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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
Seite
567
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setzte die Belagerung fort u. nahm den Platz ein,welcher zerstört wurde. 9) J.III., Sohn ».Nach-folger des Bor., geb. 1453. Umgeben von niedrig-gesinnten Rathgebern, regierte er als Tyrann undließ seine Bruder Alexander u. Johann einkerkern;während er im Bunde mit Frankreich 1481 einenEinfall in England machte, erhob sich Alexandermit Englands Hilfe gegen ihn, jedoch ohne Erfolg.Bei einem neuen Aufstand des schottischen Adelsaber fiel I. 11. Juni 1488 in der Schlacht beiBannockburn gegen die Insurgenten. 10) I. IV.,einziger Sohn des Vor. u. Nachfolger, ein treff-licher Regent, geb. 1472; er nahm den EngländerPerkin, Gegner Heinrichs VII., in Schottland aus,verband sich mit Frankreich gegen England, fielaber 9. Sept. 1513 in der Schlacht bei Flowdengegen die Engländer. Infolge seiner Ehe mitMargaretha, Tochter Heinrichs VII. von Eng-land, kam später die Krone Englands an dasHaus Stuart. 11) I. V., Sohn des Vor., geb.1512; bei feines Vaters Tode erst 1A Jahr alt,stand er unter Vormundschaft seiner MutterMargaretha, daun unter Johann, Herzog vonAlbany, Enkel J-s lll.; im 17. Jahre übernahmI. selbst die Regierung; da er die Ausbreitungder Reformation in Schottland zu verhindernsuchte, wurde er auf einem Zuge gegen England1542 von seinem Adel verlassen, fiel darüber inTiessinn u. st. 13. Dccbr. 1542; seine erste Ge-mahlin war Magdalene, Tochter des KönigsFranz I. von Frankreich; von der zweiten, Marievon Lothringen, Tochter des Herzogs Claudiusvon Guise, ward die unglückliche Marie Stuartgeboren, welche, da seine beiden Söhne vor ihmgestorben waren, ihm in der Regierung folgte.12) I. VI., s. Jakob 3). 2. Kaiser! 13) I.von Haiti, s. Dessalines. II. Geistliche, Ge-lehrte u. Sectenstifter: 14) I. Pantaleon,s.UrbanIV.,Papst. 15)St.J. von Nisibis(J.d.Gr.), Asket, Bischof von Nisibis, vertheidigte aufdem Concil zu Nikäa 325 die Homonsie u. st. 338;sein Schüler war der Syrer Ephra'öm; von ihmsind noch vorhanden 18 geistliche Reden und einBries an den Bischof von Selcucia in armenischerÜbersetzung, herausgeg. von Antouelli 1756 Fol.,Vened. 1765, Constant. 1824. 10) St. I. vonSarug, mit dem Beinamen Tibelita, d. h.der Ökumenische, geb. 452 zu Kurtam am Euphrat;503 Presbyter, 519 Bischos von Batnan oderSarug; er st. 29, Nov. 521 und wird von densyrischen Monophysiten als Heiliger verehrt, ob-gleich er zu den Orthodoxen gehört. Ihm werden,zum Theil mit Unrecht, 763 smijche Homilien inzwölssilbigen Versen (Jakobitisches Metrum), Hym-nen, Lieder n. Briefe zugeschrieben. 17) I. vonEdessa (I. Orrho'enus), syrischer Gelehrter, geb.in Jndaba bei Antiochien; in Alexandrien gebildet,gerieth er, seit 651 Bischof von Edessa, in Streitmit den dortigen Geistlichen wegen ihres unkauon-ischen Lebens, legte nach vier Jahren sein Amtnieder, lehrte dann elf Jahre im Kloster Eusebonazu Teleda u. beschäftigte sich darauf mit der Be-richtigung der Peschito; 708 wurde er wiederBischof von Edessa, st. aber bereits 5. Juni d. I.(nach Anderen 710). Schrieb eine der erstensyrischen Grammatiken, Commentare u. Scholien

