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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eiinoblircn Enos.

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Sohn Quintns erhielt er 184 das Bürgerrecht;er st. 169, und die Familie der Scipionen ließihn in ihrem Familieubegräbniß beisetzen. E.war, obgleich geborener Grieche, von größter Be-deutung für die junge röm. Literatur, welche erdurchaus auf griech. Vorbilder begründete. Inseinem berühmtesten Werke führte er den Hexa-meter u. damit die strengen Gesetze der Quanti-tät (Lange u. Kürze der Silben) in die römischePoesie ein; es sind dies die Lunalss, ein Eposin 18 Gesängen, das die Geschichte Roms vonÄneas bis auf E-s Zeit verherrlichte, u. das ihmden Ruhm des römischen Homer einbrachte. Fer-ner schrieb er Tragödien (33 Titel bekannt), vielfachnach Euripides bearbeitet, dessen populärphiloso-phische Tendenz ihn in dem dafür noch wenigreifen Rom anzog; Llseuba, Nscloa, Ipliigsniau. a. waren am berühmtesten; eine krastsxtatawar Lmbraoia. Er schrieb auch Komödien, 8a-tnras, d. h. vermischte Gedichte, dabei z. B. einLehrgedicht cher Gourmaudise (Hsäupiia-xstiea),Gedichte in dem frivolen sotadeischen Metrum,Lyiobarmns u. a. sowie ülllwmsrns, eine ratio-nalistische Zersetzung der Götterlehre in menschlicheGeschichten nach einer griechischen Schrift des En-hemerns. E. war ein gewandter vielseitigerSchriftsteller, der auf die Römer gerade durch sei-nen klaren Verstand u. sein wohl nur mittelmäßiges,aber pathetisches poetisches Talent Einfluß übte;besonders sein formeller Einfluß war höchst be-deutend. Er galt noch in Ciceros Zeit als dergrößte Klassiker Roms; erst die größere Feinheirder augusteischen Periode, bes. Vergils Äneis ver-drängte ihn von Leben, Bühne und Unterricht.Fragmente herausg. v. Bahlen, Lpz. 1854; dieder Tragödien auch in Ribbecks Nragieorum Ro-manorum rolrguias. 2. Allst., Lpz. 1871. Mese.

Ennobliren (v. Fr.), veredeln; den Scheindes Edeln geben. Ennoblissement, Veredlung,Erhebung in den Adelstand.

Ennodrns, Magnus Felix, geb. in Arles473 u. gest. 521 als Bischof von Pavia; zeichnetesich durch tiefe klassische Bildung aus; seine Oxsra(Lpistalas, Vitus, blpixraminata, ksneMiieusibsoäorieo äietns (P. auf Theodorich d. Gr.) rc.in der Sammlung der Autors» ortirocloxo^rLpIn,Basel 1569 zuerst veröffentlicht, wurden nachhervon Schott, Tonrnay 1610 und von Sirmondi,Paris 1611, 1696, Venedig 1728 herausgegeben.Den Panegyricus hat Manso in seiner Gesch. desostgoth. Reiches, Breslau 1824 abgedruckt. Vgl.Fertig, E. u. seine Zeit, Paff. 1855. Lagai.

Enns, 1) (Ens, im Atterthume Allasus), 206km langer Nebenfluß der Donau, entspringt imPongau im Herzogthum Salzburg, südlich vonRadstadt auf den Radstadter Tauern, in 856 inSeehöhe, fließt bis oberhalb Radstadt nördlich,wendet sich dann östlich u. tritt bald darauf durchden Paß Mandling in Steiermark ein, das sie inostnordöstlicher Richtung durchfließt. Sie hat hiervorwiegend flache, zum Theil sumpfige Ufer bisAdmont, von hier bis Hieflau aber durchströmt siebei sehr starkem Gefälle die etwa 18 üm lange,wildromantische Kluft des Gesäuses. Daraufwendet sie sich nach N. u. geht nach dem Durch-bruch bei Alteumarkt nach dem Erzherzogthum

