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Eutasis -
bei welcher Farbstoffe i» den Geweben anstreten,die fettige E., bei welcher die Gewebszellen ineine fettige Masse zerfallen, die käsige E., beiwelcher die Gewebe in eine weiche, schmierige,formlose Masse verwandelt werden, die schleimigeE. Als histologische E-en kennen wir die Um-wandlung der Gewebe in alle mögliche Geschwnlst-formen, u. bilden die krebsigen E-en die wichtigstenderselben. Bei allen histologischen E-en finden wirweniger abnorme Zellenbildungen, als vielmehrAnhäufungen n. Anordnungen von Zellen in ab-normer Weise u. an abnormen Orten. S. auchd. Art. Ausartung. Kunze.
Entasis, in der Architektur die scheinbare An-schwellung des unteren Theiles des Sänlenschaftes,welche dadurch entsteht, daß derselbe von der beieinem Drittel der Höhe beginnenden Verjüngungnach oben hin ausgeschlossen ist. Bisweilen wurdewirklich der Schaftcöntur eine leichte Krümmungnach außen gegeben, um die Anspannung u. Trag-fähigkeit der Säule recht auszndrücken. Ein Über-maß dieses Ausdruckes bewirkt den Anschein desUnbeholfenen und mühselig Abstützeudeu, wie anmanchen ägyptischen Säulen; ein Fehler, den derBarockstil wiederholt. Lehfeldt.
Entbindung, das Lösen von etwas Gebunde-nem; gänzliche oder einstweilige Lossprechung voneiner gerichtlichen Untersuchung, Ersteres heißt E.von der Instanz (Absolutio ad insbantia), dasZweite E. von der Sache, u. geschieht durch einEntbindungsurtheil (gendsntia adsolntsria).
Entbindung (Geburtsh.), eine durch künstlicheEingriffe beendete Geburt. Obwol diese Bezeich-nung sehr deutlich ans die von einem Anderenwährend der Geburt geleistete Hilfe hindeutet, sobezeichnet man jetzt im gewöhnlichen Leben fastallgemein auch jede ohne Kunsthilfe naturgemäßverlaufende Geburt als E. Mag diese Verschiebungdes Begriffes im Allgemeinen auch noch so gleich-giltig sein, so kann sie doch häufig von Wichtig-keit werden; wie in gerichtlichen Fällen, in denenes oft darauf ankommen kann, fcstznstellen, obz. B. eine unehelich Geschwängerte heimlich ge-boren hat oder heimlich entbunden ist; denn wäh-rend im elfteren Falle der Verdacht auf Vernach-lässigung aller Hilfe u. beabsichtigte Verheimlichungvorliegt, fällt derselbe im letzteren hinweg, da siedann unter Beistand einer Hebamme od. einesArztesgeboren hat (s. Geburt u. Geburtshilfe). E. Berns.
Entdeckung, Auffindung dessen, was schon vor-handen, aber noch nicht bekannt ist; daher Ent-deckungsreisen, Reisen, um unbekannte Gegen-den zu durchforschen. Solche wurden ini Alterthnmvorzugsweise von den Phönikern zum Zweck derErweiterung ihrer Handelsverbindungen n. Grün-dung von Colonien unternommen. Ihre Schiffegingen im O. bis nach Indien, im W. über dieMeerenge von Gibraltar hinaus nach den Inselndes Atlantischen Oceans und umschifften im 7.Jahrh. v. Ehr. Afrika, ohne daß dies jedoch wei-tere Bedeutung hatte. Im N. entdeckten sie dieZinninseln (Britannien) und angeblich die Bern-steinknsten der Ostsee (Deutschland). Im Mittel-alter unternahmen die Normannen weite See-reisen u. fanden Island, Grönland, Labrador n.Winland (wahrscheinlich die jetzigen Nen-England-
- Enten.
Staaten), im 9. bis 12. Jahrh. Im siidl. Europaweckten die Kreuzzüge den Sinn für abenteuer-liche Reiseunternehmungsn vorzugsweise nach demOrient. Dies führte im 13. Jahrh. Ruysbrockund Marco Polo noch Ostasien. Zugleich mischtesich das christlich-religiöse Interesse mit dem Han-delsinteresse, und sowol der Bekehrungseifer, wiedie Sucht nach Reichthümern gab den Antrieb zugefahrvollen See- u. Landfahrten in unbekannteRegionen. So erforschten namentlich die Portu-giesen seit dem 14. Jahrh. die Westküste von Afrikan. drangen 1489 unter Barth. Diaz bis zum Capder guten Hoffnung. Eine neue Ära der E-sreiseubegann mit der Umschifsung Afrikas durch Vascode Gama n. der Entdeckung Amerikas durch Co-lombo, welcher die erste Erdumsegelung durchMagelhaens n. Elcano folgte. Den Spaniern u.Portugiesen, welche ihr Augenmerk vorzüglich aufden Westen richteten, folgten die Holländer inkühnen Seeexpeditionen, zu welchen sie die KüstenIndiens, Chinas und Japans ausersahen. Nachihnen gingen die berühmtesten Entdecker u. Erd-nmsegler von England ans, unter denen sich bes.Cook auszeichnete. In neuerer Zeit wurde derwissenschaftliche Forschnngstrieb die Hauptveran-lassung zur Entdeckung unbekannter Regionen u.Völkerschaften, in welcher Hinsicht bes. Alex, vonHumboldt neue Bahnen erschlossen hat. S. diebeiden zugehörigen Karten und die Art. Afrika,Amerika, Asien n. Australien (Entdeckungsgesch.),Erdkunde u. Polarreisen. Vgl. O. Peschel, Ge-schichte des Zeitalters der Entdeckungen, Stuttgart1858; Kohl, Über die Rolle, welche Jagd undFischfang in der Geschichte der E-en gespielt haben(Zeitschr. Aus allen Weltth. VII.), Lpz. 1876.
Heime-Am Rd-n.'
Enteckung (Krystallogr.), Entfernen einer od.mehrerer Ecken eines Krystalls, ohne daß die neueFläche (Enteckungsfläche) mit einer Kante oderEbene des ursprünglichen Krystalls parallel läuft.Ist eine spitze Ecke auf diese Weise weggefallen,so nennt man dies Entspitzeckung; war dieEcke eine stumpfe, Entstumpfecknng.
Entehrung, Minderung oder Entziehung derbürgerlichen Ehre (s. Ehre); dann so v. w. De-floration.
Entelcchie(v. Gr.), 1) Thätigkeit, Wirksamkeit;2) das wirkliche Thätig- und Vorhandensein, iwGegensatz zum Vermögen u. Können (DynainisPotenz).
Entelln (a. Geogr.), Stadt in Westsiclüen awKrimissos, gegründet von Ägestes oder von dem,später als Heros verehrten Cestnskämpfer En-tellus; die Entellini ooer Entellenses warenkunstfleißige Leute.
Enten, entenartige Vögel (Olrsnomorxiiao),Familie der zu den Wasservögcln gehörenden Ord-nung der Leistenschnäbler (Imuasllirosbrso). Schna-bel nicht über Kopflänge, an seinen Ränderngerade; Oberschnabel an seiner Spitze mit horni-gem Nagel; Beine kurz; Läuse über der Fersenur wenig nackt. Dahin die Gattungen der Schwäne,Gänse, eigentlichen E. u. Säger.
Eigentliche Enten, E. (^nas), Schnabel vonKopfeslänge oder kürzer, an seinem Grunde nichtso hoch als breit, jedoch zuweilen an der Stirn