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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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619
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Eustathios -

dus, lebte im 2. Jahrh.; er erblickte nach derLegende aus der Jagd zwischen dem Geweih einesHirsches das Bilduiß des Gekreuzigten, in Folgedessen er sich zum Christenthum bekehrte; er st.als Märtyrer unter Kaiser Hadrian zu Rom. E.ist Patron der Jäger; sein Tag: 20. September.Z) Name mehrerer Grafen von Boulogne, darunterE-, Bruder des Gottfried von Bouillon, den ernach Palästina begleitete. Seine Erbtochter hei-rathete Stephan von Blois, 1135 König von! England.

^ Eustathlos (Eustathius, d. i. der Beständige,männlicher Vorname), 1) St. E. vonAntiochien,

^ aus Side in Pamphylien, Bischof zu Beröa ins Syrien, dann zu Antiochien; auf dem Concil zuNikäa 325 heftiger Gegner des Arms, wurde 331

> von einer Versammlung bei Antiochien als Sa-bellianer abgesetzt u. vom Kaiser Constantin nachTrajanopolis verwiesen, wo er (nach And. zuPhilipp:) zwischen 337 u. 360 starb; sein Tag inder Griechischen Kirche: 20. Febr., in der Nömi-

j schm 26. Juli. Schr. griechisch: Hsxasmoron! oomwonbarius ao äs snAastrim^büo, herausgeg.von Leo Allatius, Leyd. 1629. Seine Anhängerheißen Eustathianer, die in Antiochien bis zumJahre 415 eine nicht bloß von den Arianern,sondern auch von den nicänisch gesinnten Mele-tianern getrennte Kirchenpartei bildeten. 2) E.von Sebaste, ein Armenier oder Kappadocier,

. Lchiiler des Arms, der übrigens zwischen nicäni-^ scher, arianischer und semiarianischer Gesinnungzweideutig hin- und herschwankte, war AnfangsMönch, dann Presbyter zu Cäsarea, wurde aberbald irriger Meinungen wegen auf der Synodezu Neucäsarea abgesetzt u. excommunicirt. Späterwurde E. um seines musterhaften Lebens willenwieder in die Kirchengemeinschast ausgenommen u.

> Bischof von Sebaste. Er war längere Zeit Freund^ Basilius des Großen, dessen Schrift über dass Möuchslcben ihm von Einigen bsigelegt wird, u.

einer der Abgeordneten der morgenländischcn Bi-schöfe an Bischof Liberius in Rom. Indem E.

! die mönchische Lebensweise für etwas, wozu eigent-! lich alle Christen verpflichtet seien, erklärte, gab, erAnlaß zu derjenigenSecteder Eustathianer,die asketisch-schwärmerisch z. B. den Grundsatzaufstellte, kein Berheiratheter könne selig werden,

! man dürfe nicht an den Gottesdiensten solcher' Priester theilnehmen, die vor der Ordination ver-! heirathet gewesen seien u. dgl., welche Sätze übri-gens die Synode von Gangra in Paphlagonien357 als ketzerisch verwarf. E. st. um 380. 8) E.,Patricier u. Antecessor in Constantinopel um 1025n. Chr.; er schr.: xal Naary-

zrärwr- (Zusammenstellungen der Zeitbestimmungenim Justinianischen Rechte und in den Basiliken),

> herausgeaeb. Bas. 1561, zuletzt von Teucher, Lpz.

? 1802. 4) E. ans Constantinopel, war Anfangs

s Diakonus u. Lehrer der Rhetorik daselbst u. seitl 1175 Erzbischof von Thessalonike; er st. 1194. E.

