2) fo ». w. geobojjia.
Stoffe (aus bent arabifcßeu Kahyah b. ß. ansPeerett gelodßer ©ran!), bie ©amen beS ftaße»baumeS (Coffea arabica L., f. b.); bann attcß baSaus benfelbeit bereitete ©etränl. ©er ft=bamn »er*taugt ju feinem ©cbeißen ein warmes ftlima, inmeldjent bie mittlere ©emperatur nicßt unter 20° C.u. baS ©ßermometer nicßt unter 12, 6 °C. ßttlenbarf;bocß ßätt er eine fdmeH»orübergeßenbe, nicßt oft wie*berfeßrenbe ©emperatur »on 5—6° C. aus. Übri»geitS müffen bie ftaffeplantageit öor ber ©onnenßißegefcßüßt fein; in geringerer §öße in ßeißen San*bent geßßießt bieS fünftlicß burcß bie anpßanj*itng ©cßatten werfenber iöäume, bef. »erfcßiebenerülrten »on Erythrina. äußerbetn »erlangt berftaffebaum ßinreicßenben Stegen ober füitßlicßeSewäfferuitg. gm ©roßen wirb er nur in berßeißen gone ober ßöcßftenS bis ju 30° nörbl. Sr.cultibirt, unb $max meiß in ©ebirgSlänbern »on j400—1000 m, jwifdjen beit SBenbefreifen bis2300 m §öße. am beßen gebeißt er auf bentropifcßen gnfeltt. ©ie Säume werben in 2Beß=inbien in ßteißen gepßanjt. gm britten gaßrefangen ße an ju tragen unb ftnb im fünften in»oUeut Slot; bocß ßalten fte ßcß feiten länger als10—12 gaßre »otlfommen gut, alsbantt müffenße bis an bie SBurjel abgefcßnitten ober burcßneue erfeßt werben, ©ic ftaffebäume blüßett brei-mal, im IDtärj, aprit u. SOtai; bocß iß nur bieleßte Slütße bie eigentliche grucßt bringenbe, biefrüßeren werben baßer abgebrodjen. ©ie anfangsgrünen, bann rotßeit, fpäter »ertrodnenben, it6el* .fcßmedenben grücßte (ftaffcfirfcßen) entßalten bie !noch »on einer jarten §aut umgebenen ftcrne '(ffiaffeboßtten). ©ie ftaffeernte beginnt im ©ec. ;u. bauert bis gebruar. ©ie gefammelteit grücßtelommen fogleicß in eine trichterförmige Sötüßle, inwelcßer baS obere gleifcß abgefonbert wirb, unbwerben fobann auf Plattformen §um ©rodttenauSgebreitet. an ben getrodneten Soßtten wirbbie ße untgebenbe §ant burcß eine SJafjtnüßlejerbrocßen u. auf einer .'panbinüßle entfernt, anber Probuction beSft=S betßeiligen ftcß folgettbeSäuber: a) gn arabien iß ber ft. nur in einem{leinen ©ßeile angebaut, inbern bie bebeittenberenpßauäuttgcn nur auf ber SBeftfeite beS gemenge*birgeS in einer §öße »on 600 — 1000 m norb*wärt« bis etwa 17° nörbl. Sr. u. »on ba füb-- u.oßwärts bis gafa, uttgefäßr unter 14° nörbl. Pr.liegen; in ben .pattbel fommt er alsSßolfa* ob.Se»antifcßer*ft., ßat Heine graue, ins ©rün*ließe faßenbe Poßnen, war lange geit ber befteber ©Belt unb nimmt nocß jeßt bie jmeite ©teileein. b) gn Porberinbien gebeißt er auf bemPlateau »on Ptaifur u. Pattgalore u. in ben reidßbemäfferten ©ßätern ber ÜBeßgßatS; er wirb faßbem SJtoffa gfeieß geaeßtet. c) gn §interinbieniß ber ftaffebaum in bem niebrigen Perglattbe