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Teratologie — Terck.
Nischen Gebirgssystems haben. Bewässerung nurdurch Küstenflüsse (Tronto, Tordino, Vomauo,Piomba u. Pescara); 110 Irin der Jtal. Südbahn.3) Hauptstadt darin am Tordino, Kathedrale, BiS-thum, bischöfliches College, Fabrikation von Wollen'zeugen,Strohhüten,Thonwaaren, Seide; 9635 Ew.(Gem. 19,72 1 ). T. istvielleicht das alteJnteramna 2)von dem noch Reste (Thermen, Tempel, Aquäducte,Amphitheater) vorhanden sind. t.
Teratologie, Lehre von den Mißbildungen.
Teratolith (Eisensteinmark), derbes Mineralmit unebenem bis flachmuscheligem u. seinerdigemBruch. Härte 2 bis 3; spec. Gew. 2,^; lavendel-blau bis perlgrau u. pflanmenblau, oft röthlichweißgeadert u. gefleckt; undurchsichtig. Enthält Kiesel-säure, Thonerde, Eisenoxyd, Kalk, Magnesia, Man-ganoxydu.Wasser. Findet sich zuPlanitz beiZwickau.
Terborch, Gerhard, holländ. Maler u. Be-gründer der Cabinetsmalerei, geb. 1608 zu Zerolin Flandern; st. 1681 in Deventer; Schüler seinesin Italien gebildeten Vaters, dann eines unbekann-ten Meisters in Haarlem, bereiste Deutschland, Ita-lien, England, Frankreich, Spanien u. die Nieder-lande, ging 1648 nach Madrid, wo er geadelt wurde,hierauf nach England ».Frankreich, wo er ebenfallsviele Porträts malte. Seine Werke erinnern gleich-zeitig an Franz Hals, van Dyck u. Paul Veronese.Ein guter Zeichner, ein Virtuose in der Technik, da-bei ein feiner Seelenkenner u. Bildnißmaler, ein ge-borener Darsteller, ist er so recht der Mann, jeneScenen zu schildern, wo in ächter Conversation derGeist des Ganzen auf der Spitze eines Augenblickesschwebt u. findet seine Triumphe in der geistvollenErfassung u. lebendigsten Darstellung des gewöhn-lichen, namentlich gesellschaftlichen Lebens. Charak-teristisch ist, daß er den Beschauer die handelndenPersonen gleichsam belauschen läßt, daß er die ge-heimste Herzensbewegung malt. Regnet.
Terceira (Terceires), Insel in der Gruppe derAzoren (portugiesisch), das Loyale seit 1640 genannt,hat eine Größe von 578 Hjüm und zählt 72,497Ew. T. ist eine Hochfläche mit guten Weidegründenu. fruchtbaren Küstenstrichen, Klima milde u. ge-sund; Products: Getreide (namentlich Weizen, Mais),Wein, Holz, lebendes Vieh. Hauptstadt ist Angrado Herotsmo, wo der portugiesische Gouverneur re-sidirt; 11,839 Ew. Drenke.