^ trug aus alten Auslegern Commentare zu Homer,

Rom 154250, 4 Bbe., Bas 1559, 3 Bde., Lpz.182530, 6 Bde., u. zu Dionyfios Periegetes zu-sammen. Er schr. auch Commentar zu Pindar, von'. welchem nur die Einleitung (herausgegeben vons Schneidewin, Gött. 1837) erhalten ist; als Theolog

Eutckilivs.

u. Kirchcnmann ist er eine reformatorische Persön-lichkeit, indem er die sittliche Seite des Christenthumskräftig namentlich gegen die Entartungen des Mönch-thums geltend machte; darauf beziehen sich theologischeAufsätze u. Briefe, herausgeg. mit Panaret u. Euge-uicus von Tafel, Franks. 1832; I)g TRssss-Iouies.von Tafel, Berl. 1839; die Betrachtungen überden Mönchsstand von Tafel, Berl. 1847. 5) (Eu-mathios), Ägyptier, Makrembolitcs, ans ungewisser,doch späterer Zeit; schr. griechisch einen Roman:Hysmine u. ,Hysm:nias, herausgeg. von Ganlminmit latein. Übers., Par. 1618, in den Loripbor.srobio., Par. 1856 und der Samml. v. Hercher,Bd. II., übers, von der Frau Reiske, im 1. Bde.der Hellas, Mitau 1778. Löffler.»

^St. Eustatins (St. Eustasius, St. Eustatz,St. Eustache), niederländ. Insel, eine der KleinenAntillen (Westiudien), nordwestl. von St. Chri-stoph; 28,H)Icw (0,52 IHM) mit 1890 Ew.,gebirgig (die Höhen sind bewaldet), vulkanisch,ohne Quellen, so daß das nöthige Trinkwasser inCisternen gesammelt werden niuß; Erdbeben sindnicht selten. Außer den gewöhnlichen Feldfrüchtenwerden gebaut Tabak, Baumwolle, Zucker, an-sehnliche Quantitäten von Dams, Bataten undErdnüssen; größere Hausthicre, wie Pferde, Esel,Rinder rc. sind nur iu geringer Anzahl vorhan-den, dagegen reichlich Schweine, Kaninchen undFedervieh. An der SWScite der Insel liegt dieL-tadt Orangetown, mit 1 Kirche u. 2 Kapellen;Hafen und Stadt durch 2 Forts geschützt. 1600besetzten Holland. Kanfleute die Insel, gaben sieaber bald darauf wieder ans; 1629 wurde sie vonden Franzosen besetzt, die sie wegen Wassermangelsschon 1632 wieder verließen. 1635 wurde sieabermals von den Holländern in Besitz genommen,welche sie colonisirten. 1666 eroberten die Flibu-stier die Insel, 1667 im Frieden von Ryswickkam sie wieder an Holland. Während des nord-amerikanischen Krieges im vor. Jahrh. wurde E.Mittelpunkt des westindischen Handels u. bereichertesich bald sehr; 1772 und 1780 richteten Orkaneungeheueren Schaden an, bei dem letzten kamen45000 Menschen um. 1781 wurde E. von denEngländern unter Rodney und bald daraus vonden Franzosen erobert, die es bis 1801 besaßen;dann nahmen es wieder die Engländer, welche esan Holland zurückgaben, 1810 aber wieder erober-ten; 1814 kam die Insel wieder an die Holländer.

H. Berns.

Eustylos (gr., Bank.), schönsäulig, das fürdas Auge am wohlthuenbsten wirkende Verhält-niß der Säulenweite zum Durchmesser (9 : 4).

Entatvs, Jndianerstamm im W. des Missi-ssippi (NAmerika), ungef. 1518,000 Köpfe stark.

Entaiv Springs, mit großer Gewalt hervor-sprudelnde Quellen des Eutaw-Creek, eines Neben-flusses des Santee-River, im Distrikt Charlestondes Nordamerika::. Unionsstaates Südcarolina.Hier 8. Sept. 1781 ein hitziges Gefecht zwischenden Amerikanern u. Engländern.

Euteknros (Euthenios), griechischer Gramma-tiker oder Sophist (vielleicht in dem Zeitalter derAntonine, wenn nicht vielmehr weit später an-zusetzen); schr.: Scholien oder eine prosaische Pa-raphrase, von Nikanders Theriaka ::. Alexiphar-