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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
Seite
388
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weide; Fleisch und Eier schmackhaft; Varietäten:

1) Store nie (L. Looelnw major), mit rostfar-benem Rücken, ist wol ein junges Männchen;

2) Schmalente (. Sosollus Arissa), ganz asch-grau; 3) Roßente (L. L. nnsvia), Rückenschwarz, röthlich gefleckt; 4) Schildente (^.Losetr-w niZra), Kopf und Hals schwarz, Brustbraun; 5) Weiße E. L. ulba), ganz weiß;6) Krummschnäbelige E. (. L. uckniwa,ouivirostru), mit abwärts gekrümmtem Schnabel.

Ente, Haus eilte (ämas Losollas ckamsstioaL.). Sie besitzt eine mannigfachere Färbung alsdie Wildente. Zum Theil ist sie sehr schön, sie hat,weiße ausgenommen, mehr oder weniger schöneSpiegel. Manche haben auch einen Federbusch(Holle) auf dem Kopse. Man unterscheidet folgendeSchläge: Die Rouen-Ente, welche der Wild-Enteam ähnlichsten gefärbt ist. Die Aylesburys-Ente istschneeweiß. Die gemeine deutsche variirt in Lenverschiedensten Farben. Die schwedische besitzt hüb-schere Farben, ist sehr fruchtbar u. inastfähig. Diegroße schwarze Nordamerika». Cayuga-Ente u. diekleine schwarze ostindische Eine sind nurGrößenvarie-lätcn der schwarzen Haus-Ente. Aus Cawnpore inOstindien wurden buntschnablige E. auf der Kry-stallpalast-Ansstellung u. der Ausstellung in Bristol1873 den E-liebhabern vorgeführt. Die Pekin-Enteerregte auf den Ausstellungen in NAmerika 1874wegen ihrer Größe und bedeutenden Fruchtbarkeitgroßes Aussehen. Das Männchen, der Enterich,Erpel, unterscheidet sich von dem Weibchen, außerLurch das Prachtgefieder, Lurch seine Größe, einegröbere Stimme u. einige hinter einander stehende,nach vorngekrümmteFedern, Locke, über demBürzel.Die Entenzucht ist unter einigermaßen günstigenVerhältnissen, Vorhandensein von stagnirendenGewässern, Gräben, Lachen und dergl. eine derlohnendsten Geflügelzüchtereien, da Las Wasserden E. die beste u. billigste Nahrung liefert. Ve-sonoers nützlich werden die E. noch durch Ver-tilgung des Ungeziefers, Schnecken, Maikäferlarven,Raupen u. Würmer, in Gärten n. auf dem Acker.Man darf die E. nicht mit den Hühnern undGänsen zulaminenstallen, weil sie von jenen be.schmutzt, von diesen gebissen werden. Zum Auf-enthalt während der Nachtzeit u. im Winter dienenentweder besondere Ställe im Hose, die nicht bes.eingerichtet zu sein brauchen, aber trocken u. warmsein müssen, oder besondere Enrenhäuschen i»Leichen oder auf Teichdämmen; diese Hänschenversieht man mit einer kleinen F-allthnr von Git-ierwerk, welche die Enten leicht von außen anf-stoßen können und wodurch die Raubthiere ab-gehalten werden. Vom Lande her bringt mannoch eine Bretterthür an, die man nachts ver-schließt. Man setzt in den Stall Nester in Gestalteines langen Kastens, der vorn ovale Löcher zumEinkriechen hat; jedes Nest ist von dem anderenLurch eine Wand geschieden u. mit Stroh ausge-sültert. Auf 810 Enten rechnet man einenEllterich. Die Begattung, das Treten, geschiehtim zeitigen Frühjahr, vorzüglich auf dem Wasser.Die Legezeit beginnt im März und dauert langefort, wenn man die Eier regelmäßig bis auf einsfortnimmt. Eine Ente legt bis zu 00 Eiern. Mitdem 16. Lebensjahre hören sie ans zu legen. Sie

