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Ensemble —
Ensemble (fr.), 1) das Ganze, dem Detail,oder dem Einzelnen entgegenstehend, vorzugsweisein Bezug auf musikalische und theatralische Auf-führungen. 2) Einzelne mehrstimmige, des. mehrals vierstimmige Tonstücke selbst, deren Hanpt-stimmen als verschiedene Charaktere oder Indivi-dualitäten anftreten, wie in Opern, Oratorien dieQuintette, Sextette re. u. die Finales.
Ensheim, Kirchdorf im Bezirksamt Zwei-brücken des bar,er. Negbez. Pfalz (Rheinpsalz),bedeutende Fabri! für Horndosen u. Papiermache-waaren; 1649 Ew. Hier 1793 Gefecht.
Lnsiker, Schwertträger, im alten Deutschen ReicheTitel des Kurfürsten von Sachsen als Erzmar-schall des Reiches.
knsikoemis, schwertförmig, ist ein lineales oder' lanzettliches Blatt, mit verdünnten Rändern, alsobreit zweischneidig; diese Blätter stehen gewöhnlichreitend, so z. B. bei Iris Asiinanica u. Oluüio-ius communis. L. proosssus (Anat.), so v. w.Schwertfortsatz des Brustbeins (s. Brustbein),l Ensinger, berühmtes Baumeistergeschlecht ausBern; Ulrich, war 1390 beim Ulmer u. 1391bis 1394 beim Mailänder Dome thätig; auchl beim Straßburger Münster war er beschäftigt u.st. 1429. Seine beiden Söhne Matthäus u. Kasparwaren Kirchenmeister am Dome zu Ulm u. seinEnkel Moritz vollendete als Baumeister daselbst von1465—1480 den größten Theil des Münsterbaues.
I Ensisheim, Stadt im Kreise Gebweiler desI Regbez. Ober-Elsaß (Elsaß-Lothringen), an der Jll' u. dem Quatelbach; Friedensgericht, Oberförsterei,i schönes Stadthaus, Strafanstalt für Männer,Baumwollenspinnereien; 3053 Ew. Geburtsort des! lateinischen Dichters Balde. E., das zuerst 768s erwähnt wird, kam später an die Landgrafen von
! Ober-Elsaß, dann an das Haus Habsburg und
war Hauptort der österreichischen Besitzungen inOber-Elsaß. Am 28. Oct. 1444 schlossen Frank-reich u. die Schweiz hier einen Friedensvertrag.Während des Dreißigjährigen Krieges wurde esabwechselnd von den Schweden n. Franzosen er-obert, kam mit Ober-Elsaß im Westfälischen Frie-den 1648 an Frankreich u. war von 1657—1674Sitz des Ocmscil souvcruin ä'Llsacc. Hier 4. Oct.1674 unentschiedene Schlacht zwischen Len Kaiser-lichen unter Bournonville u. den Franzosen unter- Turenne. H. Berus.
I Ensitml, Dorf im Arr. Verviers der belg.I Prov. Lüttich, Station der belg. Staatsbahnen;
I Wollenspinnerci, Wollenweberei, Tuchfabrikation;
I 3430 Ew.
Enslen, Karl, bekannter Landschafts- u. Ar-chitekturmaler, geb. zu Wien 1792, gest. zu Lille18. April 1866, war Professor u. Mitglied derBerliner Akademie. Am bekanntesten wurde E.durch seine großen Rnndgemälde, mit denen ersäst ganz Europa bereiste u. die durch ihren Kunst-werth viel höher stehen als die meisten anderensolchen Arbeiten. Sie sind Italien, Schweden, Nor-wegen, Dänemark rc. entnommen. Regnet.
! Enslin, Theodor Joh. Christian Fried-rich, Buchhändler, geb. 1787 in Klein-Sulz beiAnsbach, erlernte in Stuttgart den Buchhandel u.michtete 1817 in Berlin eine Buchhandlung.Er machte sich verdient durch seine vollstän-PiererL Universal-Conversatious-Lerilou. 6. Ausl. '
- Entartung.