zum A. u. N. T., eine Taufordnung (welche vonden Jakobiten und Maroniten gebraucht wird),Briefe u. Hymnen. 18) I. von Todi (I. äsOsnsäietis), s. Jacoponus. 19) I. von Bitry(I. Vibriaous), geb. in Vitry; Presbyter in Argen-teuil bei Paris, 1207 Augustinerchorherr zu Mariavon Ognies im Lüttichschen, predigte das Kreuzgegen die Albigenser und gegen die Saracencn,wurde von den Stiftsherren zu Ptolemais zumBischof gewählt, taufte dort viele gefangene, vonihm losgekaufte saracenische Kinder und wohnte1219 der Belagerung von Damiette bei; nachdemdie Christen Damiette geräumt hatten, legte ersein Amt nieder, kehrte 1225 nach Ognies zurück,wurde 1229 Cardinal u. Bischof von Tusculum,päpstlicher Legat in Frankreich, Brabant und imGelobten Laude n. st. 1. Mai 1240 in Rom. Erfchr.: lUstoria orisntalis, herausgeg. von AndreasHojus, 1597, u. im 3. Bde. von Martenes u.Durands I'iissaurus novus anssäoborum; fernerBriefe (im 3. Bde. von Martenes I'llssaurus u.in Acherys LxioilöZium) u. Homilien (zum Theilherausg., Antw. 1575). 20) laeodrw äs Vora-Ains, geb. um 1230 zu Voraggio im Genuesischen,1244 Dominicaner, 1267 Provinzial der Lombar-dei, 1292 Erzbischof von Genua, st. 1298; seineOsAsnäas Laneborum, von einer angehängtenLombardischen Chronik, Oistoria Oombaräioa od.wegen ihrer Berühmtheit Osgenäa uursa genannt,wurden im 15. u. 16. Jahrh. mehrmals gedruckt,herausgegeben zuletzt von LH. Gräße, Dresden1846, auch in viele europäische Sprachen übersetzt;er schrieb auch Predigten zum Lobe der Heiligen,denen sie gewidmet sind, oft herausgegeben, zuletztAugsb. 1760, 4 Bde.; ferner Chronik von Genua(bis 1297), im 9. Bde. von Muratoris Serixborssrorum ital. 21) I. von Mies (Jacobellus,böhm. Jakaubek, d. i. der kleine Jakob), geb. inMies; Prediger in Trina, dann in Prag; aufAnregung des Petrus Dresdensis u. unter Billig-ung des Hus kämpfte er mit Wort n. thätigcmVorgehen für die vom KonstanzerConcil verworfeneReichung des Abendmahls unter beiderlei Gestalt;er st. 1429 (nach Anderen später) in Prag. Erschr. u. a.: Os purjxatorio animas post mortem,Os juramsnto, Os antioliristo u. a.; über ihnschr. Martini, Altd. 1753. 22) I. von Jüter-bogk, einer der Vorläufer der Reformation, geb.1383 in Jllterbogk, Cistercienser (daher I. Oistsr-elsnsis), lebte in dem Kloster äs Ourackiso inPolen (daher I. äs Ocäoma, I. äs Oaraäiso),dessen Abt er wurde, neigte sich zu der mystischenRichtung u. sprach offen u. eindriglich gegen dieLaster der Weltleute u. das Verderben der Geist-lichkeit, bes. auch gegen die absolute Herrschaft desPapstes und für die Reformation der Kirche anHaupt u. Gliedern durch Concilien, u. schr. auchVerschiedenes in diesem Sinne; er verließ späterseinen Orden und wurde Karthäuser in Erfurt(daher 1. Oartlmsirums), dann Professor an derdortigen Universität n. Prior u. st. 1465.

1)— 14 ) Henne-Am RlM." 1ö)—L2> Löffler."

Jakob, 1) Ludwig Heinrich v., philosopb-ischer u. staatswissenschaftlicher Schriftsteller, geb.26. Febr. 1759 in Wettiu, stndirte feit 1777 inHalle Theologie, wurde 1785 Privatdocent, 1791