erreichen ein Alter von 20 Jahren. Die Eiersind meistens hellgrün bis gesättigt olivengrün ge-särbt. Des bedeutenden Fettgehaltes wegen wer-Len sie zu culinarischer u. technischer Verwendungden Hühnereiern vorgezogen und auch höher be-zahlt. Einem Huhn legt man je nach Größe 12bis 15, einer Ente bis 18 u. einer Truthenne bis22 Enteneier unter. Die Brutzeit dauert 2830Tage. Die Jungen läßt man so lange im Neste,bis die Alte freiwillig heruntergeht; gibt ihnen dannhart gekochte Eier init jungen Nesseln ob. Salat u.nach einigen Tagen Haferschrot od. Kleie in Wasseroder Milch aufgequellt. So lange das Wasser kaltist, soll man die junge Entenbrut nicht auf dasselbelassen, weil sonst die jungen Thiere leicht tödtlicheKrämpse bekommen; deshalb kommen auch die von ^einem Huhn oder einer Truthenne ausgebrllteten ^Enten am besten fort, weil dieselben in ihrer frühe-sten Jugend von ihren Pflegemüttern nicht ausdas Wasser geführt werden. Die Ente ist sehr ge-fräßig; im freien Zustande frißt sie kleine Fischeu. Frösche, den Laich der Fische, weshalb man sievonFischteicheneutfernthaltenmnß;ferner Schnecken, ,

Regenwürmer, Wasserlinsen und sonstige Wasser- l

pflanzen, junge Gartenpflanzen, namentlich Salat;schleimiges, nasses Futter zieht sie jedem anderenvor. Um sie an ihren Wohnort zu fesseln, futtert ^man sie im Sommer täglich ein Mal mäßig; imWinter geschieht die Fütterung täglich zwei Mal.

Das Futter besteht in Hafer, Gerste, Trebern, an- 'gefeuchteter Kleie, feingestampslen Möhren, Eichel-mehl, gekochten Kartoffeln, Rüben u. Fleischab- 'fällen. Noch besser gibt man die Larven der Wür-mergruben gemengt od. abwechselnd mit gekochtemBuchweizen. Vor dem Genuß der Wicken soll mansie schützen, weil solche in geringem Maße betäu-bend, in größerem tödlich wirken. Um die Ezu mästen, setzt man sie unter einen Hühnerkorbins Freie, stellt ihnen drei Mal täglich in einemtiefen Gefäß reines Wasser mit reichlich einge-mengtem Hafer od. Gerste, auch Kleie vor, u. gibtdem Korbe täglich eine andere Stelle; oder manläßt die E. frei herumlaufen und gewöhnt sie, !an den Ort zu kommen, wo sie gefüttert werdensollen. Die beste Mastzeit ist um Michaelis. Nach14 Tagen bis 3 Wochen ist die Mast beendet u.man muß damit anfhören, wenn die Schwanzfedernsich fächerartig ausbreiten u. die Flügel sich nichtmehr kreuzen. Um eine große Leber zu erhalten,werden sie während der Mast, wie Gänse, mitNudeln aus Kleie, Schrot, Gerstenmehl u. Milchod. Master bereitet, gestopst. Das Entenfleischerfordert gute Vcrdauungskraft; das Fleisch von E.»die mit Gerste gefüttert wurden, bes. von noch !nicht 1 Jahre alten u. vonWeibchen, ist am schmack- jHastesten u. gesündesten. Ente nsett ist geringerals Gänsefett; ebenso sind die Enteneier minderschmackhaft, auch nicht so gesund als Hühnereier.

Die Entenfedern, bes. die Bauchsedern, dienenzum Stopfen der Betten, doch soll man Enten- u.Gänsefedern nicht mischen, da sie sich sonst leicht >zerreiben u. weil auch die letzteren kostbarer sindals erstere.

Schnatterente (L. strspsru, äb.), 70 am breit»

Kopf u. Hals gelbbraun, oben schwärzlich braunu. grau gewellt, Flügel grau u. braun, mit wm- ^