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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Euter Eutin.

niaka, s. u. Nikander; ferner eine Paraphrase desdem Oppian zngeschriebenen Gedichtes Ixsntiica.

Euter, die die Milch absondernden Organe derweiblichen Sängethiere, des. der größeren Haus-ihiere, den Brüsten des Menschen, der Affen, Fleder-mäuse u. Sirenen ihrer Bildung nach entsprechend.Sie liegen am Bauche (Bären, Schweine, Rind-vieh, Hunde u. a.), oder in den Weichen (Wieder-käuer, Eiuhuser, mehrere Nager, der Delphin);die meisten Ranbthiere u. mehrere Nager habensie an der Brnst u. an dem Bauche. Ihre Zahlrichtet sich nach der Zahl der Jungen, welche dasThier wirft, u. steigt von 2 bis 10; jedoch va-riiren sie bei Individuen derselben Art; der Zahlder E. entspricht anch die der Saugwarzen (Zitzen,Striche, bei Hunden Spulen). Thomö.

EuterkrankheitcnkommenbeiallenHausthieren,bes. aber bei Rindern u. Schafen vor. Die wich-tigste Enterkrankhcit ist die Euterentzündungbeim Rinde. Dieselbe tritt hauptsächlich in 2 For-men ans, bei der ersten, dem sog. Einschuß, hatdie Entzündung ihren Sitz in u. unter der Haut,seltener anch noch in de» Bindegewebszügen des Eu-ters, bei der anderen Form hingegen ist die Drüsen-snbstanz selbst ergriffen. Beim Einschuß zeigt derEuter eine umsangreiche, stark geröthete, wenigschmerzhafte ».nicht sehr heiße Geschwulst, die Finger-eindrücke eine Zeit lang beibehält. Die Milch-secretion u. der Milchabfluß haben kein Hindernißerlitten. Häufig bestehen gleichzeitig Fieber u. ga-strische Complicationen. Die Krankheit befällt meistnur sehr milchergiebige Kühe, ist günstig zu beur-theilen und weicht bei zweckmäßiger Behandlungin 48 Tagen. Behandlung: Magere Diät. Ab-führende n. kühlende Salze, häufiges Ansmelkendes Euters. Trockene Streu. Bei der eigentlichenDrüsenentzündung werden in der Regel ^4 oder2/4 des Euters von der Entzündung yeimgesucht.Der Enter ist sehr heiß, dunkelgefärbt, sehr schmerz-haft, fühlt sich hart an und nimmt keine Finger-eindrllcke an. Die Milchabsonderung ist entwederganz unterdrückt, oder es wird blutige oder ge-ronnene Milch entleert- In der Ziegel ist in derersten Zeit heftiges Fieber vorhanden. Die Ans-gänge sind: völlige Heilung oder Verödung undVerhärtung der Drüse, oder aber anch brandigesAbsterben des Enters. Die Benrtheilung ist bei denhochgradigen Entzündungen nicht günstig; oftmalstritt Verödung, mitunter selbst Brand mit tödt-lichem Ansgange ein. Behandlung: Knappe Diät,kühlende Salze, Brechweinstein bis zu 1520 §den Tag, Aderlaß an der sogen. Milchader sehrzweckmäßig, Einreibungen von Jodtinktur, Ter-pentinsalben re., häufiges Ausmelken n. Zerdrückender in der Milchcisterne liegenden Knoten, örtlichwarme Langenbäder. Schmidt.

Euterpe, d. i. die Ergötzende, 1) Muse deslyrischen Gesangs; abgebildet mit der Flöte; 2) s.Asteroiden (Nr. 27).

kutsrpo (Kohlpalme), Pflanzengatt, ansdcrFam. der kaimae-^rseinas (LXI. 6.), PalmenSAmerikas mit schlankem Stamm, gefiedertenBlättern, mit herabhängenden Abschnitten n. lang-scheidigen Blattstielen; Blüthen in dichten ver-zweigten Blllthenständen, sitzend, männliche n. weib-liche in demselben Blüthenstand; männliche mit 3

