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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
Entstehung
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Tellmuschel

1844; Dosaxo VN lau- rokorm vommsreial xolloz-,dank«, psnitentiaris8rc. Lond. 185 7,2. A. Berl. 18 75Der Norddeutsche Bund und die Verfassung desDeutschen Reichs 1866; Die.Principien des Bank-n. Geldwesens, Berl. 1867; Über Arbeiterverhalt-nisse und Erwerbsgenosseuschaften in England undNAmerika,Halle 1870; Selbstverwaltungu.Reformder Gemeinde- n. Kreisordnungen in Preußen undSelfgovernment in England und NAmerika, Berl.1872; er übersetzte mit Verzins M'Cullochs Buchüber Geld u. Banken, Lpz. 1859.

Tellmuschel, Plattmuschel, PskiinaL., Gatt, derMuscheln; die Schalen klafsen nicht, sind gewöhnlichquer eiförmig od. kreisrund u. flach, glasartig, weißmit rother od. gelber Zeichnung, od. ganz weiß undquer gefurcht; haben eine Falte am hintern Ende,in dem Schlosse links 1 — 2, rechts 2 Zähne und2 blätterartige Seilenzähne, gegenüber aber keineZahngrube; Thier mit 2 langen Athemröhccn undeinem lanzettförmigen Fuß. Über 200 Arten mitflachen meist sehr zartgefärbten Schalen.

Tell Pos js, Berg, s. Ural.

Tells-Kapelle, 1) Kapelle, 2 km von Küßnachtim schweizer. Kanton Schwyz, an der Straße vonKüßnacht nach Immenser am Ansange der (die ro-mantischen Erwartungen sehr täuschenden sogen.)HohlenGasse, mit Frescogemälden, Geßlers Tod ec.darstellend, n. mit einer Inschrift, erbaut zum Anden-ken an die sagenhafte Erschießung Geßlers durch Wil-helm Tell; wurde 1644, 1768 u. 1834 erneuert. 2)Kapelle in der Gem. Sisikon im Bez. n. schweiz.Kan-ton Uri,am VierwaldstätterSee auf einer Tellsplattegenannten Klippe am Fuße des Axenberges, eineDampfschiffsstation des Sees. Die nach dem Seezu hallcnartig geöffnete Kapelle, mit einigen rohenBildern bemalt, wurde voin Lande Uri auf derStelle,wo Tell aus dem Schiffe des Landvogts ans Landgesprungen sein soll, erbaut u. soll 1388 eingeweihtsein. Sie wird gegenwärtig gründlich restaurirt n.neu ausgemalt. 3) Kapelle im Dorfe Bürgeln imschweizer. Bez. Uri, 1522 erbaut u. mit Scenen ansdemLebenTells bemalt; steht liebendem Gasthof zumWilhelm Tell, welcher ans der Stelle erbaut ist, woangeblich Teils Wohnhaus gestanden hat. H- Berns.

Tellur, ein inmanchcnBezichungendemSchwe-fel ähnliches Element, das sich sowol gediegen, alsmit Gold, Silber, Blei, Schwefel n. Wismuth ver-bunden in einigen seltenen Mineralien (Schrist-T.,Blätter-T., Tatradymit) findet. Zeichen u. Gewichtdes Atoms Psr^128. Man erhält es aus dem Te-iradymit (T-wismuth), indem man denselben mitKohle n. kohlensanrem Kali schmilzt u. den wässri-gen Auszug der Schmelze einige Zeit der Luft ans-setzt; dabei scheidet sich das T. als schwarzes Pulverab, das bei 500" schmilzt u. in der Glühhitze destil-lirt; es bildet dann eine silberweiße, spröde, leichtkrystallisirende Masse von spec. Gew. 6,25. An derLust erhitzt verbrennt es mit blauer Flamme unterBildnngeincswcißenRanches von Tellnrigsäure-anhydrids/IoO^. Versetztmaneine Lösung von T.in concentrirter Salpetersäure mit Wasser, so schei-det sich tellnrige Säure — HzPoO» — in wei-ßen Flocken ab. Durch Zusammenschmelzen vonTellurigsäureanhydnd mitSalpeter erhält man tel-lursanres Kali (Kalinmtellurat), das man durchMischen mit Barynmflnorid in Barynmsal; über-

