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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Evangelische Stände Evans.

gegangen, oder hat sie mir im Sinne modernerReactionstheologie erledigt. Nippold, Handbuch derneuesten Kirchengesch., 2. Ausl., S. 390, zählt dieE. K. nicht mit Unrecht zu den kirchlichen Ver-sammlungen der neueren Zeit,die, unter demNamen von Einigungsversnchen, gerade den Haupt-zweck verfolgten, den größten Theil der Gemein-den ans der Kirche ganz auszuschließen, u. die kleineorthodox-pietistische Partei als die Kirche erscheinenzu lassen." Löffler.«

Evangelische Stände, so v. w. (lorpus svan-Aeliooruin.

Evangelistarnim (Kirchenw.), so v. w. Evan-geliarimn.

Evangelisten (v. Gr.), 1) Bringer einer fröh-lichen Botschaft (Evangelium). 2) In der ältestenKirche nach Eph. 4,11, Apostelg, 21,8, 2 Tim.4, 5 wahrscheinlich urchristliche Reiseprediger, zuunterscheiden von den Apostelgehilfen, ohne stehen-des Amt von den Aposteln oder ganzen Gemein-den zur Verkündigung des Evangeliums in solchenGegenden ausgesandt, in denen Christus nochnicht gepredigt worden war. 3) Nach spätererkirchlicher Bedeutung die Verfasser der Lebcns-geschichte Jesu: Matthäus, Marcus, Lucas undJohannes. Die 4 E. werden in der bildendenKunst gewöhnlich in schreibender Stellung darge-stellt. Als Symbol ist seit Hieronymus demMatthäus ein Engel oder eine Menschengestaltbeigegeben, dem Marcus ein Löwe, dem Lncasein Stier, dem Johannes ein Adler, mit Bezieh-ung ans die Cherubimgestalten bei dem ProphetenEzechiel und in der Apokalypse Johannes. DieSymbole haben die verschiedensten Deutungen ansden Charakter der E., den Inhalt ihrer Schriften,ihre Auffassung von Christus erfahren. 4 ) Beiden Jrvingianern diejenigen Kirchenbeamten,welche das Evangelium unter den außer ihrer Ge-meinde Stehenden predigen. 5 ) Die 4 seidenenStücke der Allarbekleidung in der GriechischenKirche. 6) Die vier vornehmsten Familien inVenedig: Giustiuiaui, Carnaro, Bragadini undBembo. Löffler,'

Evangelium (v. Gr.), 1) frohe Botschaft.2) Die Barschaft von Christo, als dem Erlöser;oft dem Mosaischen Gesetz entgegengesetzt. 3) Inder Dogmatik bezieht man das Wort E. auf allediejenigen Bestandtheile des Wortes Gottes, indenen Gott mit Verheißung u. Darbietung seinerGnade zu dem Menschen redet, während er imGesetz nicht eine Verheißung, sondern eine For-derung (nämlich die des Gehorsams) ausspricht.

4 ) Titel der 4 Schriften des Matthäus, Marcus,Lncas u. Johannes, in denen diese Lehre u. dieErzählungen von dem Leben Jesu enthalten sind.Vgl. Die Entstehung der 4 Evangelien und derChristus des Apostels Paulus, Berlin 1876.

5 ) (Evangelicnm, Euangelikon) Die schriftlicheSammlung der Nachrichten von dem Leben Jesuim Gegensatz zu den apostolischen Schriften,(frühere Abtheiluug der Schrift bis zum Z.Jahrh.).

6) Abschnitt aus einem der 4 Evangelien, der vondem Priester gelesen oder von dein Diakon beieinem Hochamte gesungen wird. Die Ordnungu. Folge dieser rührt von Hieronymus her; daher

7 ) der Abschnitt ans den 4 Evangelisten, welcher

in der Protestantischen Kirche zu Sonn- u. Fest,tagen beim Vormittagsgottesdienst vorgelesen undworüber gewöhnlich gepredigt wird; s. Perikopen.

8) Mehrere apokryphische Evangelien, wie dasE. des Barnabas, E. des Basilides, Las L w-kantlas (llrrist-i, E. des Marcion, E. des Nico-demus, E. des Petrus, E. des Thomas, E. derKarpokratianer, E. derKerinthianer, E.derHebräer,bl. sseunäum LsAz-xblos u. E. der Balentmianer;s. d. a. unter Apokryphen. 9) Das ewige E., sltl. aotsrnnm des Joachim von Floris, im 13.Jahrh., nach welchem vor Christus das Reich des lVaters, von Christus an das Reich des Sohnesbestanden habe, und jetzt (1260) das Reich deshl. Geistes beginnen werde. Heppe.'

Evans, 1) Oliver, amerikan. Mechaniker, ^geb. 1755 zu Skewport (Delaware); machte sich sehr ^früh bekannt durch die Erfindung einer Spinn- -Maschine u. einer Mühleneinrichtung. 17 Jahre »!alt baute er einen Dampswagen, erfand die Hoch- >drnck-Dampfmaschine, von der er schon 1787 u. f!1794 Zeichnungen u. Specificationen nach Eng- !land sandte, baute auch schon 18031804 eine !Baggermaschine, die den Schuylkill-Fluß befuhr, !getrieben durch ein am Stern befindliches Schaufel- !rad, das durch eine Dampfmaschine bewegt wurde. ^Auch wandte er 1801 die erste brauchbare Hoch- !drnck-Dampfmaschine zum Betriebe einer Getreide- sMühle an, wie er denn überhaupt viel für die ^Verbesserung der Mühlen u. die praktische Ver-wendung der Dampfkraft bemüht war. Er starb21. April 1819 in Philadelphia. Von seinerSchrift (Mw zwrmK mill-rvriAlrt nncl MillersAuills, New-Uork 1795) erschienen 5 Aust., undwurde die letzte von Renoit ins Französ. über-setzt (Paris 1830). Auch sein Eulcls kor tiismsolmn. enAinesrs (1805) erschien in französ.Übersetzung (von Doolittle, 1822). 2) Sir

George de Lacy E., engl. General-Lieutenant,geb. 1787 zu Moig in Irland; trat 1807 in dieDienste der Ostindischen Compagnie, focht 1810mit bei der Einnahme der Insel Mauritius undkam daraus zu der Armee auf der PyrenäischenHalbinsel, wo er an den Schlachten bei Hermoza,bei Vittoria, sowie 1813 in den Pyrenäen n. anden Kämpfen bei Toulouse theilnahm. 1814focht er in den Vereinigten Staaten und wurde1815 bei seiner Rückkehr Hauptmann, bald daraufMajor u. nach der Schlacht von Waterloo Obrist-Lienteuant. 1831 wurde er für Rye und 1833für Westminster ins Parlament gewählt; 1835erhielt er den Oberbefehl über das Corps, wel-ches England der Königin Christine von Spaniengegen die Carlisten zu Hilfe schickte, wurde zumspanischen Generallieutenant ernannt n. focht mitabwechselndem Erfolg vor San Sebastian, Bilbao,Passages, auf den Höhen von Amozagana, vorOriamendi u. Hernani; er beendete den Feldzug1837 mit der Einnahme von Jrun, worauf ereinen Abschied nahm. Nach England zurückgekehrt,mhm er seinen Platz für Westminster im Parlament'wieder ein, wurde Oberst u. 1846 Generalmajor.Dem Ministerium Derby trat er 1852 mit großerEntschiedenheit entgegen, sein Antrag zur Ver-werfung der Milizbill wurde jedoch abgelehnt.Zum Generallieutenant erhoben, erhielt er bei