äußeren pergamsntartigen und 3 inneren leder-artigen Perizonblättern, 6 Staubblättern u. einemrudimentären Fruchtknoten, weibliche mit dünne-ren inneren Perigonblättern und dreifächerigemFruchtknoten; Frucht eine kugelige, einsäulige Beeremit dünnem, häutigem, dem Samen angcwachsenel,Endocarp. L oloraooa Mrrk., in Brasilien, sehrhoch u. schlank, hin- u. hergebogen; die jungenBlätter dienen zur Speise. L scknlis ebd.'die Früchte (Oavlix) werden gekocht gegessen, dieBlätter dienen znm Dachdecken und zu Körben.2) L. gehört zu ^.rsea cki. Engler.

Euthalros, Diakon in Alexandrien, dann Bi-schof zu Snlca; st. nach 460; er theilte die Apo-stelgeschichte u. die Briefe des N. T. in Capitelu. Verse, zeigte den Inhalt der einzelnen Capitelan u. versah sie mit Parallelstellen aus dem A. T.

Euthanasie (v. Gr.), 1) Erleichterung des To-des. 2) Kunst, dem Tode ruhig entgegen zu sehenu. zu sterben.

Euthydcmos, 1) Athener, nahm 421 v. Chr.Theil an dem Abschluß des Friedens mit denSpartanern durch Nikias u. begleitete nachher denNikias ans dem Zuge nach Sicilien. 2) E., geb.ans Chios, Sophist, hielt sich lange in Therä auf,n. seinen Namen führt einer der Dialoge Platos.

Enthymros (Euthymios Zigabenos, richtigerZygadenus), Basilianermönch in Constantinopel,war bei Alexius Komnenus sehr angesehen undst. um 1118. Er zeichnet sich ans durch sprach-gelehrte Exegese u. überaus kenntnißreiche Polemik.Er schr. zur Widerlegung der Ketzerei: Tta-E-.-ad. h. Rüstkammer des wahrhaften Glaubens, in24 Titeln, herausgegeben von Gregorius, Ter-govist 1711, lat. von Franc. Zini, Ven. 1555,Par. 1580; der Titel von den Bogomilen, hcraus-gegeben von Gieseler, Gott. 1842; außerdem:Oommsutnrins in IV svunAolia, herausgegebenvon Matthäi, Lpz. 1792, 4 Thle., Becl. 1845;Llommslltai'ii in psalwos, Ven. 1530, namentlichin Opera omnia Misopiizckaoti, Ven. 175463n. m. a. in Äalland Libl. katr. Th. 14. LM-r.

EnthijMlis, berühmter Fanstkämpfer ans demital. Lokri zur Zeit des Lerxes, befreite die StadtLemesa von dem bösen Geiste Polites, einem Ge-nossen des Odysseus, dem jährlich eine Jungfraugeopfert werden mußte, u. wurde dann, ohne zusterben, von der Erde entrückt.

Euthynoi (gr. Ant.), in Athen 10, den Archon-ten zngeordnete Personen, denen die Beamten,welche öffentliche Gelder verwaltet hatten, Rechen-schaft ablegen mußten.

Euthhtöna, bei den alten Griechen Armbrüste,die Lurch eine eigenthümliche Vorrichtung von 2bis 5 Mann gespannt in gerader Richtung schossen,und zwar nur Pfeile, von 2754 rheiul. ZollenLängen.^1'/.4 rheiul. Zollen im Durchmesser,V24 Psd. schwer; Schußweite gegen 1200 Fuß.

Eutin, Stadt im olvenburgischen FürstenthnmLübeck in anmuihiger Gegend zwischen dem Gro-ßen u. Kleinen Eutiner See, Station der Altona-Kieler u. der E.-Lübecker Eisenbahn; Regierung,Ober- n. Amtsgericht u. Oberförsterei, ein 1689erbautes, früher bischöfliches, jetzt großherzoglichesSchloß mit Park, Rathhaus, alte Michaeliskirche,Gymnasium mit einer Bibliothek von 28,000 Bdn.,