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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
Entstehung
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Syrjäni-'n

die Gedichte kommt; auch der Reim ist weder ur-sprünglich, noch allgemein gebräuchlich (vgl. Zin-gerle in der Zeitschrift der Deutschen Morgenländi-schen Gesellschaft, Bd. X., S. 110 ff.). Solche Ge-dichte gibt es von Bardesaues, Ephraem (s. b.) u.A. Die reichsten Sammlungen syrischer Handschrif-ten finden sich in der Vaticana zu Rom, in der Na-tional'Bibliothek zu Paris u. im British Museum zuLondon. Vgl. I. S. Assemani, Libliotüsea orisntLlsmentino-vatio., Rom 1719—28, 3 Thle., Fol.,Ausz. daraus von Pfeiffer, Erl. 1776, 2 Bde.; S.E. Assemani u. I. S. Assemani, LidliotRseao Va-tioauso ooäicuru manusor. eatalo^ns, 2. u. 3. Thl.Rom 1758.59,so wie die Verzeichnisseder bezüglichenhandschriftlichen Schatze der Büchersammlungen zuOxford u. London.

SyrjäncnsSyräuen, Syrjanen), ein früher sehrverbreiteter Volksstamm, zu den östlichenFinnen ge-hörig, im Ganzen etwa 109,000 Seelen zählend,gegenwärtig noch in denruss. Gouv.Archangel(7000Seelen), Wologda (64,000 Seelen), Perm und To-bolsk. Die S. sind seit dem 14. Jahr, zum Chri-stenthum bekehrt und bekennen sich zur GriechischenReligion. Mit der Religion haben sie auch vielesvon Len Sitten u. der Lebensart der Russen ange-nommen. Viehzucht n. Jagd sind ihre Licblingsge-werbe; außerdem treiben sie Fischerei, Ackerbau fastgar nicht. Sie zeichnen sich durch Ehrlichkeit u. Fleißjowol, als auch Lurch Wohlhabenheit vor ihren rus-sischen Nachbarn aus. Ihre Sprache haben sie bei-behalten und nennen sich selbst Komi oder Komi-murt. Grammatiken derSyrjän. Sprache liefertenv. d. Gabelentz, Altenb. 1841; Castren, Helsingf.1844; Wiedemann, Reval 1847. Außerdem vgl. inden Nvmoirss äs 1'Xoaäsmis, 1832; Sjögrens,Arbeiten über den grammatischen Bau der Syrjän.Sprache. Dronke.

Syrmien, 1) früher ein eigenes Herzogthum inSlavonien, genannt nach der römischen Stadt Sir-mium (s. d.), umfaßte den östlichen Theil der sogen.Syrmischen Halbinsel zwischen Drau, Save u. Do-nau. 2) (Szerem) Comitat im österr. KönigreicheKroatien-Slavonien, bildet den nördl. Theil desalten Herzogthums, wird begrenzt von dem Ungar.Comitate Bäcs-Bodrog, dem kroat.-slaw. ComitateVerovitic n. den Grenzgebieten Mitrovitz u. Vin-

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Ew. (auf 1 sljkm 49,g, in ganz Kroatien-Slavonien49„). Die Bewohner sind meist slawischer Abstamm-ung u. griechischer Confessio». Das Comitat wirdvon dem weinreichen Vrdnik-Gebirge(Fruska Gora),das im Crveni Cot 537 in hoch ist, durchzogen undhat größteutheils fruchtbaren Boden. Die Donau istim N. Grenzfluß gegen Ungarn. Producte: Ge-treide, guter Wein in bedeutenden Quantitäten,Zuchtvieh, Fische, Seidenraupen re. Hanptort istVukovär. Das ehemaligeHerzogthum S.standzuerstunter Ungar.Königen, kam später unter dieHerrschaftder Türken, welche es bis 1668 besaßen, dann andie Familie Odelschaldeschi, welche es vom Kaiserkaufte, u. endlich an das Haus Albaui. H- Berns.