Tercerra, Antonio Jose de Souza, Grafvon Villaflor, Herzog von, portugies. Mar-schall u. Staatsmann, geb. 10. März 1792 in Lissa-bon , trat 1803 ins Heer und stieg im Kriege gegenNapoleon bis zum Stabsoffizier; 1816 ging er nachBrasilien,wo er 1817 Commandant eines Regimentsu. bald darauf Gouverneur der Provinz Para und1820 von Bahia wurde. 1823 kehrte er mit demKönig Johann VI. nach Europa zurück u. war 1826Oberst u. Brigadier, als die Infantin Jsabella fürDonna Maria die Regentschaft übernahm. Vondieser zum Llarsooal äol oampo ernannt, wurde ergegen den Marquis de Chaves, den Anhänger DomMiguels, gesendet, drängte diesen zweimal über diespanische Grenze zurück und wurde Obergeneral derNordarmee u. im Juni 1827 militärischer Befehls-haber von Lissabon. Als eifriger Anhänger consti-tutioneller Grundsätze wurde er, als 1828 Dom Mi-guel die Regentschaft übernahm, nur als Brigadier-
anerkannt, vom Pöbel insnltirt n. flüchtete auf einemenglischen Schiff nach London. Hier bereitete er die Un-ternehmung nach Terceira vor, bemächtigte sich dieserJnsel22. Juni 1829 n. 1830 auch der übrigenAzoren,wurde von Dom Pedro mit dem Oberbefehl der dortgesammelten Truppen betraut, landete von da ausim Juli 1832 in Porto, wurde zum Herzog vonTerceira ernannt, ging 1833 nach Algarbien, mar-schirte im Juli 1833 mit dem Herzog von Palmellaauf Lissabon und schlug das überlegene Heer DomMiguels unter Tellez Jordao bei Almada, worausLissabon 24. Jnli besetzt u. T. im Aug. znm Feld-marschall ernannt wurde. Im Sept. schlug er denAngriff Bourmonts auf Lissabon ab, durchbrach mitSaldauha gemeinschaftlich die festen Linien DomMiguels, warf ihn nach Santarem u. reinigte daun,nachdem er im März 1834 nach kurzer Unterbrech-ung das Obercommando wieder übernommen, mitdem spanischen General Rodil die nördlichen Pro-vinzen von den Miguelisten. Als das MinisteriumBomfin die Charte von 1822 herstelltc, sammelte ermit Saldauha zur Gegenrevolution Truppen im N.von Portugal, mußte sich jedoch im Sept. 1837 un-terwerfen. Nach Wiederherstellung der Charte von1826 durch Dom Pedro 1842 zum Ministerpräsi-denten ernannt, dankte er jedoch bald wieder ab,blieb aber Oberbefehlshaber der Truppen in Lissa-bon; 1843 wieder Ministerpräsident u. Kriegsmini-ster, legte er erstere Stelle bald nieder, leitete dannmit Saldauha im Oct. 1846 die Contrerevolntionim monarchischen Sinne u. ging als Vertreter derKrone mit unbeschränkter Vollmacht nach den nördl.Provinzen Portugals, wurde aber in Porto von denAufständischen gefangen u. erst nach der Kapitulationder Stadt im Juni 1847 wieder befreit. Jin März1850 wurde er Commandant der ersten Armeedivi-sion in Lissabon u. begleitete im April 1851 denKönig auf seinen Zügen gegen die Revolution Sal-dauhas nach Santarem. Bei der Neubildung desMinisteriums, nachdem Rücktritt Lonles, wurde derHerzog 16. März 1859 Präsident des Cabinets u.führte zugleich die Portefeuilles des Äußern u. desKrieges, st. aber 26. April 1860. Lagai."
Terdschuman, ist arabische Bezeichnung einesDolmetsch, von teräsodum (auch tai-Aum), auslegen,dolmetschen. Die heutigen Griechen haben diesesWort in Drag oman, die Franzosen in truelrsm-rnverwandelt. Wahrscheinlich ist unser Dolmetsch, sla-wisch tolmatsolr, durch Verschiebung der zweitenSilbe aus toläselram tsräsolram entstanden.
Tercbinthe, ist kiotaoia Rsrsbilltlius.
Isrebinibinae, Pflanzenklasse in Endlichers Sy-stem , die aber nicht mehr in dem Umfange:, den siedaselbst hatte, beiznbehalten ist u. nur noch die Fa-milie der ^.uaoaräiaosas, vielleicht auch die der cku-Alanckaesas einschließt.
Isrobrstiila, s. Armfüßer.
Teredon, Stadt u. Gegend in Babylonien un-terhalb der Vereinigung des Euphrat u. Tigris, woAlexander d. Gr. landete; nach Einigen in der Nähedes jetzigen Bassora, nach Anderen bei Dorah.
Terek, 1) Fluß in dem ruff. Ciskankasien, ent-springt im Centrum des Kaukasus (auf dem Siwe-rant, umfließt fast spiralförmig den Kasbek, dessenGletscher alle ihr Wasser dem T. zusenden, durch-bricht in nordwestl. Lause die Vorberge des Kauka-