Österreich über, das sie zuerst bis unterhalb Lo-senstein in nordwestlicher, daun in nördlicher Richt-ung durchfließt. Bei der Stadt Steier verläßt siedas Gebirge n. mündet unterhalb der Stadt Enns239 in ll. d. M. Nebenflüsse: Erzbach, Salza,Raming u. Steier. 2) Stadt im Bez. Linz desErzherzogthums Österreich ob der E., an der E.,Station der Kaiserin-Elisabethbahn, eine alte, aberwohl erhaltene Stadt mit 5 Vorstädten, von einerRingmauer mit 16 kleinen Thürmen umgeben,welche angeblich von dem von Richard Löweuherzbezahlten Lösegeld erbaut sein sollen; großer Markt-platz mit einem isolirt stehenden, aus Quadernerbauten Thurme; schönes Rathhaus mit wichti-gem Archiv, Schloß Ennsegg, im Besitze des Für-sten Auersperg, mit einer Sammlung römischerAlterthümer und einem prächtigen Park, gothischePfarrkirche mit einem sehr schönen Portal, Bür-ger-Spital, Lazareth, Armeninstitut; Handel undIndustrie ziemlich lebhaft, namentlich in Eisen- u.Stahlwaarcn; 3784 Ew. Früher stand hier einrömisches Castell; um 900 wurde von Bayern ander Stelle desselben eine Veste gegen die Ungarnerbaut, welche sie Anesbnrg (Ennsbnrg) nanntenund um welche allmählich die Stadt E. entstand.Aus dem Besitze des Klosters St. Florian ginges später in den von Paffau über, doch gab Kai-ser Conrad II. es dem Markgrafen Ötlo I. zuLehn. Am Ende des 12. Jahrh. war E. schonein wichtiger Handelsplatz, dem 1212 Leopold derGlorreiche Stadtrechte verlieh. 1237 wurde esvon Friedrich dem Streitbaren erobert, 1275 er-gab es sich dem Kaiser Rudolf v. Habsburg. Hier9. Oct. 1336 Friede zwischen Kaffer Ludwig IV.,dem Bayer, u. den Herzögen v. Österreich einer-seits u. dem Böhmenkönig Johann u. Margarethavon Kärnten anderseits,wonach das HerzogthumKärnten bei dem Hause Öesterreich verblieb, Mar-garetha Maultasch aber nur Tirol n. eine StreckeLandes bis zur Drau erhielt. 1730 brannte dieStadt größtentheils ab, 1741 wurde sie von denBaiern und Franzosen geplündert. Am 5. ,Nov.1805 hier Gefecht zwischen Franzosen und Öster-reichern. 3) Fluß, so v. w. Enz. H- Berns.

knmii (fr.), Überdruß, Langeweile; daher En-nuyant, langweilig, Ennnyiren, langweilen.

Enoch, so v. w Henoch.

Enodation (v. Lat.), Entwickelung, Auflösung.

Enodla u. Enodros (gr.), Beiname der He-kate, als Vorsteherin der Wege.

Enomotarchcs (gr. Ant.), Anführer einerEnomotia, d. h. einer Anzahl Soldaten beidenSpartanern, gegen 3236 Mann; 16 E. bilde-ten ursprünglich einen Lochos.

Enoplron (gr.), Gesang zum Waffentanz.

Enoptromantie (gr.), Wahrsagung aus demSpiegel.

Enorm (v. Lat.), übermäßig, ungeheuer.

Enornnsinata bei den alten Griechen dieRheden oder Plätze, an welchen Schiffe festqeleqt,vertäut werden konnten.

Enos (im Alterthume Änos), Stadt im türk.Vilajet Edirnö (Adrianopel), auf einer Landspitzean der Mündung der Maritza u. am gleichnam.Busen; Citadelle, Küstenschifffahrt, Fischerei;Handel, namentlich mit Wolle, Seide, Baumwolle