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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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799
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Ferdinand. 799

Herzogthum Warschau eingerückt, fand er vonsig,000 Polen u. Sachsen in der Schlacht beijiascyu heftigen Widerstand, u. obwol sich War-schau ergab, wurde er spater doch von Ponia-Mski genöthigt, sich aus dem Herzogthum War-schau zuriickzuziehen und auch einen Theil vonSalizien mit Krakau dem Feinde zu überlassen.

1815 befehligte er die Österreichische Reserve u.siihrte dieselbe über den Rhein u. nach Lnneville.

1816 erhielt er das Geueralcommando in Un-zart,, wurde 1830 k. k. Feldmarschall u. Militär-«. Civilgouverneur in Galizien, gab aber infolge-er Unruhen von 1846 diese Stellung auf, zogsch ins Privatleben zurück u. st. 5./6. Novbr.1850 im Schloß Ebenzweier bei Gmunden. 42)F. Max, s. Maximilian, Kaiser von Mexiko,j) Herzog von Orleans, s. Örleans. s) Jn-janten von Portugal: 43) F., der stand-hafte Prinz, der Heilige, Sohn Johann's I.,geb. 1402; Großmeister des Avizordens, ging eril437 init seinen, Bruder Heinrich nach Afrika,ielagerte Tanger ohne Erfolg, schloß darauf mitden Mauren unter der Bedingung Frieden, daßihnen Ceuta znrllckgegeben werden sollte, u. bliebijelbst als Geisel bei ihnen. Da indeß Ceuta denMauren nicht zurückgegeben wurde, ward F. demSultan von Fez ausgeliefert und st. hier unter densündhaft ertragenen Mißhandlungen 5. Juli 1443.F. zeigte stets eine seltene Willenskraft u. aufrich-tige Religiosität u. wurde 1470 heilig gesprochen,sein Leichnam war schon 1465 in der Abtei Ba-talha in Portugal beigesetzt worden. Seine Leidenbeschrieb der Chronikschreiber Joam Alvarez, dermit ihm die Gefangenschaft theilte u. Calderon

; behandelte seine Ausdauer in dem Drama, derf standhafte Prinz, I) Prinzen von Preußen:s 44) August F., jüngster Sohn des Königs Fried-' nch Wilhelm I., geboren 23. Mai 1730, war Herren-meister des Johanniterordens zu Sonnenburg,llmd st. 2. Mai 1813; aus seiner Ehe mit/iouise, Tochter des Markgrafen Friedrich Wil-i Helm von Brandenburg-Schwedt entsproßte Prinz.Ludwig, der 10. Oct. 1806 bei Saatfeld bliebund Prinz August (s. d. 15). F) Prinz von! Sachsen-Koburg: 45) F. Georg August,Herzog zu Koburg - Gotha - Kohary , dritterSohn des Herzogs Franz, Bruder des HerzogsErnst III., geb. 20. März 1785 in Koburg; tratin Österreichische Militärdienste, wurde Feldmar-^challlieutenant und Inhaber des k. k. Husaren-^ regiments Nr. 8 u. verheirathete sich 1816 mit derPrinzessin Maria Antoinette Gabriele von Kohary.j Er ließ seine Kinder vertragsmäßig in der Katho-lischen Religion erziehen u. trat 1818 selbst zuderselben über. 1826 erbte er die großen Be-

sitzungen seines Schwiegervaters u. erhielt dasungarische Jndigenat. Er starb 27. Aug. 1851in Wien; sein Sohn F. (s. o. 18) wurde Königvon Portugal. Ii) Jnfant von Spanien:46) F., Cardiualinfant, Sohn Philipps III. vonSpanien, geb. 16. Mai 1609, wurde 1619 Ad-ministrator des Erzbisthums Toledo und kurzdarauf Cardinal; 1633 ging er mit einem Heerenach Italien, um die Streitigkeiten mit den Ge-nuesen und dem Herzoge von Savoyen beizu-legen, wohnte 1634 der Schlacht von Nördlingenbei u. wurde 1635 Statthalter in den Nieder-landen. Hier widerstand er nicht nur den ver-einigten Franzosen u. Holländern, sondern drangauch in Frankreich siegreich ein und wurde mirdurch die Bedrohung von Breda zum Rückzuggenöthigt. 1638 vereitelte er den Angriff der Nie-derländer auf Geldern, verlor dagegen 1640 Arrasan die Franzosen; er st. 9. Nov. 1641 zu Brüssel,i) Prinz von Württemberg: 47) F. Wil-helm, Herzog von Württemberg-Neustadt, jüngererSohn des Herzogs Friedrich von Württemberg-Neustadt, geb. 12. Sept. 1659, trat erst in dieDänische Armee, focht dann in Kaiserlichen Dien-sten 168187 bes. gegen die Türken u. Franzosen,ging 1690 mit DänischenTrnppen für Wilhelm III.nach Irland u. half diese Insel unterwerfen; seit1692 diente er mit derselben Truppe den Hol-ländern gegen die Franzosen, focht mit Auszeich-nung aber Unglück bei Steenkerken (1692) undNeerwinden (1693); u. wurde 1694 zum Generalder Holländischen Armee u. Oberst in der König!.Leibgarde ernannt. Als Gouverneur von Sluys n.des Holländischen Flandern, entdeckte er 1696 dieVerschwörung gegen Wilhelm III. von England.1698 befehligte er als Generalfeldmarschall KönigAugusts II. von Polen die Polnisch-SächsischenTruppen in der Ukraine, sowie 1699 und 1700die Dänen in Holstein und st. 7. Juni 1701in Sluys.

III. Erzbischof von Köln: 48) F. AugustMaria Joseph Anton, Graf Spiegel zumDesenberg und Canstein, Erzbischof zu Köln, geb.1764 in Canstein, wurde 1782 Domherr zuMünster, begleitete 1790 den Kurfürsten Maxi-milian Franz zur Kaiserkrönnng n. wurde 1799Domdechant zu Münster u. Probst im Collegiat-stist zu Dülmen; 1806 trat er in das Curatoriumder Universität u. wurde Verwalter der ErzdiöceseMünster und 1825 Erzbischof von Köln, wo ermit aufgeklärtem Geiste segensreich für Kirche undWissenschaft wirkte; er st. 1835.

15, 2730, 3943 Heime-Am Nhyn.

L-26, S 1 -S 8 Lagoi.

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