Jakob.
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Biblische Personen: 1) I., der dritte undletzte der Patriarchen, zweiter Sohn Isaaks u. derRebekka, jüngerer Zwillingsbruder des Esan; warsanfteren Sinnes als Esan n. deswegen Lieblingder Mutter, welche ihn auch zu dem bekanntenBetrug gegen seinen erblindeten Vater verleitete,nm sich den Segen des Vaters u. das Erstgebnrts-recht zu verschaffen. Aus Furcht vor dem Zorneseines Bruders floh I. zu seinem Oheim Labannach Haran. Aus dem Wege dahin sah er imTraume die Leiter, auf welcher die Engel vomHimmel herab- und wieder Hinaufstiegen (J-sHimmelsleiter). In Haran trat er in LabansDienste, erhielt gegen das Versprechen, ihm siebenJahre zu dienen, die ältere Tochter Lea zumWeibe, nach einem nochmaligen 7jährigen Diensteauch die jüngere u. schönere Rahel; verschaffte sichdann durch List großen Reichthnm an Heerde»,erregte aber durch seinen steigenden Wohlstand dieMißgunst seines Schwiegervaters n. seiner Schwä-ger, floh mit Weibern n. Kindern u. kehrte nachKanaan zurück, wo er sich mit Esan wieder ans-söhnte. Unterwegs kämpste er einmal mit einemEngel zur Nachtzeit, der ihm die Hüfte lähmte;dennoch zwang er den Engel, ihn zu segnen (J-sKampf mit Gott), u. hierbei nannte ihn der EngelIsrael, weshalb die Nachkommen J-s Israelitenoder Kinder Israel hießen. Seine zwölf Söhnewaren: von Lea: Rüben, Simeon, Levi, Inda,Jsaschar u. Sebulon; von Rahel: Joseph u. Ben-jamin ; von Bilha, Rahels Magd: Dan u. Naph-thali; von Silpa, Leas Magd: Gad und Asser;seine Tochter war Dina von Lea. Die Treulosig-keit seiner Söhne gegen Sichem, seine Bevorzug-ung Josephs u. der dadurch angejachte Haß vondessen übrigen Brüdern gegen diesen bereitete ihmneue Familienleiden, indem diese Brüder den Jo-seph verkauften und bei dem Vater Vorgaben, ersei todt. Infolge einer Hnngersnoth kam I. aufJosephs Einladung mit den Seinen nach demLande Gosen, an der Grenze Ägyptens, verlebtehier den Nest seines Lebens in Ruhe u. st., 147Jahre alt; Joseph ließ seinen Leichnam einbal-samiren u. bestattete ihn in der Höhle Makphela.2) St. I. (Jacobus, I. Zebedäi, Jacobus derÄltere), Sohn des Fischers Zebedäos n. der Sa-lome, Bruder des Johannes, mit welchem er vonJesu Boanerges genannt wurde; ein Fischer,wurde er Jesu Jünger und gehörte mit seinemBruder u. Petrus zu dessen engstem Kreise; be-gleitete Jesum in der Nacht des Verrathes auf denOlberg, floh aber, als dieser verhaftet wurde.Nach der Auferstehung Jesu kam er zurück u. warbei dessen Himmelfahrt gegenwärtig. Er empfingzum Pfingstfest den Heiligen Geist mit und lehrteals Apostel meist zu Jerusalem; er ist auch derSchutzpatron dieses Landes. Unter Herodes Agrippalitt er den Märtyrertod Lurch das Schwert.Nach der Sage soll er nach Spanien gekommensein; seine Gebeine will man dort zu St. Jagodi Compostclla haben, u. er ist der Schutzheiligevon Spanien; sein Tag ist der 25. Juli. DasEvangelium St. Jacobi, welches man 1595auf einem Berge in Granada auf Blei geschriebenausgrub, wurde vom Papst Jnnocenz XI. 1682für unecht erklärt. 3) St. I. (Jacobus Alphäi,