Ligen in mehreren Auflagen erschienenen Ver-zeichnisse über einzelne Literaturzweigc mit Ma-terienregistern (neu bearbeitet und fortgesetzt vonEngelmann in Leipzig). Seit 1827 betrieb er mirnoch den Verlag. Er war 1834—38 Vorsteherdes Börjenvereins der deutschen Buchhändler zu^ipzig, wurde 1838 Mitglied des königlich preu-ßischen literarischen Sachverständigcnvereins, nach-dem er schon früher zum Mitglied des polizeilichenSachvcrständigenvereins von Berlin ernannt wor-den war; er st. 22. Mai 1851. Das Geschäftwird von seinem Sohne Adolf fortgeführt. Schroot.*
Enstäsis (gr.), Beweisform, Lurch welche dieUnrichtigkeit des Gegensatzes durch Entkräftigungseines Grundes oder Verneinung der Folgen ge-zeigt wird.
E»statit(Min.), rhombisch krystallisirendes Mi-neral, welches rechtwinklig säulenförmige Krystallebildet, u. in serpentinähulichen oder sehr olivin-reichen Gesteinen eiugewachsen vorkommt. Spalt-bar prismatisch nach vollkommen; Härte 5,z,spec. Gew. 3,io—3,2»; farblos, grünlich od. braun;chem. Zusammensetzung wesentlich UZLIOg; vordem Löthrohr fast unschmelzbar. Bildet einenwesentlichen Gemengtheil des Schillersels von derBaste (im Harz), des Lherzolithes in den Pyrenäen,überhaupt olivinreicher Gesteine. Lehmann.
lln suite (fr.), nach der Reihenfolge; hierauf.
llntaüa Acka-rs., Pflanzengattung der l-sj-umi-uosac - kllimossuc - .4.äsnavtiisrsas, oft sehr hochkletternde Sträncher mit doppelt gefiederten, bis-weilen in Ranken ausgehenden Blättern u. borslen-artigen Nebenblättern u. mit zwitlerigen od. po-lygamischen, in Ähren stehenden, fünstheiligenBlüthen. Kelch glockig, kurz gezähnt; Blumen-blätter frei, 10 freie Staubblätter mit freien Pollen-körnern; Fruchtknoten sitzend, vieleiig, mit faden-förmigem Griffel und abgestutzter Narbe, Fruchteine bisweilen riesige, lederartige od. holzige Hülse,mit verdickter, bleibender Rücken- u. Banchnaht,während die Klappen quer in einzelne einsamigeGlieder zerfallen, in denen sich das Endocarp mitdem scheibenförmigen, kreisrunden Samen vondem Exocarp loslöst. Ungefähr 10 Arten, hiervon6 in Afrika, 3 im tropischen Amerika, eine, L.krwsaötlrs, I)t7. (L. blrAalobrum L<7. oder ilcacia.scunäcns IprW.) in den ganzen Tropen ver-breitet. Der nach dem Einschneiden aus demStamm fließende Saft wird mit dem Saft derSagopalme vermischt in den Tropen gegen Leib-schmerzen verordnet; die Blätter ißt man mit Reis,auch die gerösteten Samen. Engter.
Entamiren (v. Fr.), anfangen, anknüpfen,bes. diplomatische Unterhandlungen.
Entaphiastcn (gr. Ant.), Leichenbestatter.
Entartung, Degeneration, bezeichnet in derPathologie die Umwandlung von Gewebstheilenin andere Formen u. Stoffe, wodurch dieselbenin ihrer Function beeinträchtigt werden. DieseUmwandlung kann in chemischer wie histologischerBeziehung geschehen; als chemische Umwandlungenkennen wir die Verkalkung von Geweben, dieamyloide E., bei welcher die Gewebe in eineSubstanz verwandelt werden, die speckig glänzendist u. dieselbe chemische Reaction wie das Pflanz-liche Stärkemehl darbietet, die Pigmenteiitartung,in. Band. 25