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Eyth
wurde Deichinspector des Overbruchs und 1794Oberbaurath, 1799 auch Director der neu ge-gründeten Bauakademie zu Berlin, 1830 trat eraus dem Staatsdienste u. st. 18. Aug. 1848.Verdient machte er sich um die Regulirung derOder, Warthe, Weichsel u. des Njemen, um dieHasenbauten in Memel, Pillau u. Swinemünde,um die Grenzregulirung der Rheinprovinz, Be-stimmung eines definitiven Maßes u. Gewichtesin Preußen durch seine Schrift: Vergleichung derin den k. preuß. Staaten eingeführten Maße u.Gewichte, Berl. 1798, 2. Aufl. 1810, Nachtr. 1817.Von anderen Schriften sind bes. erwähneuswcrth:Prakt. Anweisung zur Constrnction der Faschinen-werke an Flüssen u. Strömen, Berl. 1800; Hand-buch der Mechanik fester Körper u. der Hydraulik,1801, 3. Aufl. 1842; mit Dav. Gilly: PraktischeAnweisung zur Wasserbaukunst, Berl. 1802—8,4 H. 2. Aufl. 1809—21; 1 H. 3. Aufl. 1830;Handbuch der Statik fester Körper, ebd. 1808, 3Bde., 2. Aufl. 1832; Handbuch der Perspective,ebd. 1810, 2 Bde.; Höhere Analysis, 1824,2 Bde.;Handb. d. Hydrostatik, 1826; Üeber die Anlage rc.von ländlichen Kartoffelbranntweinbrennerei-Ge-bäuden, ebd. 1836; Anweisung zur Auflösung derhöheren numerischen Gleichungen, ebd. 1837. r.
Eyth, Eduard, geb. 2. Juli 1809 in Heil-bronn, studirte Theologie in Tübingen, wurde1835 Oberpräceptor in Kirchheim u. T., 1841Professor am theol. Seminar in Schönthal, 1868Ephorus des Seminars in Blaubenren. Er schr.u. A. außer zahlreichen Übersetzungen aus demGriechischen: Hilarolypos, Tüb. 1831; Klassikeru. Bibel in den niederen Gelehrtenschulen. Basel1838 f.; Gedichte, Stuttg. 1843, 3. Aufl. 1860.Auch seine Gattin, Julie geb. Capoll, ist alsSchriftstellerin bekannt durch die Bilder ohneRahmen, 4. A. Heidelb. u. Leipz. 1875. BeiderSohn, Max, geb. 1836, vielgereister Ingenieurbei Fowler in Leeds, schr. Wanderbuch eines In-genieurs u. Novellen, Heidelb. u. Leipz. 1870.Neue Folge 1875. Volkmar, romant. Gedicht,3. A. 1875. Hartmann.
Eywauowty (Ewanowitz), Stadt im mähri-schen Bez. Wischau (Oesterreich), an der Hanna,Station der Mährisch-Schlesischen Nordbahn; al-terthümliches Liechtensteinsches Schloß; 3 Jahr-märkte; 1992 Ew.
Eyzines, Flecken im Arr. Bordeaux des franz.Dep. Gironde, in dem anmuthigen Thale derJalle von Blanquesort; 2361 resp. 1961 Ew.
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Ezearay (Escaray), Stadt in der span. Prov.Logrono,amOja; Töpferei,Wollenweberei; 2960E.
Ezechiel (Hesekiel), 1) jüdischer Prophet, Sohndes Priesters Busi; wurde mit dem Könige Jo-jachin und 10,000 Juden 598 v. Ehr. in dasBabylonische Exil geführt u. erhielt seinen Wohnsitzam Chaboras. Im 5. Jahre seines Exils trater hier als Prophet auf u. weissagte bis zum27. Jahre seines Exils. Seine späteren Schicksalesind ungewiß. Einer seiner Gefährten soll ihn,nach einer Sage, ermordet haben, man zeigteauch einige Tagereisen von Bagdad sein Grabmal.Er ist der 3. der großen Propheten des AltenTestamentes, u. sein Buch enthält eine Reihe vonWeissagungen von dem nahen Untergange desjüdischen Staates, woran sich jedoch Hoffnungeneiner Wiederherstellung seines Volkes knüpfen.Commentare dazu von Rosenmüller, Lpz. 1826,2 Thle., von Hävernick, Erlang. 1843; Hitzig,Lpz. 1847; Kliefoth, Wism. 1865; Hengstenberg,2 Bde., Berl. 1867; Keil, Lpz. 1868. 2) E.,jüdischer Dichter; lebte n. Ehr. n. wird von Ein.für einen der 70 Bibelllbersetzer gehalten; er schr.:Trauerspiele, z. B. (Der
Auszug aus Ägypten, in Jamben, nach Art derspäteren Mysterien od. Moralitäten); Fragmente,herausgeg. von Morell, Par. 1609.
Ezelin, s. Ezzelino.
Eziongeber, früherer Name von Akabah (s. d.).
Ezzelrno da Romano, geb. 26. April 1194in Onara in der Mark Treviso, von deutscherAbkunft, schwang sich durch Tapferkeit empor u.wurde Haupt der Ghibellinen in Italien. Erleistete dem Kaiser Friedrich II. im LombardischenKriege treffliche Dienste, erhielt dafür von dem-selben 1236 die Oberstatthalterei von Padua undbrachte später Verona, die Mark Treviso, Vicenza,Trient, Brescia u. Feltre an sich, zeigte sich abersehr grausam u. brachte selbst seinen Neffen, E.von Egna, seinen Bruder Ciramont, seinenSchwiegervater u. seine Schwäger, nebst vielenEdeln um. Vergebens that ihn 1252 der PapstJnnocenz IV. in den Bann; als er sich aber derganzen Lombardei bemächtigen wollte, wurde erin einem Treffen an der Adda bei Cassano am16. Sept. 1259 von den verbundenen Fürstengefangen und st. 11 Tage danach zu Racino imKerker. Von ihm handeln viele Sagen und Ro-mane der Italiener. Er war eifriger Astcolog.Vgl. Romano u. s. Verci, 8toria cksAli Mrslini,Bassano 1779, 3 Bde., Ven. 1844. Schroot.'
F, 1) angehauchter Lippenlaut, als Buchstabder 6. in den Alphabeten der abendländischenSprachen, unter den morgenländischen hat ihnbloß die arabische (Fe) und zwar an der 20.Stelle; auch die griechische kennt ihn nicht, an
seiner Stelle stand das Digamma; das k der Rö-mer, dessen Zeichen nach dem griechischen Di-gamma gebildet war, war nach Quintilian einstark durch die Zähne geblasener Laut, der ursprüng-lich von dem rein labialen -s der Griechen ver-