Syrokomla, Vladislaw, (eigentlich LudwigKondratowicz) polu. Dichter, geb. 1823 in Jasko-wica (Litauen), trat, Trost sür seine trüben Lebens-schicksale in der Poesie suchend, früh schon mit me-trischen Uebersetzunqen der polnisch-lateinischen Dich-

— System.

ter Jauicki, Sarbiewski, Szymonowicz, Klonowicz(Wilna 1852, 6 Bde.) hervor, schrieb dann zahl-reiche, im Volkston gehaltene poetische Erzählungen,die ihn zum Liebling seiner Nation um so mehrmachten, als er so ganz in das Fühlen u. Denkender Nation einzudriugen u. es wiederzugeben ver-stand. Der viel u. schwer Heimgesuchte st. schon ^1862 in Borejkowszczyzna. Gesammtausg. seinerWerke Warschau, 1872, 10 Bde. Lagai.

Syrien (a. Geogr.), zwei große u. tiefe Busendes Libyschen Meeres an Nordafrika: die GroßeS. (sortis nm^na,, 8. major, Psyllischer Busen),westlich von Kyrene, zwischen den Vorgebirgen Bo-rion u. Kephalä, hatte 4000 Stadien im Umfang;in ihr lagen mehrere Inseln, wie Gaja, Poutia u.Misynos. Die Fahrt in dieser S. war wegen derniedrigen Küsten u. der Strömungen schwierig; jetztBusen von Sydra. Die Kleine S. (8. parra, 8.minor, Cercinitischer Busen), westl. von der vorigen,zwischen den Vorgebirgen Zeitha u. Brachodes, hatte1600 Stadien im Umfange, in ihr lag die InselMeninx (Lotophagitis, j. Djerba); j. Busen von Ga-bis. Anden reichen Küstengebieten legten die Punierfrühe zahlreiche Colonien an, wie Leptis (j. Lebida),Takape (j. Gabes) u. a., welche die Griechen kurz mitdem Namen r« ^Tiopta bezeichneten. Dw»le.

Syrnp, 1) gemeiner (L^rupuo eoinmunw ffol-Is.näisu8, Melasse), die bei dem Raffinireu desZuckers und beim Gewinnen des Rohrzuckers ausZuckerrohr übrig bleibende, ans den Formen, in welcheder letztere zum Festwerden geschöpft wird, abflie-ßende, infolge ihres Gehalts au Schleimzucker nichtmehr krystallisirende, braune, dickliche, klebrige, sehr ^süßeFlüssigkeit, in derPharmacie als Wohlseiles Ver-süßungsmittel mancher übelschmeckender Arzneien, jhäufiger aber in der Küche u. Lebkuchenbäckerei ge-braucht. Der weiße S. wird bei Bereitung desCandiszuckers gewonnen. Jetzt wird der S. leiderdurch den bei der Fabrikation von Kartoffelzuckererhaltenen S. in ungeheurem Maßstabe gefälscht.

2) JnderMedicin: a) einfacher S. (8. simxlgx),aus 5 Thln. Wasser u. 12 Thln. seinem ZuckerdurchAufkochen ».Klären bereiteter, dicklicher Zucker-saft; d) zusammengesetzte S-e werden statt desWassers mit Aufgüssen vegetabilischer Stoffe, Pflan-zensäften od. Emulsionen u. Zucker auf gleiche Weiseu. in ähnlichem Verhältniß, wie der einfache S. be-reitet u. als Zusätze zu den Arzneien, auch sür sichzum Theil als wirksame Mittel benutzt. 3) Zucker-haltiger u. mit Zucker vermischter Pflauzensaft, zurHonigdicke eingekocht. In den Haushaltungen macht !man S. von Birnen--, Kürbis-, Rüben- u. Möhren- 1säst, welcher wie der Zucker-S. benutzt wird. Jungck. j

Syrns, Publilius, s. Pnblilius Syrus.

Syssitrn (gr.), s. u. Phiditia.

Systalsis (gr.), 1) das Zusammenziehen, Ver-engen; 2) so v. w. Systole 2). Daher Systal»tisch, zusammenziehend, beengend.

System (v. gr. sMsiim, zusammengesetztes Gan-zes) , bedeutet zunächst die Gesammtheit zusammen-gehöriger Dinge; so nennt mau die Gesammtheit derEiscnbahnstreckeu eines Gebietes ein Eisenbahn-S.;die Gesammtheit der Nerven des Körpers das Ner-ven-S.; so bilden die Sonne mit allen sie umkrei-senden Weltkörperu das Sonnen-(Planeten-)S.;die 5 zum Darstellen der Noten dienenden Linien