I. der Kleine fd. h. der Jüngeres, I. der Ge-rechte), Sohn des Klopas (od. des Alphäos) undder Maria, Schwester der Jungfrau Maria undalso mit Jesu Geschwisterkind (daher in der Bibel:der Bruder des Herrn), vorher Nasiräer, dannApostel Jesu. Nach Jesu Himmelfahrt wurde ervon den übrigen Aposteln zum Haupt der Kirchein Jerusalem gewählt und sprach dorr bei derersten Apostelsynode gegen die Beibehaltung desGesetzes Mosis von Seiten der Christen. SeinTag als Heiliger ist der 1. Mai. Der BriefJacobi, einer der katholischen Briefe desN. T.,ist an die in Kleinasien lebenden Judenchristengerichtet u. bestreitet besonders den Jrrthum, daßGlaube allein, ohne sittliches Leben, selig mache.Welchem von den drei im N. T. genannten I.der Brief zuznschreiben sei, ist streitig; zur Zeitder Reformation fing man an, an seiner Echtheitzu zweifeln, weil er der Panlinischen Lehre vonder Gerechtigkeit allein aus dem Glauben wider-sprechend, die Gerechtigkeit aus den Werken ver-heißt, weshalb Luther Liesen Brief eine stroherneEpistel nannte. 4) I., Sohn Josephs und derMaria, der leibliche Bruder Jesu, oder nach denKirchenschriftstellern wegen der Sohnschaft Jesuvom Heiligen Geiste nur dessen Stiefbruder; seitOrigenes bezweifeln Viele die Existenz desselbenod. halten ihn mit dem Vorigen für dieselbe Per-son, jedoch ohne genügenden Grund.
Jakob. I. Regierende Fürsten. L.) Könige:a) von Aragon: 1) I. (Jayme) I., der Er-oberer, 1213—76, Sohn n. Nachfolger Peters ll.des Katholischen und der Maria von Montpellier,geb. 1208. Er lieferte den Mauren 3V siegreicheSchlachten, entriß ihnen Mallorca u. Valencia u.erwies sich als ebenso duldsamer und milder wieweiser Fürst, Freund u. Pfleger der Wissenschaftenn. Künste, der Schifffahrt u. des Handels Fördererund sammelte zuerst die aragonischen Gesetze. 2)I. H., der Gerechte, 1291—1327, Enkel desVorige», zweiter Sohn Peters III. u. der Con-stanze von Sicilien, wurde 1285 König von Si-cilien, folgte 1291 seinem Bruder Alfons III. inAragon und verzichtete auf Sicilien gegen seinenBruder Friedrich für die Anjous. Der KircheFreund, fand er in ihr u. dem Bürgerstaud eineStütze gegen den Adel zum Schutze u. zur Stärk-ung der Rechtspflege u. vereinigte durch das Ge-setz von Tarragona 1319 Aragon, Barcelona,Valencia u. Mallorca zu einem Reiche, b) Königeu. Prätendenten von England, resp. Groß-britannien: 3) I. I. (als König von SchottlandI. VI.), Sohn der Maria Stuart und HeinrichsDarnley, zweiten Gemahls derselben, geb. 19. Juni1566 in Edinbnrg; wurde 24. Juli 1567 unterder Vormundschaft des Grafen von Murray, dannseines Großvaters, des Grafen Lenox, als Königvon Schottland anerkannt und in Dtirling vonBuchanan wissenschaftlich erzogen. Nach dem Todeder Königin Elisabeth v. England 1603 wurde er alsUrenkel Margarethens, einer Tochter Heinrichs VII.,zum König von England proclamirt. Er ergriffdie Partei der Bischöflichen Kirche u. verfolgte dieKatholiken, wodurch er 1605 die Pulververschwör-ung gegen sich veranlaßte. Despotischen Grund-sätzen ergeben, dabei schwach u. eitel, pedantisch,