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Lviäewsiit äös 03 — Lvonvmug.
muß in der Regel der Verlust des Rechtes od. derSache durch Urtel u. Recht entschieden und demAuctor der entstandene Rechtsstreit zeitig bekanntgemacht worden sein (Indio äsnuuoiatio). Vgl.Müller, Die Lehre von der E., Halle 1851, 1. Thl.
Grotefend.*
kvilleme.it des os (fr., Chir.), Aushöhlung derKnochen, das von Sedillot zuerst angewendeteVerfahren, bei Knochenfraß alle erkrankten Par-thien sorgfältig mit dem scharfen Löffel, dem Schab-eisen od. dem Meißel zu entfernen; s. Knochenfraß.
Evident (v. Lat.), klar, deutlich. Daher Evi-denz, die durch offenes Vorliegen od. vollständi-gen Beweis allem Zweifel entrückte Wahrheit.
Evil Merodach, von 562—561 v. Ehr. Kö-nig von Babylon, Sohn des Nebukadnezar.
Evineire» (v. Lat.), erweisen, darthun, durchrichterlichen Ausspruch Jemand eine Sache ab-streiten. Daher Evincent, der einem Andereneine Sache od. ein Recht im Wege des Processesabstreitet; s. Eviction.
Eviscerircn (v. Lat.), ausweiden, ausdärmen.
Evitiren (v. Lat.), vermeiden.
Evkaf (türk.), die den Moscheen od. frommenStiftungen gehörigen Güter. E.-Naziri, derIntendant derselben.
kvooÄi (röm. Aut.), ausgediente Soldaten,welche nach Ablauf der Dienstzeit gegen Sold-erhöhuug, Aussicht auf Avancement und sonstigeBevorzugungen nochmals in Kriegsdienst getretenwaren. Sie waren den Centurionen gleichgestellt,kämpften bisweilen in der ersten Cohorte zur Ver-theidigung des Adlers und galten als moralischeStütze des Heeres. Sie durften sich auch Pferdehalten. Größere Truppentheile dieser Art hießenvetsraui. 10,000 der von Cäsar entlassenen u.beschenkten §. rief Octavianus wieder zu seinenTruppen. Unter den Kaisern hörte das Verhältnißder L. ganz auf. Riese.
kvocatlo (lat.), 1) das Heraus-, Hervorrufen,Vorfordern; bes. 8) Aufgebot der ausgedientenMannschaft; s. üvooati. 3) Die Aufforderung andie Schutzgottheiten einer eroberten Stadt, dieselbezu verlassen. 4) (L. rei) So v. w. Oitmtio. 5)(Evocation) Die rechtliche Belangnng Jemandesvor ein für ihn ausländisches Gericht, im Staats-nnd Proceßrecht des früheren Deutschen Reichesdie dem Kaiser zustehende Überweisung einer beieinem Landesgerichte anhängigen Rechtssache anLas kaiserliche Gericht. Gegen diese E., durchwelche eine Rechtssache ihrem ordentlichen Richterentzogen wurde, erlangten die Reichsstände, na-mentlich die Kurfürsten, das E-sprivilegium (fusäs non ovoouuäo), nach welchem dem Landesgerichtzustehende Sachen nicht ohne Weiteres mehr die-ser ersten Instanz entzogen u. dem Reichsgerichteüberwiesen werden durften. E. bedeutete dannauch das Recht des Papstes, eine Streitsache vonden weltlichen Gerichten ab-, nach Rom zur Ent-scheidung zu berufen. Das Frauzöf. Proceßrechtertheilt mit „der E. dem Gericht 2. Instanz dasRecht, nach Änderung des Urtheils erster Instanz,die betreffende Rechtssache an sich zu nehmen.
Evociren (v. Lat.), 1) ausrusen, vorladeu;8) beschwören.
Evoleua, Hauptdon des Walliser Seitenthals
Hörens in der Schweiz, 1380 m ü. d. M., 1070Ew., in rauher, aber prachtvoller Umgebung (DeutBlanche, Mont d'Arzinol rc.); Standquartier fürAlp-Clubisten.
Evolute (Math.), s. Evolution.
Evolution (v. Lat.), 1) Entwickelung. 3)(Math.) Die stetige Bewegung einer eine Curveberührenden Geraden (u. eines bestimmten Punk-tes derselben) durch alle ihre Lagen an der Curve.
Sie wird dargestellt, indem man einen biegsamenundehnbaren Faden um den convexen Theil einer ;krummen Linie legt, ihn mit einem Ende daranbefestigt, an dem anderen Ende aber ihn in derRichtung der Tangente dieses Punktes auspanntu. nun unter Erhaltung dieser Spannung allmäh-lich ablöst (abwickelt), so daß dabei der abgewickeltegerade Theil des Fadens immer die Curve indem Punkte berührt, wo er sie verläßt; die krummeLinie, welche dabei irgend ein Punkt des gerad- >liuigen Theils des Fadens beschreibt, heißt diedurch E. erzeugte od. evolvireude Linie (Evol-vente), die ursprüngliche Curve dagegen wird inBezug auf die nun entstandene die Evolute ge-nannt. Die Evolute ist die stetige Folge der Krllm-muugsmittelpunkte aller Punkte der Evolvente.Huygens führte die E. der Curven in die Geo-metrie ein; er mußte sie noch auf synthetischemWege behandeln. Spätere Mathematiker (bes. I.Bernoulli, Euler) bedienten sich dazu der Analy-sis des Unendlichen. Durch E. der Cykloide, derEpicykloide und der Spiralen werden dieselbenCurven od. ähnliche erzeugt. Die durch E. einesKreises entstehende Curve ist als eine Epicykloideanzusehen, deren erzeugender Kreis einen unend-lich großen Halbmesser hat. Die E. kann ins Un-endliche wiederholt werden; es macht daher auchdie dadurch erzeugte Curve unendlich viele Um-läufe, die sich immer mehr und mehr erweitern.Diese Linie, deren Evolute also ein Kreis ist, fin-det in der Mechanik Anwendung; nach ihr mußnämlich, wenn die Hebelatte eines senkrechtenStampfers, mit gleichförmiger Kraft u. Beweg-ung, ohne Klemmung gehoben werden soll, derHebedaumen geformt sein. 3) (Kriegsw.) DieAusführung reglementarer Bewegungen u. Stell-ungsformen eines geschlossenen Truppentheils u.die Übergänge zu den verschiedenen Stellungsfor-men; s. u. Taktik. 4) In der Seetaktik die ver-schiedenen Bewegungen u. Wendungen einer Flotteund ihrer verschiedenen Schiffe in freiem Wasserniit Hilfe des Dampfers und der Segel, speciellwährend der Schlacht od. beim Aufsuchen u. Ver-meiden des Feindes. Die gesetzmäßige oder ge-schickte Anordnung der E-en bedingt die Manövrir-kunst (s. d.). Buchrucker.»
Evolviren (v. Lat.), entwickeln; Evolvente,s. Evolution.
kvonMiis L., Pflanzengatt, aus der Fam. derOlastrillsuo-Oslastroas, Bäume und Sträuchermit vierkantigen, seltener rundlichen Zweigen, ge-genständigen, bleibenden, ganzrandigen od. gesäg-ten Blättern, abfallenden Nebenblättern u. achsel-ständigen Blüthenständen mit kleinen grünlichenod. röthlichen Blüthen; Kelch flach, 4 —bspaltig,Blumenblätter 4—5, unterhalb einer dicken Scheibeeingefügt, 4—5 Staubblätter auf der Scheibe selbst,