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führen kann. Durch Schwefelsäure wird das letzterein unlöslichen schwefelsauren Baryt und löslicheT-säurc ——zerlegt, welche ans derconcentrirten Lösung in weißen Prismen krystallisirt.Beim Erhitzen verliert sie Wasser u. geht in gelbesT-säureanhydrid —- HO, — über. DerbemSchwefelwasserstoff Ähnliche T - wasserst 0 fs entstehtbei Einwirkung von verdünnter Schwefelsäure aufT-eisen od.T-zink. Das T. wurde 1782 von Müllervon Reichenstein entdeckt, aber erst von Klaproth1798 als eigenthllmliches Element erkannt. Hetzer.

Tellnrblei, reguläres Mineral; derb in körni-gen Aggregaten, Härtest—3,^; spec. Gew. 8,1—8,2;zinnweiß, etwas zum Gelben neigend, gelb an-laufend; chem. Zusammensetzungl?i»Ps mit 38,21°/»Tellur n. 61,„°/„ Blei sowie 1°/» Silber. Findetsich ans der Grube Sawodinskoi am Altai. Calave-ras« Gebiet in Californien, Red Cloud-Grube inColorado, Grube Condoriaco, Chile.

Tellurisch (v. Lat.), irdisch, was ans die ErdeBezug hat. ihr angchört. T-c Einflüsse, vermeint-liche Einwirkungen ans denKörper von der Erde aus,als Krankheitsursachen.

Tellurit (Tellnrocker), Mineral von klcinkugligradialfaserigerZnsammcnsetzung ».gelblich bis grau-lich weißer Farbe, ist PoO^. Findet sich sehr selten zuFacebay u. Zalathna in Siebenbürgen.

Tellnrium, ein Apparat, durch welchen derLauf der Erde um die Sonne, u. die damit in Zu-sammenhang stehende Entstehung der Jahreszeiten,sowie der Lauf des Mondes um die Erde darge-stellt wird.

lellus (lat.), s. Gäa.

Tclmessos (Telmissos), Hafenstadt in Lykien,ergab sich Alexander dem Großen u. blieb frei bisans dieRömerzeit, wo sieznmPergamenischenReichegeschlagen wurde.

Telmessum (Telmissos), Städtchen in Karien,nicht weit von Halikarnaß. Berühmt waren dieTelmessier als Traum-n.Zeichendenter. Ruineneines Theaters u. von Felsengräbern bei Mei, demHasen von Makri.

Telo Martms, alter Name von Toulon, s. d.

Telos (Tilo), auch Pijkopia und im AltcrthumeAgathnsa genannt, Insel des Ägäischen Meeres,zwischen Nisyros n. Rhodos zum türkischen VilajetDschesairi Bahri Sefid gehörig, von Bergen durch-zogen, doch in den Ebenen u. an den Bcrgabhängengut angebant, etwa 1000 Ew.

Tclsch (Telcza), Kreisstadt im rnss. Gouv.Kowno, im alten Samogitien, 192 m hoch in hü-geliger Gegend gelegen, Sitz eines römisch-katholi-schen Bischofs; 6481 Ew.

Teltow, 1) Kreis im prcuß. Regbez. Potsdam,zwischen Spree, Havel, Nnlhe u. Dahme, durch-schnitten von der Linie Berlin-Halle der Bcrliu-An-haltinischen, der Berlin-Dresdener, der Berlin-Gör-litzer und der Berlin-Potsdam-Magdebnrger Eisen-bahn; 1666,» slj km (30,2, HI M) mit (1875)146,139 Ew. Das Landrathsamt befindet sich inBerlin. 2) Stadt darin, Acker- n. Gemüsebau, be-rühmt wegen ihrer Rüben (TeltowerRüben); 1875:2397 Ew. T. hat bereits seit 1232 Stadtrechte...Tcltsch (Telc), Stadt im mähr. Bez. Datschitz(Österreich), unweit der mähr. Thaya, von 3 Sei-ten mitTeichen umgeben; Bezirksgericht, altes groß-